Review: Mein Projekt enjoy-it.at und was ich daraus gelernt habe

Diesmal möchte ich mit dir einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit machen – genauer gesagt in meine Vergangenheit als Start-Up-Gründer, in der das Internet noch kein Facebook kannte. 😉

Wir schreiben das Jahr 2002.

Regionale Event-Communities sind gerade total angesagt. Das Prinzip dahinter: Fotoreporter besuchen verschiedene Events und schießen Fotos der Besucher. Danach werden die Bilder sortiert, bearbeitet und auf die Plattformen hochgeladen.

Interessenten und Besucher des Events können nun alle Bilder der Veranstaltungen auf diesen Portalen einsehen und sich darüber im Chat austauschen, kommentieren und teilen. Eine Grundidee, die sich auch in den weiteren Jahren danach in anderer Form etabliert hat, war Anfang der 2000er meine erste große Business-Erfahrung.

enjoy-it.at: Die Anfänge von Social Media

Parallel zu meiner Matura und später auch noch im Studium habe ich mit enjoy-it.at ein Portal für Events, Foto, Flirt & Community in einem gegründet und aufgebaut. Monatliche Wachstumsraten von 20 bis 50 Prozent waren nach kurzer Zeit der Standardfall – für die damalige Zeit schon sehr starke Zahlen.

Einnahmen wurden mit Online-Werbung und Kooperationen erzielt. Wenn man sich die Verbreitung des Internets damals und heute ansieht, war diese Form der Einnahmequelle durchaus anspruchsvoll und nicht gerade risikoarm. Die Motivation war aber nicht das Geld – der Spaß-Faktor hat für mich klar dominiert und mir viele Learnings ermöglicht, die ich heute bei meiner alltäglichen Arbeit immer wieder anwenden kann.

Zahlen und Fakten zur Spitzenzeit von enjoy-it

  • Knapp 100.000 registrierte User
  • 850.000 Fotos
  • 470.000 Kommentare
  • hunderte Fotografen
  • Jede Menge Community-Partys 😉
  • Claim der Community: ONE LIFE. ENJOY-IT.

2 Jahre ENJOY-IT.at – TV Bericht

LT1 Fernsehen hat im Fernsehformat „Bilderstürmer“ über die 2 Jahresfeier berichtet (im Video: DJ Rene Rodrigezz):

Was waren meine Learnings?

Die Skalierbarkeit von einer Online-Plattform mit den dahinterliegenden Datenbanken waren besonders große Herausforderungen für mich, die ich erst durch die weitere Entwicklung von enjoy-it bewältigen konnte. Das Erschaffen von Systemen hängt besonders stark damit zusammen und ist in der Bedeutung von damals zu heute noch weiter gestiegen.

Daher mein Tipp: Auch wenn es zunächst nur ein Passion Project sein mag, konzentriere dich darauf, aus deiner Idee heraus ein System zu konstruieren, auf dem sich dein Business stützen kann. Damit legst du die richtigen Grundbausteine für ein lukratives Geschäftsmodell.

Das zweite Learning: Such dir Experten auf deinem Gebiet und stelle Fragen! Sich im stillen Kämmerlein zu verkriechen und dort an der Ausarbeitung einer Geschäftsidee zu werkeln, ist nicht unbedingt die erfolgsversprechendste Methode.

Es ist immer besser mit Leuten zu sprechen, die in deinem Bereich bereits Erfolge erzielt haben und/oder sich mit der Materie hervorragend auskennen. In meinem Fall waren es häufig meine Uni-Professoren, deren Nerven ich mit meinen praxisorientierten Fragen das ein oder andere Mal sicher strapaziert habe. 😉

Und Learning Nummer 3: Übe das Verhandeln! 2007 habe ich die Plattform an eine private Fernsehanstalt in Österreich verkauft. Finanziell betrachtet ein guter Deal, emotional war es dann aber noch schwerer als gedacht. Nicht nur dort, sondern auch bei den Beteiligungsverhandlungen mit Medienverlagen und Fernsehstationen für gemeinsame Kooperationen war ein gewisses Verhandlungsgeschick äußerst hilfreich.

Beim Verhandeln kann man jede Menge Fehler machen, wenn die Basics nicht bekannt sind. Um die persönliche Verhandlungsstrategie immer wieder zu verfeinern, braucht es aber die praktische Übung. Falls du dir praktisches Basiswissen über Verhandlungen aneignen möchtest, empfehle ich dir sehr das Buch „Deal!“ von Jack Nasher.

Kurzinterview zu enjoy-it.at

Ein interessierter Leser und Beobachter hat mich vor geraumer Zeit kontaktiert, um mehr über mein erstes großes Business-Projekt zu erfahren. Da einige coole Fragen dabei waren, möchte ich diese etwas aufbereitet mit dir teilen:

Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen ENJOY-IT.at zu gründen? Was war der Auslöser?
​Das hat sich sukzessive entwickelt. Begonnen habe ich mit einer Webseite über mich persönlich, dann zu einer Webseite zur Abi-Klasse (Exkursionen, Bilder, Stundenplan) ausgebaut und mit einem Eventkalender und Neuigkeiten aus der Region (Linz/Oberösterreich) sukzessive erweitert. Dann fand ich, dass die Webseite mehr Aufmerksamkeit verdient und habe wo ging dafür Werbung gemacht (Visitenkarten auf Uni verteilt, etc). Aber es war mir noch zu wenig. Dann habe ich von dem Konzept der Partyfotografie gehört und mir sofort erschlossen, dass dies ein großer Traffic Bringer ist. Deswegen habe ich dann den ersten Partyfotograf gesucht und los gings.
War ENJOY-IT zuerst ein Soloprojekt und wie lief der Aufbau des Teams ab (wie groß war es am Ende)?
Als ich den ersten Fotografen hatte ging es los – Traffic explotierte, ich fand einen Fotografen nach dem anderen. Ich hatte einen Nerv getroffen. Schnell brauchte ich einen Fotografenleiter, den fand ich unter den Fotografen. Ein user meldete sich ein User, dass er beim Design (bis dahin alles selbst gemacht) helfen könnte. Dann suchte ich mir einen Studentenkollegen, welcher mir beim Programmieren hielf. Am Ende hatten wir 3 feste Programmierer, einen Fotografenleiter, Designer und mich. Plus rund 45 Fotografen. Zwischenzeitlich hatte ich mit LT1 Privatfernseh Gmbh einen kapitalstarken, Reichweiten starken (TV) und Contentstarken (Video, Events)
Wie hast du die Herausforderungen der Skalierung und der Datenbanken gemeistert?
Als ich auf der Uni war hab ich meinen Professor wirklich abgenervt- ständig was gefragt während den Vorlesungen und nach der Vorlesung ihn aufgelauert. Aber auch recherchiert- das war damals noch nicht so leicht. Es gab keine Clouds oder andere Infrastsrukturen.
Welche Schritte hast du unternommen, um die Plattform zu monetarisieren? Also wie war das Verhältnis von Kooperationen und Online-Werbung?
Erstmal war alles nicht so sehr kapitalintensiv, aber als Teenager sind auch kleine Summen relevant. Also hab ich begonnen AdWords einzubauen, waren eher kleine Beträge, aber ein Grundeinkomen. Einmal haben sie – mir bis heute unerklärlich – mir ein Monatsumsatz gecancelt. Dann nur eine Standardantwort in Richtung Fraud erhalten… Das hat mich sehr genervt. 
Also bin ich auf Diskotheken, Veranstalter und lokale Partner zu gegangen. Das hat sich zunehmend bezahlt gemacht. Die haben dann auf der Platform geworben. 
Andererseits habe ich ein Eventkonzept „Communityparty“ kreiert und dann an Diskotheken und Veranstalter verkauft. In Summe bin ich nicht reich geworden, aber so konnte ich ständig die Plattform weiterentwickeln.
Wenn du mit dem Wissen von heute 2002 die Plattform nochmal gründen würdest – was würdest du anders machen?
Ich dachte, dass für den Rollout die Fotografie notwendig ist. Deswegen fokussierte ich mich auf „noch mehr Fotografen zu erhalten“. Aber eigentlich waren es die Features (Messanger, Userprofile, Kommentare unter Bilder, etc) die die User eignetlich wollten. Somit kamen dann die generischen Plattformen, wie studiVZ oder Facebook und sind groß geworden. Rückblickend hätte ich mit der Plattform da mithalten können (Facebook wurde erst 2004 gegründet)… ;o)

PAYBACK – die Killerplattform für CRM?

Als Marketing-Verantwortlicher stellt sich heute mehr denn je die Frage, wie die Kundenbindung und -gewinnung sowohl stationär als auch natürlich online verbessert werden kann. Ein prominentes Mittel dafür sind sogenannte Loyalty-Programme wie beispielsweise PAYBACK. Welche Marktstellung PAYBACK besitzt und ob es für dich interessant sein könnte, Unternehmenspartner zu werden, das zeige ich dir in diesem Artikel.

Was ist PAYBACK eigentlich genau?

Klären wir also zunächst mal die Keyfacts: PAYBACK ist eine Tochtergesellschaft der Loyalty Partner GmbH, die wiederum Teil der American Express Gruppe ist. In Deutschland gibt es das Unternehmen seit dem Jahr 2000, seitdem kamen die Länder Polen, Indien, Mexiko, Italien und Österreich dazu.

Das Geschäftsmodell gestaltet sich folgendermaßen: Über eine PAYBACK-Karte oder die entsprechende App können Kunden im stationären Handel oder online bei den Partnerunternehmen Punkte beim Einkauf sammeln. Im Schnitt werden bei einem Umsatz von 1.000 Euro PAYBACK-Punkte im Wert von 10 Euro ausgeschüttet. Diese können wiederum in Wertgutscheine oder Prämien eingetauscht werden. Unternehmen können zusätzlich auch Rabattcoupons herausgeben und so die Kauffrequenz und Kundenzufriedenheit erhöhen. Die Bezahlung der Punkte erfolgt von Seiten der Unternehmen. PAYBACK liefert im Grunde genommen die Omnichannel-Marketingplattform, um die Kunden überhaupt auf die Angebote der Partner zu locken und verbessert diese kontinuierlich.

Und die Zahlen sprechen für sich…

  • Alleine in Deutschland kommt PAYBACK auf aktuell 30 Millionen Kartennutzer, die dazugehörige App kann sechs Millionen Nutzer vorweisen.
  • Jeden Tag wird die PAYBACK-Karte rund vier Millionen Mal an deutschen Kassen vorgezeigt.
  • Die mehr als 650 Partner haben zusammen über die Karte einen Jahresumsatz von 29,8 Milliarden verzeichnet (2017)
  • 2017 wurden Punkte im Wert von 381 Millionen Euro gesammelt – der Clou: 95% der Punkte werden auch wieder eingelöst!

Das sind äußerst beeindruckende Zahlen wie ich finde. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür ist auch die Bekanntheit: 8 von 10 Deutschen haben in einer Umfrage angegeben, dass PAYBACK ihnen zumindest ein Begriff ist.

Was springt für Unternehmen dabei heraus?

a) Mehr Umsatz.

Ganz entscheidender Punkt. PAYBACK versteht sich als Multikanal Marketingplattform, die einen zusätzlichen Vertriebsweg zu anderen Vermarktungsstrategien darstellt. Ein Kunde, der durch einen Einkauf bei deinem Unternehmen Punkte für attraktive Prämien und am Besten noch einen Rabattcoupon für den nächsten Einkauf obendrauf bekommt – für wie wahrscheinlich schätzt du es, dass der Kunde beim nächsten Mal wieder auf dich zurückkommt?

