PAYBACK – die Killerplattform für CRM?

Als Marketing-Verantwortlicher stellt sich heute mehr denn je die Frage, wie die Kundenbindung und -gewinnung sowohl stationär als auch natürlich online verbessert werden kann. Ein prominentes Mittel dafür sind sogenannte Loyalty-Programme wie beispielsweise PAYBACK. Welche Marktstellung PAYBACK besitzt und ob es für dich interessant sein könnte, Unternehmenspartner zu werden, das zeige ich dir in diesem Artikel.

Was ist PAYBACK eigentlich genau?

Klären wir also zunächst mal die Keyfacts: PAYBACK ist eine Tochtergesellschaft der Loyalty Partner GmbH, die wiederum Teil der American Express Gruppe ist. In Deutschland gibt es das Unternehmen seit dem Jahr 2000, seitdem kamen die Länder Polen, Indien, Mexiko, Italien und Österreich dazu.

Das Geschäftsmodell gestaltet sich folgendermaßen: Über eine PAYBACK-Karte oder die entsprechende App können Kunden im stationären Handel oder online bei den Partnerunternehmen Punkte beim Einkauf sammeln. Im Schnitt werden bei einem Umsatz von 1.000 Euro PAYBACK-Punkte im Wert von 10 Euro ausgeschüttet. Diese können wiederum in Wertgutscheine oder Prämien eingetauscht werden. Unternehmen können zusätzlich auch Rabattcoupons herausgeben und so die Kauffrequenz und Kundenzufriedenheit erhöhen. Die Bezahlung der Punkte erfolgt von Seiten der Unternehmen. PAYBACK liefert im Grunde genommen die Omnichannel-Marketingplattform, um die Kunden überhaupt auf die Angebote der Partner zu locken und verbessert diese kontinuierlich.

Und die Zahlen sprechen für sich…

  • Alleine in Deutschland kommt PAYBACK auf aktuell 30 Millionen Kartennutzer, die dazugehörige App kann sechs Millionen Nutzer vorweisen.
  • Jeden Tag wird die PAYBACK-Karte rund vier Millionen Mal an deutschen Kassen vorgezeigt.
  • Die mehr als 650 Partner haben zusammen über die Karte einen Jahresumsatz von 29,8 Milliarden verzeichnet (2017)
  • 2017 wurden Punkte im Wert von 381 Millionen Euro gesammelt – der Clou: 95% der Punkte werden auch wieder eingelöst!

Das sind äußerst beeindruckende Zahlen wie ich finde. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür ist auch die Bekanntheit: 8 von 10 Deutschen haben in einer Umfrage angegeben, dass PAYBACK ihnen zumindest ein Begriff ist.

Was springt für Unternehmen dabei heraus?

a) Mehr Umsatz.

Ganz entscheidender Punkt. PAYBACK versteht sich als Multikanal Marketingplattform, die einen zusätzlichen Vertriebsweg zu anderen Vermarktungsstrategien darstellt. Ein Kunde, der durch einen Einkauf bei deinem Unternehmen Punkte für attraktive Prämien und am Besten noch einen Rabattcoupon für den nächsten Einkauf obendrauf bekommt – für wie wahrscheinlich schätzt du es, dass der Kunde beim nächsten Mal wieder auf dich zurückkommt?

In Best Practice Cases haben Unternehmen PAYBACK Coupons in ihre Werbemittel integriert. Die Kunden, die dann diese PAYBACK-Coupons eingelöst haben, haben im Schnitt mehr als dreimal so viel Umsatz beschert. Bei so einer Steigerung kann man schon mal hellhörig werden…

b) Weniger Streuverlust.

Wie umfangreich betreibst du bzw. dein Unternehmen noch Werbemaßnahmen in Print, Radio oder TV? Ich hoffe es ist minimal. Denn wenn du nicht gerade bei einem Top-Konzern beschäftigt bist, ist der hier produzierte Streuverlust schmerzhaft teuer.

PAYBACK bietet seinen Unternehmenspartnern die Möglichkeit, langfristige oder phasenweise Werbeaktionen zu gestalten. Wenn du zum Beispiel für das Firmenjubiläum Rabattcoupons über PAYBACK verteilst, lässt sich aufgrund der Einsatzmessung von App und Karte beobachten, ob diese Aktion von den Kunden wahrgenommen und auch genutzt wird.

Im Vergleich zur ebenfalls messbaren Online-Werbung können die PAYBACK-Aktionen sehr passgenau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden. Wenn man als Unternehmen diese Bedürfnisse kennt und geschickt verpackt, steht die nächste Erfolgskampagne quasi schon vor der Tür. 😉

c) Customer Relationship Management (CRM) auf neuem Level.

