Wie Enfore beim stationären Point-of-Sale neue Maßstäbe setzt

Du hast es mit Sicherheit schon häufiger gehört: Die Digitalisierung bereitet dem stationären Einzelhandel Probleme. Weniger Umsatz durch wachsenden E-Commerce und weniger Laufkundschaft in den Innenstädten sind nur zwei Gründe dafür.

Preiskämpfe mit Internetanbietern oder großen Unternehmen und Ketten sind selten von Erfolg gekrönt. Punkten kann der Einzelhandel in erster Linie über kompetenten Service und ein möglichst angenehmes Einkaufserlebnis für den Kunden.

Um insbesondere letzteres in hohem Maße erfüllen zu können, hat die enfore AG aus Berlin ein smartes Kassensystem entwickelt, das vor allem an kleine und mittlere Unternehmen gerichtet ist. Da ich das Konzept sehr spannend finde, möchte ich es dir in diesem Artikel einmal kurz vorstellen.

Was ist das Angebot von Enfore?

Enfore hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Point-of-Sale (POS) Modell zu entwickeln, das über die üblichen Funktionen eines Kassensystems hinausgeht. Die Zielgruppe von enforePOS ist dabei recht umfangreich, bezieht sich aber wie bereits erwähnt eher auf die kleinen und mittleren Unternehmen.

Von Restaurants, Cafés oder Hotels über Bekleidungs- und Fachgeschäfte bis hin zu den klassischen persönlichen Dienstleistungen wie Friseur, Wäscherei oder Schlüsseldienst ist das System auf nahezu alle Branchen mit Kundengeschäft anwendbar.

Neben der Software, die auf unterschiedlichen Endgeräten installierbar ist, entwickelt Enfore auch eigene Geräte wie den enforeDasher oder das enforePayPad, die passgenau auf die enforePOS Software ausgerichtet sind. Über „enforeCare“ wird Benutzern darüber hinaus ein entsprechendes Support-Angebot bereitgestellt.

Der kleine Helfer an der Kasse: So sieht das enforeDasher aus.

Was macht Enfore denn so besonders?

Strategisch geht Enfore den Weg der Gesamtlösung – sowohl Software als auch eigene Geräte werden selbst entwickelt. Die Software funktioniert jedoch genauso auf sämtlichen gängigen Endgeräten und Betriebssystemen. Das schont vor allem Unternehmen, die sich von der komplett analogen Geschäftsabwicklung bereits verabschiedet haben und bereits mit Tablets, Smartphones und/oder PC an der Kasse arbeiten.

Bei genauerer Betrachtung der enforePOS Software wird deutlich, dass funktional auch tatsächlich das geboten wird, was ein stationärer Einzelhandel auf jeden Fall benötigt. Dazu gehört neben dem grundlegenden Kassensystem auch Anwendungsmöglichkeiten für Reservierungen, Customer Relationship Management (CRM) sowie einem Inventar- und Einkaufsmanagement für die Prozesse hinter der Ladentheke.

Eine Kurzübersicht der in der Software enthaltenen Anwendungen findest du hier.

Warum Enfore das Zeug zum Big Player hat

Je nach Region geht es bei den verschiedenen Einzelhändlern nur sehr schleppend voran, was Digitalisierung und Verschlankung von Prozessen angeht. Enfore will dieses Problem aktiv angehen und stellt dafür in den notwendigen Bereichen entsprechende Angebote zur Verfügung.

Wenn du dir mal die Köpfe hinter Enfore anschaust, wirst du recht schnell feststellen, dass es sich hierbei nicht um ein blauäugiges Startup handelt. Die enfore AG des deutschen Gründers Marco Boerries ist sein viertes Unternehmen und wurde bereits 2009 gegründet. Erst 2017 wurde die Enfore Produktpalette schließlich gelauncht, zuvor fand eine ausführliche Entwicklungsphase statt.

Marco Boerries sagt dir nix? Seine erste Firma Star Division hat zum Beispiel die bekannten Office Softwares Star Office und Openoffice.org entwickelt. Später konnte er Star Division lukrativ an Sun Microsystems verkaufen und Anteilseigner bleiben. Außerdem hat Boerries 1996 die Star Finanz gegründet und mit Star Money die beliebte Online Banking Software für die Sparkassen herausgebracht.

Die Investoren rund um Enfore

Enfore hat somit nicht nur einen erfahrenen und vor allem erfolgreichen Gründer, hinter ihm stehen auch namhafte Investoren, die an seine Idee glauben. Dazu gehören neben Venture Capital Gebern auch private Investoren. Hier eine Auswahl:

  • T-Venture: Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom
  • Index Ventures: Risikokapitalgesellschaft, die u.a. auch Dropbox, Skype oder Soundcloud unterstützt hat
  • Jerry Yang: Mitgründer von Yahoo! und Gründer von AME Cloud Ventures
  • Lars Hinrichs: Bekannt als Gründer von XING und Business Angel

Du siehst also: Die Chancen für Enfore stehen nicht schlecht, für kleine Unternehmen im Dienstleistungsbereich zum umfassenden Partner im Kundengeschäft zu werden.

Software und technische Geräte machen einen guten Eindruck, die Unterstützung bekannter Investoren in die Erfahrung von Marco Boerries geben ein zuversichtliches Signal. Sofern du selbst in der Branche tätig bist oder andere Unternehmer aus diesem Bereich kennst, kann sich ein genauerer Blick auf Enfore durchaus lohnen.

Ich bin gespannt, wie die weitere Entwicklung für Enfore aussehen wird. Wie sieht es bei dir aus? Findest du, dass Enfore ein gutes Angebot hat oder kennst du Unternehmen, die es aktuell noch besser machen?

Schreib mir dazu gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.

Weitere Informationen zu Enfore

Telekom auf der CeBit 2017 über Enfore und digitale Kassen

Interview mit Marco Boerries über Enfore aus dem März 2017 (vor dem Launch)

Bildquellen:  https://www.enfore.com/de/press ; pexels.com (Beitragsbild)

Autor: maerzinger

#Mario Märzinger gilt als umfassend anerkannter Digital-Experte und Manager. Über 15 Jahre Erfahrung in Unternehmen, mit zuvor 10 Jahren wissenschaftlicher Ausbildung, runden sein einzigartiges Profil ab.

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