In Best Practice Cases haben Unternehmen PAYBACK Coupons in ihre Werbemittel integriert. Die Kunden, die dann diese PAYBACK-Coupons eingelöst haben, haben im Schnitt mehr als dreimal so viel Umsatz beschert. Bei so einer Steigerung kann man schon mal hellhörig werden…

b) Weniger Streuverlust.

Wie umfangreich betreibst du bzw. dein Unternehmen noch Werbemaßnahmen in Print, Radio oder TV? Ich hoffe es ist minimal. Denn wenn du nicht gerade bei einem Top-Konzern beschäftigt bist, ist der hier produzierte Streuverlust schmerzhaft teuer.

PAYBACK bietet seinen Unternehmenspartnern die Möglichkeit, langfristige oder phasenweise Werbeaktionen zu gestalten. Wenn du zum Beispiel für das Firmenjubiläum Rabattcoupons über PAYBACK verteilst, lässt sich aufgrund der Einsatzmessung von App und Karte beobachten, ob diese Aktion von den Kunden wahrgenommen und auch genutzt wird.

Im Vergleich zur ebenfalls messbaren Online-Werbung können die PAYBACK-Aktionen sehr passgenau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden. Wenn man als Unternehmen diese Bedürfnisse kennt und geschickt verpackt, steht die nächste Erfolgskampagne quasi schon vor der Tür. 😉

c) Customer Relationship Management (CRM) auf neuem Level.

Kundenbindung ist und bleibt eine Mammut-Aufgabe für jeden Marketing-Manager. Die Verknüpfung von Online- und Offline-Welt (oder auch Interconnected Retail) ist dafür ein zentraler Aspekt, den PAYBACK in seiner Geschäftsstrategie erfolgreich umsetzt.

Durch die Punkte, die wir über alle Kanäle erhalten können, wird unser Sammeltrieb geweckt und die Coupons geben zusätzlich das gute Gefühl, ein kleines Schnäppchen gemacht zu haben. Dieser Loyalty-Effekt sollte keinesfalls unterschätzt werden: Denn er incentiviert den Kunden , sein Bestellvolumen beim nächsten Einkauf zu vergrößern oder sein Bestellverhalten an die Geschäfte mit PAYBACK Unterstützung auszurichten, um noch stärker vom Punktesystem zu profitieren.

Wann kann sich eine PAYBACK-Partnerschaft lohnen?

Schaut man sich einmal die bekanntesten PAYBACK-Partner an, dann sind es hauptsächlich die sonst auch großen Namen in der Wirtschaft: REWE, dm, Real, Aral, Expedia, Thalia und viele mehr. Bei der Recherche weiterer Partner wirst du schnell feststellen: PAYBACK ist auf B2C ausgerichtet und in erster Linie für die Handelsbranche ein Thema.

Seine volle Wirkung entfaltet PAYBACK für die Unternehmen, die sowohl im stationären als auch im Online-Handel unterwegs sind. Zum einen ist hier eine nahtlose Verknüpfung der Kanäle möglich, die besonders förderlich für die Kundentreue sind. Zum anderen greift im stationären Handel die Mobile-Payment-Lösung PAYBACK PAY als Marktführer in diesem Segment. Dabei kann ganz bequem bei teilnehmenden Händlern über die App bezahlt, Coupons eingesetzt und gleichzeitig Punkte gesammelt werden.

Außerdem sind Unternehmensgröße und durchschnittliche Kauffrequenz Faktoren, die du nicht unterschätzen solltest: PAYBACK lohnt sich aus Kundensicht zum Beispiel eher weniger, wenn man nur gelegentlich bei den Partnerunternehmen einkauft. Das liegt mitunter an der relativ geringen Rabattquote von 1-2 Prozent (bei Aktionen können es auch mal 10% sein). Kauft jemand nur relativ selten ein, kommen auch nicht viele PAYBACK Punkte zustande, die erst ab einer bestimmten Anzahl eingetauscht werden können. Dauert das zu lange, wäre der Mehrwert für beide Seiten in diesem Fall überschaubar.

Zusammengefasst: Bringt dir PAYBACK den Erfolg?

PAYBACK ist zweifelsohne der Platzhirsch unter den Bonusprogrammen. Das Unternehmen versteht es, die verschiedenen Marketing-Kanäle zu kombinieren und den Partnern passgenaue Angebote für deren Kunden bereitzustellen. Ist PAYBACK also für jeden Business Owner und Marketing-Verantwortlichen grundsätzlich zu empfehlen?

Die juristische Standard-Antwort: Es kommt drauf an.

  • Dein Unternehmen ist primär im B2C Handel / E-Commerce tätig,
  • sollte im Idealfall stationär und online unterwegs sein,
  • sollte bereits ein gewisses Umsatzlevel aufweisen und
  • regelmäßige Kauf- und Kundenfrequenz haben.

Mit diesen Kriterien sind schon mal sehr wichtige Eckpfeiler für einen erfolgreichen Einsatz von PAYBACK gelegt. Damit will ich jedoch nicht ausschließen, dass PAYBACK auch in anderer Form funktionieren kann. Es wird dann nur schwieriger sein, den Mehrwert der Plattform in vollem Umfang zu nutzen.

Denn der Mehrwert ist zweifelsohne vorhanden: Hohes Umsatzpotenzial, performanceorientiertes Kostenmodell und ein Vertriebsnetzwerk, mit dem beim CRM nochmal eine Schippe draufgelegt wird. Zusätzlich haben die Unternehmen die Chance, über PAYBACK PAY am starken Wachstum im Mobile Payment Bereich zu partizipieren.

Meine Link-Tipps:

Payback Pay knackt die Nuss: Der Mobile-Payment-Durchbruch kommt (t3n.de)

Mobile Couponing aktueller denn je (Locationinsider.de)

Meine Video-Tipps:

PAYBACK auf der dmexco 2018

Galileo-Beitrag zu PAYBACK

Bildquellen: pexels.com

Warum Interconnected Retail für stationären Handel unverzichtbar wird

Beim Lesen mancher Artikel in Fachzeitschriften bekommt man als Händler oftmals den Eindruck, dass sich in Zukunft alles um die Customer Journey im Online-Bereich drehen wird – aber ist das wirklich so?

Wer auf Interconnected Retail setzt, für den lautet die Antwort ganz klar „Nein!“; denn dieser Trend hat das Potenzial, das nächste ganz große Zugpferd für den stationären Handel zu werden.

Warum das so ist, das möchte ich dir anhand verschiedener Beispiele und Use Cases demonstrieren.

Interconnected Retail: Was ist das überhaupt?

Bevor wir in das Thema tiefer einsteigen, erst einmal das notwendige Grundlagenwissen. Interconnected Retail (oder auch Connected Retail) bezeichnet die Verzahnung aller Vertriebskanäle aus der Omnichannel-Strategie.

Bedeutet im Klartext: Es wird nicht mehr strikt in Kanälen gedacht, sondern die digitalen und analogen Vertriebswege werden auf geschickte Art und Weise miteinander kombiniert.

Für Händler heißt das beispielsweise, dass die Customer Journey nun nicht mehr beim Betreten des physischen Geschäftes endet, sondern dort um die digitalen Benefits erweitert wird. Resultat – der Kunde erhält ein umfangreiches und konsequentes Kauferlebnis und wird im stationären Betrieb nicht mehr so alleingelassen wie das bisher vielleicht der Fall war.

Wer kann Interconnected Retail nutzen?

Natürlich ist diese Strategie in erster Linie für die Unternehmen interessant, die über ein ausgeprägtes Netz an physischen Filialen beziehungsweise Niederlassungen verfügen.

Gerade das Handelsgewerbe ist beim Thema Interconnected Retail bereits hellhörig geworden und beobachtet die Entwicklungen hier sehr genau. Teilweise wurde der Bereich auch schon praktisch angegangen und umgesetzt, wie wir später an den Use Cases sehen werden.

Beispiele für Branchen sind unter anderem die Supermärkte und Discounter, Baumärkte, Elektronikfachhandel, Möbelhäuser und viele weitere Geschäfte aus dem Fachhandel.

Zum physischen Filialnetz gehört aber auch ein leistungsfähiger E-Commerce Auftritt, der eine sinnvolle Verknüpfung zwischen Internet und Ladengeschäft erst möglich macht. Mobillösungen sollten im Idealfall ebenso bereits vorhanden sein, da dies in vielen Märkten die Hürden niedriger legt.

Chancen und Risiken im Interconnected Retail

Die Omnichannel-Strategie ist bei den meisten Unternehmen nun allmählich durchgedrungen, auch wenn an manchen Stellen die Umsetzung noch ein wenig hakt. Interconnected Retail ist noch nicht allzu lange reell greifbar, da es in vielen Bereichen auch mit dem Grad der technischen Entwicklung einhergeht.

Die Chancen liegen auf der Hand

Auch wenn das Thema noch nicht alle Chefetagen erreicht hat, so ist es umso wichtiger, dass das zeitnah geschieht. Denn die Nutzungs-möglichkeiten sind je nach Branche zwar unterschiedlich, aber enorm vielfältig und mehrwertstiftend – für Händler und Kunden gleichermaßen.

  • Was die Filter-Einstellungen im Online-Shop sind, können im Laden die Verkaufsflächen sein. Die führen mithilfe von Sensorik, Licht oder Bewegung den Kunden zu einer zugeschnittenen Auswahl an Produkten, die für ihn in Frage kommen.
  • Die meisten Händler tracken ihre Online-Präsenz mit Analyse-Tools. Im physikalischen Geschäftsraum ist davon hingegen wenig zu sehen. Sensorik kann dabei helfen zu erkennen, vor welchen Produkten die Kunden lange stehenbleiben und welche Gänge bevorzugt durchquert werden. Keine ganz unnützliche Information für das Marketing-Team.
  • Ein Kunde auf Produktsuche kann eine kurzen Fragebogen auf seinem Smartphone durchführen und wird daraufhin direkt zu den für ihn passenden Produkten im Markt gelotst. Die darauffolgende Produktwahl des Kunden ermöglicht dann wiederum Analyse-Ansätze, die die Darstellung und Platzierung auf Seiten des Händlers optimieren kann.

Das waren jetzt nur drei ausformulierte Benefits, die Interconnected Retail mit sich bringt. In den Use Cases sehen wir noch ein paar weitere Beispiele, wie solche Lösungen aussehen können.

Aber selbst darüber hinaus wird es noch jede Menge weiterer Optionen geben, die man sich jetzt womöglich noch gar nicht vorstellen kann.

Risiken – hier sollten Händler aufpassen

Das Feld der Chancen von Connected Retail ist groß und zukunftsweisend. Umso wichtiger ist es, auch die Risiken immer im Blickfeld zu haben.

  • Online-Shops sind in weiten Teilen von ihrer Software abhängig. Im Interconnected Retail braucht es aber auch Hardware – und die ist meistens nicht ganz billig. Wer hier mitspielen möchte, muss zwingend ein finanzielles Risiko in Kauf nehmen und ein stattliches Investitionsvolumen bereitstellen, um die Technologie sinnvoll flächendeckend zu testen und einsatzbereit zu machen.
  • Hinzu kommt, dass im Bereich Internet of Things, wozu intelligente Regale oder Sensorik in Verkaufsräumen dazugehört, viele Entwicklungen noch am Anfang stehen. Daher sind viele Möglichkeiten zwar denkbar, technisch jedoch (noch) nicht umsetzbar oder nur unter erheblichem Aufwand. Ein operatives Risiko, das viele Händler aktuell nicht tragen möchten.
  • Geht es um den Datenschutz, ist man in Deutschland gerne etwas skeptischer. Rechtssichere Einwilligungen zur Datenanalyse der Kunden bilden hier die Arbeitsgrundlage. Nutzer müssen jederzeit bestimmen können, welche Daten erhoben werden dürfen und welche wieder gelöscht werden sollen. Nur so lässt sich Interconnected Retail von der Theorie in die Praxis transformieren.

