Warum Führungskräfte niemals Kinder bekommen sollten

Unabhängig vom Alter höre ich des Öfteren die Diskussion um die Frage: „Soll ich lieber Kinder haben oder Karriere machen?“ Zugegeben, die Frage ist nicht neu und wurde auch schon vielfach diskutiert.

Ich beginne mit einer steilen These und bin gespannt auf die Kommentare: Meiner Meinung nach sollten Führungskräfte lieber keine Kinder bekommen. In diesem Artikel werde ich dir erläutern, warum ich diese Meinung vertrete.

Faktor Zeit: Was bleibt für Familie übrig?

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – ein gerne benutzter Begriff in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Stand heute ist diese Vorstellung in vielen Branchen und vor allem in der Management-Ebene leider noch Wunschdenken. Der Hauptgrund, wieso sich beides nicht unter einen Hut bringen lässt, ist die Zeit.

Egal ob du im Management beschäftigt oder als Selbständiger dein eigener Chef bist: Jeder in dieser Position weiß ganz genau, dass es den klassichen „9-to-5“ Job dort nicht gibt. In einem Unternehmen werden sich stetig Leistungsziele und strategische Ziele gesetzt – das Management hat die Aufgabe, diese umzusetzen.

In der Folge investiert ein Manager erheblich mehr Arbeitszeit als der Sacharbeiter, was den Stellenwert seines Berufs nochmals verstärkt. Das führt unweigerlich auch dazu, dass ein Manager kaum noch Zeit für die Familie aufbringen kann.

Auch in Zahlen ist das ganze Dilemma erkennbar: Ein „typischer“ Manager ist männlich, hat zwei Kinder und ist zwischen 40 und 49 Jahre alt. Während es 47% der Manager immerhin schaffen, pro Woche fünf bis zehn Stunden mit ihren Kindern zu verbringen, schaffen wiederum 42% nicht einmal fünf Stunden. (Quelle: Die typische Führungskraft)

An dieser Stelle gilt es reiflich zu überlegen, ob so eine kurze Zeitspanne für die Erziehung eines Kindes für dich persönlich ausreichend wäre.

Faktor Empathie: Wenn die Zuneigung fehlt

Eine Karriere im Management hat zwangsläufig auch unmittelbare Auswirkungen auf unsere Gefühlswelt und damit auf die Art und Weise, wie wir unsere Kinder erziehen würden. Der deutsche Psychologe und Autor Christian Peter Dogs erklärte zum Beispiel, dass Manager häufig emotional entkernt und somit nicht in der Lage sind, Gefühle zu zeigen.

Für die Erziehung von Kindern ist eine solche Entwicklung jedoch fatal. Ein Kind braucht im Leben die Zuneigung seiner Eltern und die Möglichkeit, auch deren Gefühle zu erleben. Die Problematik ergibt nun dadurch, dass es Kindern in der Regel nicht genügt, diese Zuneigung nur von einem Elternteil zu erfahren.

Dieser Fall wird jedoch dann eintreten, sobald ein Elternteil durch seinen Beruf zeitlich kurz gebunden und empathisch abgestumpft geworden ist. Das wäre nur einer der Gründe, warum es im Leben der Kinder zu Schwierigkeiten oder schlimmstenfalls sogar Störungen kommen kann.

Hinzu kommt, dass nach besonders stressigen Arbeitstagen die wenigsten Eltern die nötige Lust oder Kraft aufbringen können, um sich um die möglicherweise noch nervtötenden Kinder zu kümmern. Wenn die Kraftreserven und geistigen Kapazitäten bereits im Job ausgeschöpft sind, ist der Kinderwunsch am besten noch einmal zu überdenken.

Wie lautet also mein Fazit…?

Ich denke ich konnte dir veranschaulichen, warum eine Manager-Karriere sich nicht besonders gut mit einer Familien- und Kinderplanung vereinen lässt. Das wird vor allem am zeitlichen Faktor deutlich, da aufgrund fehlender Zeit und Zuneigung die Kinder nur unnötigen Schaden nehmen würden.

Daher bin ich der Meinung, dass Manager keine Kinder bekommen sollten.

Wie immer wird es hier entsprechende Ausnahmen geben, aber diese bestätigen nur die Regel. Wenn du dich auf eine Karriere im Management konzentrieren, dann sind Kinder dazu nur wenig förderlich und du solltest dir diese Entscheidung wirklich gut überlegen. 😉

Was denkst du über dieses Thema?
Hast du dir schon über Kinder bekommen Gedanken gemacht?

Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Meinung.

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Beitragsbild: pexel.com by kinkate

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