Kundenbindung ist und bleibt eine Mammut-Aufgabe für jeden Marketing-Manager. Die Verknüpfung von Online- und Offline-Welt (oder auch Interconnected Retail) ist dafür ein zentraler Aspekt, den PAYBACK in seiner Geschäftsstrategie erfolgreich umsetzt.

Durch die Punkte, die wir über alle Kanäle erhalten können, wird unser Sammeltrieb geweckt und die Coupons geben zusätzlich das gute Gefühl, ein kleines Schnäppchen gemacht zu haben. Dieser Loyalty-Effekt sollte keinesfalls unterschätzt werden: Denn er incentiviert den Kunden , sein Bestellvolumen beim nächsten Einkauf zu vergrößern oder sein Bestellverhalten an die Geschäfte mit PAYBACK Unterstützung auszurichten, um noch stärker vom Punktesystem zu profitieren.

Wann kann sich eine PAYBACK-Partnerschaft lohnen?

Schaut man sich einmal die bekanntesten PAYBACK-Partner an, dann sind es hauptsächlich die sonst auch großen Namen in der Wirtschaft: REWE, dm, Real, Aral, Expedia, Thalia und viele mehr. Bei der Recherche weiterer Partner wirst du schnell feststellen: PAYBACK ist auf B2C ausgerichtet und in erster Linie für die Handelsbranche ein Thema.

Seine volle Wirkung entfaltet PAYBACK für die Unternehmen, die sowohl im stationären als auch im Online-Handel unterwegs sind. Zum einen ist hier eine nahtlose Verknüpfung der Kanäle möglich, die besonders förderlich für die Kundentreue sind. Zum anderen greift im stationären Handel die Mobile-Payment-Lösung PAYBACK PAY als Marktführer in diesem Segment. Dabei kann ganz bequem bei teilnehmenden Händlern über die App bezahlt, Coupons eingesetzt und gleichzeitig Punkte gesammelt werden.

Außerdem sind Unternehmensgröße und durchschnittliche Kauffrequenz Faktoren, die du nicht unterschätzen solltest: PAYBACK lohnt sich aus Kundensicht zum Beispiel eher weniger, wenn man nur gelegentlich bei den Partnerunternehmen einkauft. Das liegt mitunter an der relativ geringen Rabattquote von 1-2 Prozent (bei Aktionen können es auch mal 10% sein). Kauft jemand nur relativ selten ein, kommen auch nicht viele PAYBACK Punkte zustande, die erst ab einer bestimmten Anzahl eingetauscht werden können. Dauert das zu lange, wäre der Mehrwert für beide Seiten in diesem Fall überschaubar.

Zusammengefasst: Bringt dir PAYBACK den Erfolg?

PAYBACK ist zweifelsohne der Platzhirsch unter den Bonusprogrammen. Das Unternehmen versteht es, die verschiedenen Marketing-Kanäle zu kombinieren und den Partnern passgenaue Angebote für deren Kunden bereitzustellen. Ist PAYBACK also für jeden Business Owner und Marketing-Verantwortlichen grundsätzlich zu empfehlen?

Die juristische Standard-Antwort: Es kommt drauf an.

  • Dein Unternehmen ist primär im B2C Handel / E-Commerce tätig,
  • sollte im Idealfall stationär und online unterwegs sein,
  • sollte bereits ein gewisses Umsatzlevel aufweisen und
  • regelmäßige Kauf- und Kundenfrequenz haben.

Mit diesen Kriterien sind schon mal sehr wichtige Eckpfeiler für einen erfolgreichen Einsatz von PAYBACK gelegt. Damit will ich jedoch nicht ausschließen, dass PAYBACK auch in anderer Form funktionieren kann. Es wird dann nur schwieriger sein, den Mehrwert der Plattform in vollem Umfang zu nutzen.

Denn der Mehrwert ist zweifelsohne vorhanden: Hohes Umsatzpotenzial, performanceorientiertes Kostenmodell und ein Vertriebsnetzwerk, mit dem beim CRM nochmal eine Schippe draufgelegt wird. Zusätzlich haben die Unternehmen die Chance, über PAYBACK PAY am starken Wachstum im Mobile Payment Bereich zu partizipieren.

Meine Link-Tipps:

Payback Pay knackt die Nuss: Der Mobile-Payment-Durchbruch kommt (t3n.de)

Mobile Couponing aktueller denn je (Locationinsider.de)

Meine Video-Tipps:

PAYBACK auf der dmexco 2018

Galileo-Beitrag zu PAYBACK

Bildquellen: pexels.com

Autor: maerzinger

#Mario Märzinger gilt als umfassend anerkannter Digital-Experte und Manager. Über 15 Jahre Erfahrung in Unternehmen, mit zuvor 10 Jahren wissenschaftlicher Ausbildung, runden sein einzigartiges Profil ab.

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