Händler sind also angewiesen, für einen transparenten Datenschutz zu sorgen und gleichzeitig den Einsatz funktionsfähiger und betriebswirtschaftlich sinnvoller Technologie in die Wege zu leiten.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine solche Verknüpfung von E-Commerce und stationärem Handel nicht vollkommen reibungslos verlaufen wird. Technische und finanzielle Hürden machen den Weg zwar nicht unpassierbar, können sich aber unter Umständen zu Hürden entwickeln, die sich nur mühselig beseitigen lassen.

Ich habe hier mal eine Auswahl an Use Cases zusammengestellt, wie Interconnected Retail bereits genutzt wird beziehungsweise wie es sich in Zukunft entwickeln kann.


Use Case Nr. 1: Der vernetzte Baumarkt – Hornbach

Dass Hornbach in Sachen Marketing einige Sachen richtig macht, habe ich in einem anderen Beitrag auf diesem Blog bereits berichtet. Daher wundert es kaum, dass man bei der Baumarkt-Kette die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich auf das neue Retail-Konzept konzentrieren möchte.

  • Der Online-Shop von Hornbach bietet die ganze Produktpalette mit den passenden Filtern und Ratgebern an. Wer die Ware online bestellt, kann sie sich ganz einfach in der nächsten Filiale abholen und gegebenenfalls auch erst dort bezahlen.
  • Services wie zum Beispiel individuelle Farbmischungen oder Zuschnitte können online beauftragt und im Markt abgeholt werden. Mit der Hornbach-App lässt sich noch dazu der Fortschritt von Aufträgen oder Bestellungen tracken, wie man es sonst von den Paketdiensten kennt.
  • Hier läuft die Verbindung von Markt und Online auch andersrum: Mit einem Kundenkonto auf der Webseite können Kunden ihre Einkäufe registrieren und erhalten bis zu 30 Tage nach Kauf Rückerstattungen, wenn der Preis in dieser Zeit günstiger geworden ist.
  • Um sich auf allen Kanälen preispolitisch identisch verhalten zu können, verzichtet Hornbach auf das online gern verwendete Dynamic Pricing, das Nutzern je nach Zeit und Präferenz veränderte Preise anbietet.

Die Filialen genießen ein hohes Vertrauen bei Hornbach und sind trotz Online-Hype von Amazon & Co. ein entscheidender Bestandteil für die eigene Unternehmensstrategie. Sogar weitere Eröffnungen in der vermeintlich gesättigten Baumarkt-Branche sind angekündigt.


Use Case Nr. 2: Mobiles Bezahlen im Supermarkt – REWE

Die Deutschen lieben ja bekanntlich ihr Bargeld. Trotzdem gewinnt das mobile Bezahlen (wenn auch langsam) immer mehr an Zuspruch. Für Interconnected Retail ist es dabei von Vorteil, die Kunden mit eigenen Bezahlsystemen an sich zu binden und sich nicht in die Abhängigkeit von den Tech-Giganten Google und Apple zu begeben.

Hierzu hat die Supermarktkette REWE sich mit Edeka zusammen-geschlossen, um unter dem Projektnamen „Hippos“ eine Instant-Payment-Lösung  an den Start zu bringen. Technisch soll die Lösung sowohl mit QR-Code als auch mit NFC funktionieren. Der Launch ist für 2019 geplant, andere Lebensmittel-Riesen sind ebenfalls interessiert.

Auch die Kombination aus analogem und mobilem Bezahlen hat sich REWE in das Payment-Portfolio gepackt und unternimmt somit weitere Schritte hin zu noch mehr Kundenbindung. Seit Sommer 2017 ist es Kunden von REWE und noch einigen anderen Händlern möglich, mit Payback sowohl klassisch mit der Karte als auch mobil per App Punkte zu sammeln. REWE bietet hier ebenfalls die Varianten QR-Code oder NFC an.


Use Case Nr. 3: Blick über den Teich – Walmart

Der Allrounder-Supermarkt aus den Staaten Walmart hat seine mobile App einmal grundlegend erneuert und daraus ein beispielloses Instrument für Interconnected Retail geschaffen.

  • Betritt man einen Walmart in seiner Nähe, verwandelt sich die App in einen „Store Assistant“, der dann unter anderem Services wie Barcode-Scanner, Kundenbewertungen, Suchleiste oder das Bezahlverfahren Walmart Pay beinhaltet.
  • Des Weiteren ist in der App eine Einkaufsliste integriert, die gleichzeitig in der Lage ist, den Ort des gewünschten Produkts anzuzeigen und man sich somit seine Route durch das Geschäft planen kann. Gerade bei Handels-ketten mit großen Verkaufsflächen stellt das für viele der Kunden eine Erleichterung dar.

Das Beispiel von Walmart zeigt, wie effektiv der Mobile-First-Ansatz mit der Customer Journey im stationären Geschäft ineinandergreifen kann. Ein Smartphone, das als Unterstützer im Fachhandel kaum Wünsche offen lässt, kann das Kauferlebnis zweifellos eindrucksvoller machen und mit Mehrwert füllen.


Interconnected Retail: Lieber nicht den Zug verpassen

Auch wenn der Online-Handel seine dominante Rolle immer stärker ausprägt, manche Dinge erledigen sich mit physischer Anwesenheit immer noch am besten.

Interconnected Retail kann hier primär die großen Handelsketten unterstützen, am digitalen Zahn der Zeit zu bleiben. Aber auch der Einzelhandel in den kleineren Dimensionen wird sich nach und nach mit dem Thema beschäftigen müssen, um in puncto Kauferlebnis nicht noch tiefer ins Hintertreffen zu gelangen.

Im Jahr 2018 sehen wir bereits die ersten Fortschritte, die verschiedenen Kanäle miteinander zu vernetzen und Synergieeffekte zu generieren. Omnikanal ist noch nicht so stark verbreitet wie es sein könnte und so wird es auch noch seine Zeit brauchen, bis die aktuellen Prototypen und Projekte des Interconnected Retail ihren großen Durchbruch feiern können.

Für den Handel sollten die Chancen dieser Strategie auf jeden Fall ein Anlass sein, sich näher damit zu beschäftigen und die eigenen Möglichkeiten und Potenziale festzustellen.

Mit komfortablen Datenschutzeinstellungen für Kunden sowie ein bisschen Geduld und Kapital für die kommenden Technologien kann die Customer Journey in den 2020ern ein bedeutsames Update feiern.

Meine Buchtipps zum Thema

Meine Linktipps zum Thema

Der Kampf der Plattformen um die Retail-Vorherrschaft (excitingcommerce.de)

Walmart’s Store Assistant brings in-store value to mobile app (Retaildive)

Das neue Bezahlsystem von Edeka und Rewe (Business Insider)

Die Interconnected Retail Strategie von Hornbach und warum Amazon nicht so stark ist, wie man glaubt (Business Insider)

Meine Videotipps zum Thema

Vorstellung des Wal Mart „Store Assistant“

Ein kleiner Aufwecker für alle, die noch nicht mit Omnichannel angefangen haben:

Bilder: pexels.com

 

Ist der Hype um Amazon überhaupt noch berechtigt?

Wir alle kennen Amazon und mit recht hoher Wahrscheinlichkeit hast du dort auch schon mal etwas bestellt. Der eCommerce Riese hat sich mit rasanter Geschwindigkeit ein Imperium aufgebaut, das bereits weit über den Kosmos des Handelsplatzes hinausgeht und sich vermutlich noch weiter ausdehnen wird.

In der Wirtschaftspresse wird Amazon für seine unternehmerische Stärke gerne in den höchsten Tönen gelobt. Aber auch der Global Player hat einige Baustellen und Schwächen, die man in den Medien eher seltener zu hören bekommt. Auf diese möchte ich in diesem Artikel eingehen und die Frage klären, ob der Hype um Amazon denn noch gerechtfertigt ist.

Vorab: Wo Amazon weiterhin wachsen dürfte

Bevor ich auf die aktuellen Schwachstellen von Amazon zu sprechen komme, darf ich der Fairness halber natürlich nicht die Erfolge und Potenziale des US-Konzerns unterschlagen.

Ein Fakt hat mich dabei besonders überrascht: Wenn es um die Produkt-Suche geht, wurde Google mittlerweile von Amazon überholt. Die Ergebnisse einer Studie von Jumpshot haben gezeigt, dass 54% aller Produkt-Suchen bei Amazon starten und rund 46% bei Google. 2015 war dieses Verhältnis noch umgekehrt.

In der Logistik wurde Amazon leichtfertig überschätzt

Einen ganz besonderen Fokus legt Amazon derzeit auf das Logistikgeschäft. Denn der Versand von Amazon-Paketen ein Eigenregie hat durchaus Vorteile für den Handelsgiganten:

In Hamburg ist der eigene Zustelldienst „Amazon Logistics“ zum Beispiel bereits im Einsatz. Da Amazon ja ganz genau weiß, welche Produkte in den Paketen sind, kann das Zeitmanagement der Zustellung deutlich erleichtert werden. Wenn das Produkt nicht von großem Wert ist, wird ein Übergabenachweis ganz gerne mal vernachlässigt. Geht es verloren, sendet Amazon einfach ein neues Paket. Eine Vorgehen, das bei anderen Paketdienstleistern so nicht möglich ist, die Nachlässigkeiten bei der Zustellung aber trotzdem vermehrt auftreten.

Gerade bei den Transportdienstleistern war man besonders skeptisch, was eine eigene Lieferflotte von Amazon betraf und stempelte diese als äußerst unwahrscheinlich ab. Mit dem Kauf von 20.000 Mercedes Sprintern hat sich der Konzern kurzerhand zum weltweit größten Sprinter-Kunden für Daimler entwickelt. 2020 soll Amazon mit seinen regionalen Transportgesellschaften auch deutschlandweit in der Breite vertreten sein. Und das Wachstum von Prime Air ist seit 2015 ebenfalls positiv und bringt andere Fracht-Airlines zunehmend in Bedrängnis.

Nun komme ich aber zu den weniger erfreulichen Umständen, die Amazon derzeit beschäftigen…

Drei Bereiche, in denen Amazon aktuell schwächelt

Bereich Nr. 1: Ein schwaches Wachstum

Der dritte Quartalsbericht 2018 hatte die Anleger trotz vermeintlich guter Zahlen enttäuscht: Obwohl sich der Konzern in der Breite sehr gut aufstellt, wird das immer langsamer werdende Umsatzwachstum kritisch betrachtet. Vor allem deshalb, weil Amazon in den letzten Jahre eine umfangreiche Expansionsstrategie fährt, die eigentlich hohe Wachstumsraten beim Umsatz erzeugen müssten.

Während Amazon beim Umsatzwachstum also mit einem Durchhänger zu kämpfen hat, bleibt die amerikanische Konkurrenz mit dem Fuß auf dem Gas: Laut Jumpshot verzeichnete die Supermarkt-Großmacht Walmart im Jahresvergleich mehr als dreimal so hohe Wachstumsraten als Amazon über verschiedene Kategorien hinweg.

Bereich Nr. 2: Das Problem mit der Marktmacht

Man könnte meinen, Amazon ist einer Haupttreiber für den langsamen Tod des Einzelhandels, der sich gegen die Übermacht aus den USA kaum wehren kann. Für einige Branchen ist das sogar durchaus der Fall: In mindestens sechs Kategorien nimmt Amazon jeweils mehr als 80% Marktanteil ein. Kaum verwunderlich, dass die Monopol-Vorwürfe immer lauter werden und zum Teil sogar schon die Zerschlagung des Unternehmens gefordert wird.

Das Interessante ist:

Im Bereich Möbel oder Frauenbekleidung liegt der Marktanteil von Amazon gerade mal unter 50%.

Tendenz fallend.

Während in der Möbel-Branche IKEA hervorragende Marktanteilssteigerungen von über 50% allein im Jahresvergleich zwischen 2017 und 2018 einfährt, fällt Amazon im gleichen Zug um knapp 11%. Noch drastischer fällt der Verfall des Marktanteils im Bereich der Frauenklamotten aus: Dort sinkt der Marktanteil von Amazon um 30% innerhalb eines Jahres, während der von H&M um 77% steigt.

Bereich Nr. 3: Schwierigkeiten im Lebensmittelgeschäft

Momentan fährt Amazon im Food-Bereich noch zweitgleisig: Da gibt es zum einen AmazonFresh, das seit 2017 in ausgewählten Städten in Deutschland verfügbar ist und taggleiche Lieferungen frischer Lebensmittel ermöglicht. Je nach Schnelligkeit und Mindestbestellwert kommen zu den 9,99 Euro, die für Prime-Mitglieder monatlich anfallen, gegebenenfalls weitere Zusatzkosten hinzu.

Der Dienst PrimeNow hat außer den Liefergebühren für bestimmte Zeitfenster oder geringwertige Lieferungen keine zusätzlichen Gebühren. Hier können neben Lebensmitteln aber auch andere Artikel in ausgewählten Regionen taggleich zugestellt werden.

Für den Kunden bedeutet das zwei verschiedene Konstrukte, die bis auf kleinere Abweichungen im Grunde dieselbe Dienstleistung anbieten. Eine Fusion der beiden Dienste ist daher auf absehbare Sicht kein unwahrscheinliches Szenario.

Ebenfalls Probleme gibt es bei dem Modell der eigenen Supermärkte unter der Flagge Amazon Go. Was bei der Eröffnung in Seattle noch für großen Medienrummel gesorgt hat, ist im Ausland zum Teil bereits gängige Praxis oder auf dem Vormarsch.

In China unterhält der Großkonzern Alibaba „Hema“ Supermärkte, in denen Kunden ihre Waren ohne Mitarbeiterkontakt ganz bequem einscannen und bezahlen können. Bei der niederländischen Supermarkt-Kette Albert Heijn halten die Kunden ihre Kundenkarte einfach an das Preisschild und der Preis für die Ware wird entsprechend gescannt und abgebucht.

Mein Fazit: Eine Euphoriebremse ist angebracht

Es ist unbestritten, dass Amazon auch in den nächsten Jahren ein großer Machtblock im E-Commerce bleibt. Das Unternehmen hat sich in vielen Bereichen Vormachtstellungen erkämpft und wird in Zukunft noch weitere Gebiete erschließen, die das Leben der Kunden immer weiter beeinflusst.

Du siehst an meinen Beispielen aber auch, dass längst nicht alles glatt läuft beim Konzern aus Seattle. Vor allem am Umsatzwachstum und den Marktanteilen einiger Branchen hat man gesehen, dass die Konkurrenz keinesfalls schläft oder paralysiert ist. Amazon kann trotz vermeintlicher Monopolstellung diverse Einbußen gegenüber denjenigen Portalen nicht verhindern, die in ihrem Spezialgebiet eine umfangreiche Experten-Positionierung etabliert haben.

Auch der Einstieg in neue Märkte läuft nicht immer im Handumdrehen – der Lebensmittelbereich ist ein schwieriges Pflaster und es wird wahrscheinlich noch etwas Zeit ins Land gehen müssen, bis eine breite Etablierung bei den Kunden möglich wird.

Bis dahin sollte die Devise lauten, dem Hype um Amazon nicht blind zu folgen. Ein kritischer Blick hinter die Kulissen hat noch keinem Journalisten oder Investor geschadet 😉

Was ist deine Meinung zu dem Thema?

Siehst du den Amazon-Hype für gerechtfertigt oder wo siehst du weitere Schwächen des Mega-Konzerns? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

Meine Buchtipps:

The Four: Die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google

Amazon Marketplace: Das Handbuch für Hersteller und Händler

Meine Linktipps:

Amazons heimlicher Aufstieg zum Airline-Riesen (WirtschaftsWoche)

The Competitive State of eCommerce Marketplaces (Jumpshot Studie)

Meine Videotipps:

Amazon Deutschland wird 20 Jahre alt: Gründungsmitarbeiter berichten von den Anfängen

Jeff Bezos Doku von Aktien mit Kopf

Bilder / Grafiken: pexels.com pixabay.com jumpshot.com

5 knallharte Gründe, warum Gründer immer wieder scheitern

Nenne mir mal spontan ein Startup, das mit seiner Geschäftsidee gescheitert ist und nicht mehr am Markt existiert. Gar nicht so einfache Frage, oder? Viel eher bleiben uns die jungen Unternehmen im Kopf, deren Businessmodell durch die Decke geht und hohe mediale Präsenz genießen dürfen.

Bevor sich ein Gründer im Wettbewerb erfolgreich behaupten und etablieren kann, sind geschätzt ein Dutzend mit ihrer Idee gescheitert. Im Grunde genommen ein trauriges Verhältnis, das sich jedoch oft auf die immer gleichen Gründe zurückführen lässt. In diesem Artikel möchte ich dir einmal fünf dieser eklatanten Fehler aufzeigen.

Fehler Nr. 1: Kein vorhandener Markt

Beginnen wir gleich mal mit dem am häufigsten Fehler, der laut einer Datenbank von CB Insights von frisch gegründeten Unternehmen begangen wird. Du bist Gründer und hast eine (aus deiner Sicht) bahnbrechende und coole Idee, die im besten Fall die ganze Welt revolutionieren kann.

Viele Gründer nehmen sich aber nicht ausreichend Zeit dafür, ihre Zielgruppe genau zu analysieren. Und selbst wenn du deine Zielgruppe soziodemographisch genau ermittelt hast, scheitern im Anschluss viele Unternehmen an der Markt-Frage.

Eine der wichtigsten Fragen für jeden Gründer muss sein: „Welches Problem löse ich für meine Zielgruppe?“ – wenn du hierauf keine klare Antwort findest oder das Problem für deine Zielgruppe keinen besonderen Pain Point darstellt, dann wird der Erfolg mit hoher Wahrscheinlichkeit ausbleiben.

Schnelles Starten ist zwar notwendig, um sich nicht zu lange an der grauen Theorie festzuhalten, gar keine Frage. Gescheiterte Startups beziehungsweise Gründer sind deutlich besser beraten, zum Beispiel durch Mentoren-Coaching in der Frühphase rechtzeitig Probleme bei der Definition von Problemlösung, Markt und Zielgruppe festzustellen.

Fehler Nr. 2: Wenn das Geld ausgeht…

So ein Aufbau eines Unternehmens erfordert je nach Geschäftsidee ein recht stattliches Startkapital und idealerweise einen starken Management-Partner, um überhaupt die Entwicklung und das nachfolgende Wachstum des Business zu gewährleisten. Besonders vielversprechende Startups werden in diesem Zusammenhang regelmäßig über verschiedene Wege (beispielsweise Venture Capital) mit Millionenbeträgen von Investoren beglückt.

Trotz Vorschusslorbeeren scheitern Gründer besonders häufig aufgrund schlechter Finanzplanung. Das Haushalten mit Budgets, ein finanziell angemessener Einsatz von Ressourcen oder schlicht der Überblick über die Liquiditätsplanung: Vieles wird in diesem Bereich eher vernachlässigt, da Gründer sich in die Produktentwicklung vertiefen und den Blick auf die Finanzen aus den Augen verlieren.

Oftmals ist der mangelhafte Umgang mit dem Thema Finanzen darauf zurückzuführen, dass die Kompetenzen des Gründerteams eher einseitig verteilt sind. Wenn die Gründer beispielsweise nur auf dem technischen Bereich entstammen, fehlt in der Regel der Mann (oder die Frau) für die finanziellen und betriebswirtschaftlichen Bereiche.

Gründerfehler Finanzen

Fehler Nr. 3: Kommunikation mit dem Team

Eine ebenfalls häufige Ursache für das Aus junger Unternehmen sind gravierende Probleme und Uneinigkeiten innerhalb des Gründerteams. Aus meinen eigenen Engagements habe ich unter anderem gelernt, dass die Konstellation des Teams und eine gemeinsame Vorstellung über die Entwicklung des Unternehmens von entscheidender Bedeutung sind.

Genau das macht die Zusammenstellung eines Gründerteams auch so schwierig. Jeder Gründer sollte vor allem in der Aufbauphase des Unternehmens die gleichen Vorstellungen verfolgen, sodass das gemeinsame Ziel am Ende auch erreicht werden kann. „Gemeinsam an einem Strang ziehen“ ist hier das Stichwort.

Ein Beispiel: Dein Gründerteam steht und die Arbeit kann eigentlich losgehen. Leider entpuppen sich deine Partner für Finanzen und Vertrieb im weiteren Verlauf als ziemliche Querdenker. In den Meetings für die weitere Wachstumsstrategie stellen sich die beiden Partner gegen die Meinung des restlichen Gründerteams.

Es entsteht eine Blockade und auch menschlich beginnt es unter den Gründern zu kriseln. Konfliktlösungsansätze verlaufen im Sand, das Team wird zunehmend unzufriedener und eigentlich möchte man so nicht mehr miteinander zusammenarbeiten oder beginnt, unterschiedliche Ziele mit dem Unternehmen zu forcieren.

Du kannst dir sicher denken, wie in solchen Situationen der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens in Zukunft aussehen wird…

Fehler Nr. 4: Fehlender USP bei zu starkem Wettbewerb

Jede Branche hat unterschiedlich hohe Markteintrittsbarrieren. Vor allem wenn sich die Teilnahme am Markt grundsätzlich etwas schwieriger gestaltet, ist ein Alleinstellungsmerkmal ein besonders hilfreiches Mittel für die Gründer.

Diese Unique Selling Proposition (USP) ist gar nicht so einfach zu erreichen. Für eine Vielzahl von Gründern wird das jedoch zum Problem, wenn die Wettbewerber bereits eine große Marktmacht ausüben.

Gerade in Wachstumsphasen sind nämlich taktische Mittel wie zum Beispiel die Preispolitik bei fehlendem Alleinstellungsmerkmal eine eher kurzsichtige Lösung, um das Unternehmen vor dem Scheitern zu bewahren.

In jedem Fall ist man gut beraten, wenn man sich bereits in der Entwicklungsphase Gedanken um den eigenen USP macht. Dieser muss aber auch per Definition tatsächlich wirksam sein und sich nicht so einfach von anderen Unternehmen übernehmen lassen.

MM-digital bietet externe Hilfestellungen für Gründer in Form eines Workshops oder einer Beratung und kann dabei helfen, eine unabhängige Sicht auf das Produkt und somit neue Ansätze beim Findungsprozess des USP zu erhalten.

Fehler Nr. 5: Das Produkt selbst

Der wahrscheinlich naheliegendste Grund, warum Gründer mit ihrer Geschäftsidee immer wieder scheitern, ist die Ausgestaltung des Produkts oder der Dienstleistung selbst. Hier sind wiederum mehrere Fehlerquellen möglich:

  • Der entwickelte Prototyp lässt sich nicht wie geplant realisieren und herstellen
  • Die Kalkulation der Kosten für Einkauf, Herstellung, Vertrieb und Verwaltung geht nicht auf und es kann nicht profitabel gewirtschaftet werden
  • Das Produkt erscheint zum „falschen“ Zeitpunkt – Wettbewerber waren schneller und/oder können das qualitativ bessere Produkt anbieten
  • Oder ganz simpel: Das Produkt löst kein Problem und wird zudem schlecht umgesetzt

Es ist grundsätzlich nicht falsch, ein noch unfertiges Produkt in eine Testphase zu schicken und darauf aufbauend weiter zu optimieren. Allerdings passiert es nicht selten, dass das Gründerteam falsche Schlüsse zieht, das Produkt dann eher „verschlimmbessert“ und am Ende die Sales für die weitere Finanzierung des Projekts fehlen.

Im schlimmsten Fall reitet man sinnbildlich ein totes Pferd und programmiert sein Scheitern aufgrund eines überschätzten Produktes bereits vor.

Meine Bitte an alle Gründer da draußen:

Das war jetzt nur eine Auswahl an Ursachen, die dafür sorgen können, dass eine gute Geschäftsidee letztendlich nicht realisiert werden kann und zum Erfolg führt.


Nehmt euch ausreichend Zeit, um eure Geschäftsidee ordentlich zu prüfen und stabile Strukturen in eurem Unternehmen und rund um das Produkt zu schaffen. So könnt ihr verhindern, dass ihr viele unnötige Stunden in euer Projekt investiert, die mit etwas mehr Sorgfalt in der Early-Bird-Phase gar nicht notwendig gewesen wären.

Hinterfragt euch und euer Produkt regelmäßig und verliert nie die Problemlösung eurer Zielgruppe aus den Augen. Stellt ein thematisch ausgeglichenes Gründerteam zusammen, das an der gleichen Vision arbeitet. So stehen die Chancen gut, dass sich euer Unternehmen mit der richtigen Idee auch prächtig entwickeln kann.


MM-digital: Der Lösungspartner für dich als Gründer

Als Unterstützung biete ich allen Gründern mein Know-How und mein Netzwerk an, die Interesse an einem erfolgreichen Wachstum ihrer Geschäftsidee haben. Meine langjährige unternehmerische Erfahrung möchte ich dazu nutzen, engagierten und ehrgeizigen Menschen Power und Inspiration bei der Umsetzung ihrer Vorstellungen mitzugeben. Auch finanziell kann ich dir als Gründer mit einer Seed-Finanzierung unter die Arme greifen.

Unter der Marke MM-digital berate ich Vorstände und Geschäftsführer unterschiedlicher Branchen vor allem in den Themenbereichen…

  • Strategie / Business-Entscheidungen

  • Marketing / Sales / Vertrieb

  • Wirksames Management / Organisation / HR

  • Investment / Finanzen

Mehr Informationen, wie ich dir als Gründer bei deinem Business helfen kann, findest du hier.

Wenn du einen Gründer kennst, der sich gerade in der Aufbauphase seines Unternehmens befindet, dann leite ihm doch diesen Artikel weiter und bewahre ihn vor diesen fundamentalen Fehlern.

Meine Buchtipps

Digital Innovation Playbook. Das unverzichtbare Arbeitsbuch für Gründer, Macher und Manager

Lean Startup: Schnell, risikolos und erfolgreich Unternehmen gründen

So läuft Start-up: Mein Leben, meine Erfolgsgeheimnisse

Meine Videotipps

„Fuckup Nights“: Startup Gründer berichten über ihr Scheitern – sehr aufschlussreich

Gedankentanken – Immer eine gute Anlaufstelle für den Business-Bereich, eben auch für das Thema Scheitern

Bilder: pexels.com

 

25 Ideen und Produkte, die dein Leben bereichern werden

Für harte Arbeit sollte man sich hin und wieder auch mal belohnen dürfen – hier pflegt jeder seine ganz eigenen Präferenzen. Aber vielleicht kennst du das auch, dass man sich manchmal gar nicht darüber im Klaren ist, was man sich denn als Nächstes gönnen könnte.

Unsere schnelllebige Welt sorgt immer wieder für neue Innovationen und Produktvarianten, von denen wir zum Teil gar nicht wissen, dass es sie gibt. Daher habe ich mich für dich durch die Tiefen der Online-Produktkataloge gewälzt und viele schöne Dinge und Ideen gefunden, die dein Leben ein klein wenig besser machen können. Vielleicht findest du hier ja auch Produkte, die deinen Freunden oder Partner gefallen könnten.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Durchstöbern! 🙂

Souvenire fürs Leben

Weinbar


Wenn die Wein-Abende mit Freunden mal etwas länger dauern, braucht es den richtigen Vorrat. Ein praktischer Flugzeugtrolley mit Fassholz-Verkleidung wird zur Weinbar – da kommt direkt Weinkeller-Feeling auf:

Multifunktionswerkzeug


MacGyver würde neidisch werden: Mit diesem Multifunktionswerkzeug kommen Tüftler und Überlebenskünstler voll auf ihre Kosten. Messer, Lineal, Schraubendreher, Säge, Zange und noch viele weitere Werkzeuge finden für jede Situation die passende Lösung.

Solarrucksäcke


Als Startup bekannt geworden und heute bereits etabliert am Markt: Die SunnyBAG Solarrucksäcke laden alle deine mobilen Geräte nur mit Sonnenenergie auf. Für den idealen Outdoor-Trip ist natürlich auch genügend Stauraum, Fächer und robustes, wasserabweisendes Material vorhanden.

Smartwatch


Es muss nicht immer die Smartwatch mit dem Apfel sein – auch Luxusmarken wie Armani sind schon längst auf den Smartwatch-Zug aufgesprungen. Ein hochwertiges Edelstahlgehäuse und bestechendes Design lassen das Herz digitalaffiner Uhrenliebhaber höher schlagen.

Smart Home

Echo Spot


Seit der ersten Echo-Generation trumpft Amazon immer wieder mit neuen und innovativen Smart Home Geräten auf. Der Echo Spot findet jetzt seinen Mittelweg aus der großen Schwester Echo Show mit Bildschirm und der „kleinen Alexa“ Echo Dot.

Echo 2. Gen


Der Amazon Echo der 2. Generation ist jetzt mit anthrazitfarbenem Stoff umhüllt und kommt mit zahlreichen Verbesserungen zu seiner Vorgängerin an den Start. Ein smarter Assistent für den Alltag – Musik, Information, Messaging, Services und vieles mehr in einem Gerät.

Fire HD 10


Wer sich zu den treuen Echo-Anhängern zählt, der steht nicht weit entfernt zum Fire HD 10 Tablet von Amazon. Full-HD Auflösung, sämtliche Alexa-Features und schnellere Prozessoren machen das Tablet zu einem besonders praktischen und vor allem preiswerten Alltagsbegleiter.

Kopfhörer


Bei Marshall Kopfhörern ist Premium Teil des Programms: Noise-Cancelling, ein bombastisches Sound-Erlebnis und lange Akkulaufzeiten machen den Mid A.N.C zum idealen Reisebegleiter.

Tastatur


Hier wird die Multifunktionsfähigkeit neu gedacht: Die Logitech K480 Tastatur kann für Smartphones, Tablets oder PC’s einfach per Switch Schalter nahtlos eingesetzt werden. Mit der integrierten Tablet- und Smartphone-Halterung hat man alle nötigen Bildschirme im Blick, für die man gerade die Tastatur benötigt.

Smarte Beleuchtung


Zu den prominentesten Vertretern der Smart-Light Produkte gehört auf jeden Fall die Hue-Reihe von Philips. Farbe, Farbtemperatur, Helligkeit und weitere Lichteinstellungen sind besonders umfangreich. Die Sprachsteuerung via Alexa rundet dieses völlig neue und individuelle Lichtgefühl für deine Wohnung zusätzlich ab.

Lautsprecher


Ein wenig Retro-Feeling kommt bei diesem tragbaren Bluetooth Lautsprecher von Marshall durchaus auf. Mit einziehbaren analogen Bedienelementen lässt sich ganz einfach Lautstärke oder Bass einstellen. Sogar Telefonate können über diesen Lautsprecher abgewickelt werden – ein starkes Teil.

Kopfhörer


Der Name Bose steht unweigerlich für Qualität: Dreistufige Lärmreduzierung, 20 Stunden kabellosen Musikgenuss und sogar direkte Amazon Alexa-Unterstützung. Mit diesen Kopfhörern kommt man voll und ganz auf seine Kosten.

Fernseher


Größer, schärfer, smarter: Für die nächste Stufe des Home-Entertainment ist die neue QLED Reihe von Samsung einen Blick wert. Mit der neuen Quantum Dot Technologie erreicht die Farbintensität auf 4K ein neues Level. Außerdem können mit dem QLED Fernseher andere Smart Home Geräte von Samsung ganz bequem vom Sofa aus bedient werden.

Staubsauger Roboter


Das bisschen Haushalt macht sich doch von allein… mit dem Staubsaugerroboter von iRobot. Räume und Hindernisse werden selbständig erkannt und entsprechend navigiert. Staub oder Tierhaare lassen sich mit Leichtigkeit aufsaugen und Hindernisse wie hochflorige Teppiche werden mit Bravour gemeistert. Definitiv eine Entlastung im Alltag!

Home & Living

Beistelltisch


Ein Beistelltisch mit Stil: Platte und Gestell sind magnetisch verbunden, der Tisch ist sowohl für Indoor als auch Outdoor geeignet. Durch das fein pulverbeschichtete Material ist auch eine lange Lebensdauer mit drin.

Luftreiniger


Mit Dyson kannst du nicht nur staubsaugen, sondern auch die Luft in deinem Zimmer sauber halten. Mit Aktivkohle- und HEPA-Filter werden Geruchs- und Schadstoffe herausgefiltert, die mitgelieferte Fernbedienung sorgt für die passende Zirkulation der Luftströme. In jeder Wohnung ein Hingucker!

Sodastream


Wasserkästen oder Plastikflaschen nach Hause schleppen war mal – Sodastream macht aus gewöhnlichem Leitungswasser mit Kohlensäure-Zylindern ein angenehmes Sprudelwasser. Auf lange Sicht eine kostensparende und bequemere Variante zum Trinken.

Küchenmaschine


Der Hype um die Welt der Küchenmaschinen scheint ungebrochen. Mit dem passenden Zubehör sind bei KitchenAid Artisan der Fantasie keine Grenzen gesetzt, denn die Qualität stimmt!

Kaffeemaschine


Klein, kompakt und schnell im Einsatz: Die Nespresso Essenza macht sich nicht nur richtig schick in deiner Küche, sondern auch sehr guten Espresso mit verschiedenen Milchschaum-Variationen. So lässt sich der Sonntag Nachmittag genießen…

Hängematte


In den wärmeren Jahreszeiten ist ein Nachmittag in der Hängematte perfekt zum Relaxen. Besonders komfortabel wird es mit den Matten von Fatboy, die sehr witterungsunempfindlich und leicht zu reinigen sind sowie bis zu 200kg Last tragen können.

Stil? Sicher!

Geldaufbewahrung


Kompakter wirst du deine Karten, Geldscheine und Belege nicht aufbewahren können: Das Twinwallet bietet gleich zwei Cardprotectors mit Platz für 8-12 Karten, umschlossen von einer Lederhülle mit Druckverschluss. Da es nur halb so dick wie ein klassisches Portemonnaie ausfällt, passt es bequem in jede Hosen- oder Handtasche.

Soundsport


Hohe Soundqualität für unterwegs gibt es auch für die sportlichen Aktivitäten. Die kabellosen SoundSport Kopfhörer von Bose sind schweiß- und wetterresistent und liefern bis zu 5 Stunden Akkulaufzeit. Sollten die Earbuds einmal verloren gehen, können sie ganz einfach per App wieder geortet werden.

Kids & Fun

Soundbox


Hörspiele mal anders aufgezogen: Die niedlichen „Tonies“ Hörfiguren werden auf die passende Soundbox aufgesteckt und spielen daraufhin ihre eigenen Hörspiele oder Kinderlieder. Eine große Freude für die kleinen Kinder, Neffen oder Nichten.

Spielroboter


Künstliche Intelligenz spielerisch miterleben und gestalten – das ist nicht nur für die Kleinen eine interessante Erfahrung. Mit dem kleinen Roboter Cozmo können die unterschiedlichsten Kunststücke programmiert werden. Das sogenannte „CodeLab“ liefert dafür regelmäßig neue Inhalte; KI zu lernen war noch nie einfacher.

Titelbild: pexels.com

Ist Bitcoin überhaupt noch attraktiv? Was dafür und dagegen spricht…

Der Hype um die Kryptowährungen und insbesondere Bitcoin zum Jahresende 2017 ist dir mit Sicherheit noch im Gedächtnis. Danach kam im Prinzip das, was irgendwann hätte kommen müssen: Es kam bei mehreren Kryptos zu teils erheblichen Kurskorrekturen nach unten – die Euphorie war zunächst gedämpft.

Nun ist die Zukunft von Bitcoin & Co. offen, da die Kurse sich eine relativ gleichmäßige Achterbahnfahrt liefern. Mittlerweile haben sich auch schon Alternativen zur Blockchain wie zum Beispiel Hashgraph entwickelt.

In diesem Artikel möchte ich dir einmal meine Einschätzungen in Form von ein paar Pro- und Kontra-Argumenten wiedergeben, ob es für den Bitcoin noch eine glorreiche Zukunft geben kann.

Pro-Argumente: Was spricht für Bitcoin?

Pro #1: Die technische Weiterentwicklung

Seit der ersten Veröffentlichung des Bitcoin und der dazugehörigen Blockchain hat sich von technischer Seite eine Menge getan. IT-Experten auf der ganzen Welt haben die Technologie hinter dem Bitcoin erheblich weiterentwickelt. Besonders im Bereich der Skalierung konnten durch die sogenannte Lightning Methode Fortschritte beim Transaktionsaufwand erzielt werden.

Der Quellcode ist heute auf einem bereits sehr hohen Niveau ausgereift und wird auch in Zukunft weiter optimiert werden, was wiederum die Effizienz und die Breite der Nutzungsmöglichkeiten verbessert.

Pro #2: Gesellschaftlicher Bekanntheitsgrad

Die Blockchain-Technologie wird von den meisten Experten in höchsten Tönen gelobt. Prognosen behaupten regelmäßig, dass sie unsere heutige Welt noch radikal verändern wird. Damit haben auch Kryptowährungen wie der Bitcoin gute Chancen, vom Wachstum der Technologie zu profitieren.

Mit dem Bitcoin-Hype 2017 fand das Thema auch zunehmend in den „Mainstream-Medien“ statt, sodass im Jahr 2018 eine größere Zahl an Menschen zumindest schon mal etwas von Bitcoin und Blockchain gehört hat. Gerade im Krypto-Bereich kann ein bereits vorhandener Bekanntheitsgrad die Verbreitung erheblich vereinfachen und verschlingt womöglich auch weniger Marketingbudget.

Pro #3: Einstieg von Banken in die Krypto-Szene

Bitcoin hat das Potenzial, weit mehr als nur eine direkte Spekulationswährung darzustellen. Die Einbindung als Finanzinstrument kann bei steigendem Vertrauen eine größere Rolle für Banken und Versicherungen einnehmen.

Zur Hochphase des Hypes wurden die ersten Bitcoin-Futures herausgegeben und somit das Spektrum des Derivate-Geschäfts erweitert. Auch ETFs auf Bitcoin sind bereits in den Planungen, die bisher aber an den Aufsichtsbehörden gescheitert sind.

Es ist aber durchaus möglich, dass diese Blockade irgendwann aufgehoben wird. Damit würde ein neues Anlagefeld für Banken und Pensionsfonds eröffnet, in das jede Menge Kapital fließen kann.

Kontra-Argumente: Was spricht gegen Bitcoin?

Kontra #1: Aufsichtsrechtliche Verbotswellen

Es ist kein Geheimnis, dass Bitcoin leider auch für illegale Zwecke genutzt werden kann bzw. eine Möglichkeit darstellt, Geldbeträge länderübergreifend ohne staatliche Kontrolle zu transferieren. Das löst bei einigen Staaten erhebliche Bedenken aus und so haben unter anderem Russland, China und Bangladesch den Krypto-Handel verboten.

Auch in anderen Ländern betrachten die Finanz- und Aufsichtsbehörden die Kryptowährungen kritisch. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich auch andere Länder dazu entscheiden könnten, den Handel mit Bitcoin & Co. zu verbieten oder mit erheblichen regulatorischen Auflagen zu versehen.

Eine derartige Entwicklung wäre mit Sicherheit nicht im Sinne der Erfinder und könnte das Wachstumspotenzial der Kryptowährungen eindämmen.

Kontra #2: Schwache ICOs und Shitcoins

Der Krypto-Hype 2017 hat dafür gesorgt, dass Startup-Finanzierungen mitunter über Ether oder Bitcoins abgewickelt werden konnten. Darüber hinaus entstanden und entstehen heute noch neue Währungen über Initial Coin Offerings (ICO), bei denen es in der Vergangenheit leider teilweise zu Diebstählen und Betrügereien gekommen ist.

Auch die Finanzierungen sind nicht immer reibungslos verlaufen, haben einfach nicht genug Kapital eingespielt oder zugrundeliegende Startups sind krachend gescheitert. Für die Vertrauensbasis in Kryptos und Bitcoin im Speziellen und den Anlage-Anreiz ist das natürlich wenig förderlich.

Hinzu kommt, dass mit den zahlreichen ICOs auch viele Shitcoins auf den Markt gekommen sind. Damit sind die Kryptowährungen gemeint, die zum Teil aus sinnlosen oder absurden Beweggründen gegründet worden sind.  Bei denjenigen, die diese Coins immer noch halten, haben sich mittlerweile hohe Verluste entwickelt, da die Währungen nicht wirklich zu gebrauchen sind.

Es wird damit gerechnet, dass 2018 mehrere Kryptowährungen bzw. Shitcoins wieder vom Markt verschwinden werden – ein Schicksal, das Bitcoin zwar nicht unmittelbar erwartet, jedoch kein absolut unrealistisches Szenario darstellt. Ähnlich wie bei den Betrugsfällen sind dutzende gescheiterte Kryptowährungen kein besonders starkes Argument für hohe Investitionen in Bitcoin.

Kontra #3: Fehlende Alltagstauglichkeit

Bitcoin existiert nun schon mehrere Jahre am Markt, als Zahlungsmittel hat er sich aber nach wie vor nicht durchsetzen können. Zu groß sind oft die Risiken, die Skalierungsprobleme sind noch nicht umfassend gelöst.

Auch die hohe Volatilität, die 2017 angefangen und bis heute Bestand hat, erschweren die Umsetzung als Alternative zu den nationalen Währungen. Stabile Umrechnungskurse sind für den alltäglichen Kapitalverkehr von entscheidender Bedeutung, der Kurs des Bitcoin hingegen scheint unberechenbarer als nationale Währungen und lässt sich kaum kontrollieren.

Zudem fehlt für eine Alltagsnutzung wie zum Beispiel im E-Commerce oder sonstigem Warenverkehr im Privatbereich noch die breite Masse an interessierten Nutzern. Vor allem die Deutschen fürchten ohnehin schon die Abschaffung des beliebten Bargelds, eine rein digitale Währung löst daher bei den wenigsten hohe Begeisterung aus.

Dementsprechend dünn fällt auch das Angebot an Bezahlmöglichkeiten mit Bitcoin aus. Auch andere Kryptowährungen, die für diesen Zweck zum Teil sogar besser geeignet sind, stehen bei der Verbreitung eher schlecht da. Ein schlagartiger Durchbruch erscheint zunehmend unwahrscheinlicher.

Mein Fazit zur Entwicklung des Bitcoins

An meinen Pro- und Kontra-Argumenten wirst du jetzt wahrscheinlich festgestellt haben, dass ein eindeutiges Urteil zur weiteren Entwicklung von Bitcoin schier unmöglich ist. Es bleibt schwer abzusehen, ob die Chancen die Risiken überbieten werden und der Bitcoin als Pionier der Kryptowährungen einen erfolgreichen Weg einschlagen kann.

Es kann ebenso zu einem langsamen Ende der Krypto-Szene kommen, während sich die Blockchain-Technologie auf andere Weise ihren Erfolgsweg bahnt. Zum heutigen Zeitpunkt sind beide Szenarien völlig offen.

Wichtig aus meiner Sicht ist es, das Thema Bitcoin und Blockchain nicht als hochriskant und komplex abzuschreiben, sondern den Bereich weiter zu beobachten. Ich gehe davon aus, dass es hier weiter spannend bleiben wird.

 

Wie beurteilst du die aktuelle Lage des Bitcoin?

Geht die Kryptowährung ihrem langsamen Ende zu oder haben wir es hier nur mit einer Verschnaufpause zu tun?

Ich bin gespannt auf deine Meinung 🙂

Ich verrate dir meine besten Buchtipps für persönlichen Weiterentwicklung:

Diese Bücher haben mein Finanzdenken geprägt (zum Artikel)

Die aktuellen Buch-Bestseller (zur Übersicht)

Meine Buchtipps zum Thema Bitcoin, Blockchain & Co.:



Meine Linktipps:

Meine Videotipps:

Finanzfluss erklärt das Prinzip von Bitcoins für jeden verständlich

Kolja Barghoorn von Aktien mit Kopf klärt über Bond Futures auf

5 Ideen zu Kryptowährungen von / mit Julian Hosp

Bilder / Grafiken: pexels.com

Hornbach Content-Marketing: Lernen von den (Handwerker-)Profis!

Im Marketing gibt es nicht immer die klar erkennbaren Wege, wie man das eigene Unternehmen von den Mitbewerbern abgrenzen kann. Eine Möglichkeit, die sich in den letzten Jahren langsam aber stetig durchzusetzen scheint, ist das Content-Marketing.

Bei den deutschen Baumarktketten nimmt Hornbach dabei eine Vorreiterrolle ein. Durch ihre Marketing-Strategie lassen sich sehr gute Handlungsempfehlungen ableiten, wie Content-Marketing in der eigenen Branche funktionieren kann. Welche Best-Practices du für dich mitnehmen kannst, das verrate ich dir in diesem Artikel.

Drei Beispiele, wie Hornbach erfolgreiches Marketing betreibt

1) Die Hornbach Meisterschmiede

Egal ob professionell oder als Hobby: Das Hobby-Handwerk lernt man nicht einfach so im Schlaf. Nicht jeder hat aber das Glück, durch den Vater oder Großvater das notwendige Wissen vermittelt zu bekommen – selbst ist der Mann lautet daher die Devise!

Zur Unterstützung liefert Hornbach mit der Meisterschmiede auf Youtube praktische Tutorials zum Nachmachen und Nachbauen. Von der Konzepterstellung, bis zum Materialeinkauf und Tipps zur Umsetzung wird alles veranschaulicht und erreicht zum Teil hohe sechsstellige Klickzahlen.

Hierzu mal ein Beispiel:

2) Das Macher-Magazin

Bei dem Macher-Magazin handelt es sich um eine Online-Plattform, auf der Hornbach als Marke sich selbst eher in den Hintergrund stellt und stattdessen auf den Bereich Unterhaltung und Inspiration setzt. Beispielsweise werden Handwerk- und DIY-Projekte aus der ganzen Welt vorgestellt und geben dem Leser so eigene Denkansätze, ähnliche Projekte auch selbst umzusetzen.

Kombiniert wird das Ganze noch mit verblüffenden und interessanten Wissensartikeln rund um’s Thema Bauen, Garten, Werkzeug und vielem mehr. Humorvolle Videos und Bilder wie „Nachts im Hornbach“ oder Beispiele für Pfusch am Bau runden das Paket einer zielgruppenorientierten Plattform ab.

Zum Macher-Magazin geht es hier entlang.

3) Der legendäre Hornbach Hammer

Es war das Jahr 2012, als sich Hornbach dazu entschloss, einen tschechischen BMT-1 Schützenpanzer zu kaufen und aus dem Material 7.000 limitierte Hämmer herstellen zu lassen.

Damit begann eine kuriose und zugleich sehr erfolgreiche Marketing-Kampagne, die die Marke Hornbach deutschlandweit in das mediale Scheinwerferlicht gebracht hat und heute den Meisten spätestens beim Jingle ein Begriff sein sollte.

Die Hämmer mit dem Panzerstahl und hochwertigem Hickory Holz wurden zu einem Preis von 25€ verkauft und entwickelten sich schnell zu einem exklusiven Kultprodukt, die nach kurzer Zeit bereits vergriffen waren.

Hornbach kündigte später den Verkauf der letzten 700 Exemplare an und spielte auf einer separaten Webseite nach und nach die ungewöhnlichen Verkaufsorte für den Hornbach Hammer aus. Tatsächlich nahmen einige Kunden lange Reisewege auf sich oder ersteigerten den Hammer auf ebay für Preise von bis zu 200 Euro oder mehr.

Die Kampagne entwickelte sich somit zu einem vollen Erfolg: 15% Follower-Zuwachs bei Facebook und 15 Millionen Interaktionen mit Online-Inhalten sprechen eine klare Sprache. Das folgende Video fasst die ganze Aktion noch einmal zusammen.

Wie geht Hornbach beim Content-Marketing vor?

Die drei gezeigten Beispiele können im Rahmen des Content-Marketings hervorragend kategorisiert werden. Dazu hilft das Konzept von Google aus dem „Youtube Playbook for Creative Advertising“:
Help-, Hub- und Hero-Content.

  • Help-Content beschreibt die Inhalte, die sich voll und ganz auf darauf konzentrieren, die Probleme der Zielgruppe zu lösen. Hornbach löst das unter anderem mit der Meisterwerkstatt, aber auch mit zahlreichen Guides und Inspirationsideen für die eigenen vier Wände oder den Garten. Der Fokus liegt auf der informativen Serviceleistung und nicht primär auf Hornbach und seinem Produktsortiment.
  • Hub-Content hingegen setzt auf unterhaltsame Inhalte, die die Community eifrig verbreitet und mit ihr interagiert. Aktionen wie das Macher-Magazin, aber auch die Video-Reihe „Das Herrenzimmer“ liefern Inspiration und Motivation für all die Themen, die Hornbach mit seinem Angebot abdecken kann.
  • Hero-Content ist insbesondere für eine stärkere Bekannheit der Marke notwendig. Die Aufgabe des Unternehmens oder der zuständigen Agentur liegt darin, besonders ausgefallene und reichweitenstarke Werbekampagnen zu entwickeln, über die viele Leute reden und die Zielgruppe auf die Marke aufmerksam werden lassen. Dass so etwas auch funktioniert, hat die „Hornbach Hammer“ Aktion mit Bravour unter Beweis gestellt.

An den Klickzahlen in allen drei Content-Kategorien merkt man, dass Hornbach mit dieser Strategie tatsächlich Erfolg hat und für die spezifische Zielgruppe eine vertrauenswürdige Anlaufstelle geworden ist.

Diese 4 Prinzipien solltest du beim Content-Marketing unbedingt einhalten

Jetzt kennst du die Möglichkeiten, wie Aktionen im Content-Marketing unterteilt werden können. Hornbach verbindet dies mit ein paar grundsätzlichen Prinzipien, die zu einem guten Content-Marketing einfach dazugehören:

a) Spezifische Zielgruppe

Bevor du große Investitionen in neuen Content tätigst, musst du dir immer bewusst sein, welche Gruppe von Menschen du damit ansprechen möchtest. Was eigentlich zum Marketing-Basiswissen gehört, wird trotzdem immer noch viel zu oft falsch gemacht und kann dich vor allem beim Content Marketing jede Menge Zeit und Geld kosten.

b) Baue eine Webseite mit umfassend Mehrwert und Support

Als erfolgreicher Unternehmer sollte man nie die Wirkungskraft seiner Webseite unterschätzen. Leider wird der eigene Webauftritt nicht selten nur als Visitenkarte verwendet, was das Potenzial nicht mal ansatzweise ausschöpft.

Hornbach bildet auf seiner Webseite zum Beispiel verschiedene Projektbereiche ab und gibt dem Besucher zu jedem dieser Bereiche umfassende Tutorials, Inspirationen und Denkanstöße auf den Weg – das alles völlig kostenlos und ohne Gegenleistung.

Mit ein wenig Brainstorming und der vorhandenen Expertise in deinem Fachbereich lässt sich diese Strategie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch für dein Unternehmen anwenden. Der Kreativität sind hierbei nahezu keine Grenzen gesetzt, solange man immer auch den Mehrwert für den Kunden im Blick behält.

c) Produkt & Marke nicht in den Vordergrund stellen

Gutes Content-Marketing versteift sich nicht darauf, bei jeder kleinen Gelegenheit die Vorteile deiner Produkte oder die Marke im Allgemeinen zu präsentieren.

Das Hauptaugenmerk sollte zu jeder Zeit auf den Informationen und dem Mehrwert für den User liegen – die Serviceleistung entwickelt sich somit ganz allein zu einem zentralen Markenkern. Wenn für den vermittelten Content der User theoretisch nicht mal einen Produktkauf tätigen muss, verstärkt das die Vertrauensbasis, da die kommerzielle Absicht der Inhalte nicht direkt erkennbar ist.

Kleine Ausnahme hiervon bildet der Hero-Content, der ja bewusst dafür sorgen soll, dass die Marke von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

d) Expertenpositionierung und Vertrauen schaffen

Wenn man eigenen Content zur Expertenpositionierung produziert, dann gehört dazu immer auch eine gewisse Uneigennützigkeit. Das knüpft an den vorherigen Punkt an – wichtig ist es, dass man Erfahrungen und Tipps teilt, ohne gleich eine Gegenleistung in Form eines Produktkaufs oder ähnlichem zu verlangen.

Als (potenzieller) Kunde bekommt man dadurch gleich das Gefühl, vom Unternehmen nicht alleine gelassen zu werden. Umfangreiche Anleitungen, spezielle Serviceleistungen oder zum Beispiel Prämien für Kunden-Ideen machen aus Hornbach weit mehr als nur einen DIY-Baumarkt, sondern auch einen Ort, an dem man als Kunde mit kompetenter Hilfe rechnen kann.

Fazit: Was kannst du von Hornbach lernen?

Hornbach zeigt auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise, dass Content-Marketing mehr sein kann als nur ein Buzzword oder arbeitsintensiver Trend. Die Folge darf jedoch kein blinder Eifer sein.

Nimm dir also deine spezifische Zielgruppe zur Hand und überlege ganz genau, welche ihrer Probleme und Bedürfnisse du mit deiner Expertise lösen kannst. Welche Inhalte findet deine Zielgruppe unterhaltsam, auf welchen Kanälen macht der Start einer kreativen Werbekampagne Sinn?

Sind diese Fragen geklärt steht die Content-Erstellung an – je nach Umfang ist es durchaus klug, sich dafür Hilfe von Textern oder Webdesignern heranzuziehen. Wenn du die inhaltlichen Strukturen schließlich geschaffen hast, sind Geduld, kontinuierliche Content-Produktion und bestenfalls eine virale Marketing-Kampagne dein Schlüssel für langfristige Kundenbindung und Umsatzerfolge.

Kennst du noch andere Erfolgsbeispiele im Content-Marketing?

Schreibe sie mir gerne in die Kommentare.

Meine Linktipps

Meine Videotipps

Der Begriff Content-Marketing noch einmal kurz und bündig erklärt:

Jeremy Feyh von Mehr Geschäft erklärt dir, wie du beim Content-Marketing vorgehen kannst:

Meine Buchtipps:

Bilder: pexels.com

DSGVO: Was ändert sich für wen? – Ein Überblick

Das Thema der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist dir mit Sicherheit in letzter Zeit mehrfach begegnet. Dabei handelt es sich um eine einheitliche europäische Regelung zum Schutz von persönlichen Daten und politischen Strukturen, die am 25. Mai 2018 in geltendes Recht umgewandelt wird.

Betroffen sind sämtliche privaten und öffentlichen Organisationen im Rechtsbereich der EU sowie solche, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten.

Auch wenn bereits viel zur DSGVO geschrieben wurde, den ganz großen Durchblick bekommt man dadurch nicht immer. In diesem Artikel stelle ich dir einmal die wesentlichen Änderungen vor, die sich für den Endverbraucher und Unternehmen ergeben.


Die private Sicht – so profitieren die Verbraucher

Einer Datenschutzregelung unterliegt ja in den meisten Fällen die Intention, dass der Endverbraucher möglichst weitreichend vor dem Missbrauch seiner persönlichen Daten geschützt wird. Die DSGVO verfolgt auf dem Papier auch entsprechend diesen Ansatz und räumt dem Verbraucher zukünftig mehr Rechte ein.

Da wäre zunächst die ausgebaute Auskunftspflicht von Unternehmen gegenüber seinen Kunden (und auch Mitarbeitern) zu nennen. So muss das Unternehmen auf Anfrage des Kunden einen strukturierten Export sämtlicher über den Kunden gespeicherte Daten ermöglichen.

Wenn der Kunde es verlangt, sind die gespeicherten Daten auch schnellstmöglich zu löschen bzw. zu sperren. Das „Recht auf Vergessenwerden“ ist dazu ein oft genanntes Stichwort. Bisher war es häufig im Zusammenhang mit Suchmaschinen wie Google & Co. zu hören, es gilt aber genauso für jedes andere Unternehmen, das personenbezogene Daten speichert.

Konkrete Gründe für die Datenlöschung liegen zum Beispiel dann vor, wenn der Betroffene die Einwilligung widerruft, die Datenverarbeitung grundsätzlich unzulässig war oder der Zweck der Datenverarbeitung entfallen ist.

  • Ein neues Recht für die Nutzer ist die sogenannte Datenportabilität. Das bedeutet, dass Verbraucher ihre Daten von einem Anbieter zum anderen übertragen lassen können. Nach Aufforderung ist das Unternehmen dazu angehalten, die Kundendaten in einem „gängigen Format“ entsprechend weiterzugeben.
  • Außerdem muss ein Endverbraucher auf der Grundlage der DSGVO absolut transparent über die Nutzungszwecke seiner Daten informiert werden. Dazu sind die jeweiligen Genehmigungen ordnungsgemäß einzuholen und eine leicht verständliche Art und Weise der Präsentation gewährleistet werden.


Die Unternehmer-Sicht – diese Pflichten solltest du auf dem Schirm haben

Wenn auf der Seite der Verbraucher mehr Rechte entstehen, kommen meistens unweigerlich auch mehr Pflichten auf die Gegenseite der Unternehmen und Organisationen zu – so auch bei der DSGVO.

  • Zum Beispiel benötigt spätestens ab dem 25. Mai 2018 jedes Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern einen eigenen Datenschutzbeauftragten (DSB), der sich um die sachgerechte Dokumentierung von personenbezogenen Daten und Prozessen kümmert.
  • Cookies sind ein sehr häufig verwendetes Tool im Web – auch hier entsteht durch die DSGVO eine bedeutsame Änderung: Statt stiller Zustimmung durch weiteres Surfen wird mit der neuen Verordnung eine explizite Zustimmung des Nutzers zu Cookies erforderlich.
  • Der Strafkatalog für Datenschutzverletzungen wurde recht drastisch verschärft: Zuvor waren die Höchststrafen mit Bußgeldern von rund 150.000 Euro beziffert. Ab dem 25. Mai weitet sich das Strafmaß auf bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Jahresumsatzes aus. Damit will die EU vor allem bei großen Konzernen dafür sorgen, dass die Verpflichtung eines ordentlichen Datenschutzes ernstgenommen wird.

Ebenso verschärft sich die Regulatorik in den Bereichen Datenhandling und Compliance für Unternehmen. Ein Schritt, der aus meiner Sicht für viele Unternehmen tatsächlich notwendig ist, da ich in den letzten Jahren diverse Negativbeispiele bei Unternehmen beobachten konnte.

Weiterhin gilt das Prinzip der zweckgebundenen Erhebung und Verarbeitung von Daten. Zusammen mit der DSGVO wird das dazu führen, dass Unternehmen sich verstärkt um Datensparsamkeit bemühen müssen – sprich nur die Daten erheben und verwerten, die tatsächlich benötigt werden.


Was bedeutet die DSGVO für Unternehmen in Zukunft?

Zweifelsohne führt eine einheitliche Datenschutzgrundverordnung für viele Unternehmen zu einem teils drastischen Mehraufwand. Diejenigen, die sich bereits ausführlich um ihren Datenschutz gekümmert haben, werden hingegen nur überschaubare Anpassungen vornehmen müssen.

Besonders kleinere Unternehmen können aus der Möglichkeit expliziter Zustimmung des Kunden aber auch Vorteile ziehen. Haben sie erst einmal die Einwilligung, können im Rahmen der Zweckbindung mitunter viel bessere personalisierte Services entstehen und angeboten werden.

Spielt man das Spiel noch ein bisschen weiter, dann kann die DSGVO zukünftig auch die Eröffnung neuer Geschäftsmodelle ermöglichen:

So könnten sich Unternehmen beispielsweise als Datenhändler positionieren, bei der Nutzer ihre Daten für Geld, Gutscheine oder andere Vergünstigungen verkaufen können. Die „Databroker“ verkaufen diese Daten mitsamt der entsprechenden Einwilligung dann an interessierte Unternehmen weiter.

Rechtlich sollte dabei immer die Wachsamkeit und Achtsamkeit im Fokus stehen, ebenso wie die Konzentration auf gepflegte und leicht abrufbare Nutzerdaten im jeweiligen EDV-System.


Und wie sieht es mit der Umsetzung aus?

Einen besonders großen Enthusiasmus hat die DSGVO bei den Unternehmen sicherlich nicht ausgelöst. Leider hilft das Jammern nichts, der 25. Mai ist und bleibt der Stichtag der spätestmöglichen Umsetzung der Verordnung, die im Prinzip schon seit 2016 in Kraft getreten ist.

Bedauerlicherweise scheinen viele Unternehmen bei der Umsetzung überfordert zu sein oder haben diese schlichtweg verschlafen. Laut Umfragen aus dem Sommer 2017 waren 9 von 10 Unternehmen noch nicht in der Lage, die DSGVO umzusetzen.

Rund 53% der Befragten gingen sogar davon aus, dass sie die Umsetzung nicht pünktlich zum Stichtag erreichen. Zwei Drittel befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einer „Orientierungsphase“ der Umsetzung, während die Hälfte das Ausmaß und die Herausforderungen der Datenschutzgrundverordnung noch nicht einmal richtig abschätzen konnten (mehr Infos dazu findest du im Whitepaper von Commanders Act).


Es ist zwar möglich, dass sich diese Zahlen knapp einen Monat vor dem Stichtag verbessert haben und heute mehr Unternehmen und Organisationen allmählich den Zugzwang spüren.

Beschwören sollte man es allerdings nicht und das zeigt recht eindeutig, dass die Unternehmen nicht für eine stichtagsgerechte Umsetzung gewappnet sind. Inwieweit größere Abmahnwellen die Zeit nach dem Stichtag bestimmen werden muss sich erst noch zeigen.

Die Devise muss daher lauten: Nicht auf die lange Bank schieben, sondern gleich die notwendigen Schritte einleiten.

Wie sieht es bei dir aus?
Hast du oder dein Unternehmen schon die DSGVO-Vorgaben erfüllt?
Wo gibt es aktuell noch die größten Probleme?

Schreib es mir gerne unten in die Kommentare.

Meine Linktipps

Meine Videotipps

Youtube-Rechtsanwalt Christian Solmecke (Kanzlei WBS) – mehrere Videos zur DSGVO auf dem Kanal

Nikolaus Kolba mit einer umfassenden Playlist zur praktischen Umsetzung vieler Tools

Die DSGVO in der Kurzfassung von explainity

Bildquellen: pexels.com

Wie Enfore beim stationären Point-of-Sale neue Maßstäbe setzt

Du hast es mit Sicherheit schon häufiger gehört: Die Digitalisierung bereitet dem stationären Einzelhandel Probleme. Weniger Umsatz durch wachsenden E-Commerce und weniger Laufkundschaft in den Innenstädten sind nur zwei Gründe dafür.

Preiskämpfe mit Internetanbietern oder großen Unternehmen und Ketten sind selten von Erfolg gekrönt. Punkten kann der Einzelhandel in erster Linie über kompetenten Service und ein möglichst angenehmes Einkaufserlebnis für den Kunden.

Um insbesondere letzteres in hohem Maße erfüllen zu können, hat die enfore AG aus Berlin ein smartes Kassensystem entwickelt, das vor allem an kleine und mittlere Unternehmen gerichtet ist. Da ich das Konzept sehr spannend finde, möchte ich es dir in diesem Artikel einmal kurz vorstellen.

Was ist das Angebot von Enfore?

Enfore hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Point-of-Sale (POS) Modell zu entwickeln, das über die üblichen Funktionen eines Kassensystems hinausgeht. Die Zielgruppe von enforePOS ist dabei recht umfangreich, bezieht sich aber wie bereits erwähnt eher auf die kleinen und mittleren Unternehmen.

Von Restaurants, Cafés oder Hotels über Bekleidungs- und Fachgeschäfte bis hin zu den klassischen persönlichen Dienstleistungen wie Friseur, Wäscherei oder Schlüsseldienst ist das System auf nahezu alle Branchen mit Kundengeschäft anwendbar.

Neben der Software, die auf unterschiedlichen Endgeräten installierbar ist, entwickelt Enfore auch eigene Geräte wie den enforeDasher oder das enforePayPad, die passgenau auf die enforePOS Software ausgerichtet sind. Über „enforeCare“ wird Benutzern darüber hinaus ein entsprechendes Support-Angebot bereitgestellt.

Der kleine Helfer an der Kasse: So sieht das enforeDasher aus.

Was macht Enfore denn so besonders?

Strategisch geht Enfore den Weg der Gesamtlösung – sowohl Software als auch eigene Geräte werden selbst entwickelt. Die Software funktioniert jedoch genauso auf sämtlichen gängigen Endgeräten und Betriebssystemen. Das schont vor allem Unternehmen, die sich von der komplett analogen Geschäftsabwicklung bereits verabschiedet haben und bereits mit Tablets, Smartphones und/oder PC an der Kasse arbeiten.

Bei genauerer Betrachtung der enforePOS Software wird deutlich, dass funktional auch tatsächlich das geboten wird, was ein stationärer Einzelhandel auf jeden Fall benötigt. Dazu gehört neben dem grundlegenden Kassensystem auch Anwendungsmöglichkeiten für Reservierungen, Customer Relationship Management (CRM) sowie einem Inventar- und Einkaufsmanagement für die Prozesse hinter der Ladentheke.

Eine Kurzübersicht der in der Software enthaltenen Anwendungen findest du hier.

Warum Enfore das Zeug zum Big Player hat

Je nach Region geht es bei den verschiedenen Einzelhändlern nur sehr schleppend voran, was Digitalisierung und Verschlankung von Prozessen angeht. Enfore will dieses Problem aktiv angehen und stellt dafür in den notwendigen Bereichen entsprechende Angebote zur Verfügung.

Wenn du dir mal die Köpfe hinter Enfore anschaust, wirst du recht schnell feststellen, dass es sich hierbei nicht um ein blauäugiges Startup handelt. Die enfore AG des deutschen Gründers Marco Boerries ist sein viertes Unternehmen und wurde bereits 2009 gegründet. Erst 2017 wurde die Enfore Produktpalette schließlich gelauncht, zuvor fand eine ausführliche Entwicklungsphase statt.

Marco Boerries sagt dir nix? Seine erste Firma Star Division hat zum Beispiel die bekannten Office Softwares Star Office und Openoffice.org entwickelt. Später konnte er Star Division lukrativ an Sun Microsystems verkaufen und Anteilseigner bleiben. Außerdem hat Boerries 1996 die Star Finanz gegründet und mit Star Money die beliebte Online Banking Software für die Sparkassen herausgebracht.

Die Investoren rund um Enfore

Enfore hat somit nicht nur einen erfahrenen und vor allem erfolgreichen Gründer, hinter ihm stehen auch namhafte Investoren, die an seine Idee glauben. Dazu gehören neben Venture Capital Gebern auch private Investoren. Hier eine Auswahl:

  • T-Venture: Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom
  • Index Ventures: Risikokapitalgesellschaft, die u.a. auch Dropbox, Skype oder Soundcloud unterstützt hat
  • Jerry Yang: Mitgründer von Yahoo! und Gründer von AME Cloud Ventures
  • Lars Hinrichs: Bekannt als Gründer von XING und Business Angel

Du siehst also: Die Chancen für Enfore stehen nicht schlecht, für kleine Unternehmen im Dienstleistungsbereich zum umfassenden Partner im Kundengeschäft zu werden.

Software und technische Geräte machen einen guten Eindruck, die Unterstützung bekannter Investoren in die Erfahrung von Marco Boerries geben ein zuversichtliches Signal. Sofern du selbst in der Branche tätig bist oder andere Unternehmer aus diesem Bereich kennst, kann sich ein genauerer Blick auf Enfore durchaus lohnen.

Ich bin gespannt, wie die weitere Entwicklung für Enfore aussehen wird. Wie sieht es bei dir aus? Findest du, dass Enfore ein gutes Angebot hat oder kennst du Unternehmen, die es aktuell noch besser machen?

Schreib mir dazu gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.

Weitere Informationen zu Enfore

Telekom auf der CeBit 2017 über Enfore und digitale Kassen

Interview mit Marco Boerries über Enfore aus dem März 2017 (vor dem Launch)

Bildquellen:  https://www.enfore.com/de/press ; pexels.com (Beitragsbild)