Review: Mein Projekt enjoy-it.at und was ich daraus gelernt habe

Diesmal möchte ich mit dir einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit machen – genauer gesagt in meine Vergangenheit als Start-Up-Gründer, in der das Internet noch kein Facebook kannte. 😉

Wir schreiben das Jahr 2002.

Regionale Event-Communities sind gerade total angesagt. Das Prinzip dahinter: Fotoreporter besuchen verschiedene Events und schießen Fotos der Besucher. Danach werden die Bilder sortiert, bearbeitet und auf die Plattformen hochgeladen.

Interessenten und Besucher des Events können nun alle Bilder der Veranstaltungen auf diesen Portalen einsehen und sich darüber im Chat austauschen, kommentieren und teilen. Eine Grundidee, die sich auch in den weiteren Jahren danach in anderer Form etabliert hat, war Anfang der 2000er meine erste große Business-Erfahrung.

enjoy-it.at: Die Anfänge von Social Media

Parallel zu meiner Matura und später auch noch im Studium habe ich mit enjoy-it.at ein Portal für Events, Foto, Flirt & Community in einem gegründet und aufgebaut. Monatliche Wachstumsraten von 20 bis 50 Prozent waren nach kurzer Zeit der Standardfall – für die damalige Zeit schon sehr starke Zahlen.

Einnahmen wurden mit Online-Werbung und Kooperationen erzielt. Wenn man sich die Verbreitung des Internets damals und heute ansieht, war diese Form der Einnahmequelle durchaus anspruchsvoll und nicht gerade risikoarm. Die Motivation war aber nicht das Geld – der Spaß-Faktor hat für mich klar dominiert und mir viele Learnings ermöglicht, die ich heute bei meiner alltäglichen Arbeit immer wieder anwenden kann.

Zahlen und Fakten zur Spitzenzeit von enjoy-it

  • Knapp 100.000 registrierte User
  • 850.000 Fotos
  • 470.000 Kommentare
  • hunderte Fotografen
  • Jede Menge Community-Partys 😉
  • Claim der Community: ONE LIFE. ENJOY-IT.

2 Jahre ENJOY-IT.at – TV Bericht

LT1 Fernsehen hat im Fernsehformat „Bilderstürmer“ über die 2 Jahresfeier berichtet (im Video: DJ Rene Rodrigezz):

Was waren meine Learnings?

Die Skalierbarkeit von einer Online-Plattform mit den dahinterliegenden Datenbanken waren besonders große Herausforderungen für mich, die ich erst durch die weitere Entwicklung von enjoy-it bewältigen konnte. Das Erschaffen von Systemen hängt besonders stark damit zusammen und ist in der Bedeutung von damals zu heute noch weiter gestiegen.

Daher mein Tipp: Auch wenn es zunächst nur ein Passion Project sein mag, konzentriere dich darauf, aus deiner Idee heraus ein System zu konstruieren, auf dem sich dein Business stützen kann. Damit legst du die richtigen Grundbausteine für ein lukratives Geschäftsmodell.

Das zweite Learning: Such dir Experten auf deinem Gebiet und stelle Fragen! Sich im stillen Kämmerlein zu verkriechen und dort an der Ausarbeitung einer Geschäftsidee zu werkeln, ist nicht unbedingt die erfolgsversprechendste Methode.

Es ist immer besser mit Leuten zu sprechen, die in deinem Bereich bereits Erfolge erzielt haben und/oder sich mit der Materie hervorragend auskennen. In meinem Fall waren es häufig meine Uni-Professoren, deren Nerven ich mit meinen praxisorientierten Fragen das ein oder andere Mal sicher strapaziert habe. 😉

Und Learning Nummer 3: Übe das Verhandeln! 2007 habe ich die Plattform an eine private Fernsehanstalt in Österreich verkauft. Finanziell betrachtet ein guter Deal, emotional war es dann aber noch schwerer als gedacht. Nicht nur dort, sondern auch bei den Beteiligungsverhandlungen mit Medienverlagen und Fernsehstationen für gemeinsame Kooperationen war ein gewisses Verhandlungsgeschick äußerst hilfreich.

Beim Verhandeln kann man jede Menge Fehler machen, wenn die Basics nicht bekannt sind. Um die persönliche Verhandlungsstrategie immer wieder zu verfeinern, braucht es aber die praktische Übung. Falls du dir praktisches Basiswissen über Verhandlungen aneignen möchtest, empfehle ich dir sehr das Buch „Deal!“ von Jack Nasher.

Kurzinterview zu enjoy-it.at

Ein interessierter Leser und Beobachter hat mich vor geraumer Zeit kontaktiert, um mehr über mein erstes großes Business-Projekt zu erfahren. Da einige coole Fragen dabei waren, möchte ich diese etwas aufbereitet mit dir teilen:

Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen ENJOY-IT.at zu gründen? Was war der Auslöser?
​Das hat sich sukzessive entwickelt. Begonnen habe ich mit einer Webseite über mich persönlich, dann zu einer Webseite zur Abi-Klasse (Exkursionen, Bilder, Stundenplan) ausgebaut und mit einem Eventkalender und Neuigkeiten aus der Region (Linz/Oberösterreich) sukzessive erweitert. Dann fand ich, dass die Webseite mehr Aufmerksamkeit verdient und habe wo ging dafür Werbung gemacht (Visitenkarten auf Uni verteilt, etc). Aber es war mir noch zu wenig. Dann habe ich von dem Konzept der Partyfotografie gehört und mir sofort erschlossen, dass dies ein großer Traffic Bringer ist. Deswegen habe ich dann den ersten Partyfotograf gesucht und los gings.
War ENJOY-IT zuerst ein Soloprojekt und wie lief der Aufbau des Teams ab (wie groß war es am Ende)?
Als ich den ersten Fotografen hatte ging es los – Traffic explotierte, ich fand einen Fotografen nach dem anderen. Ich hatte einen Nerv getroffen. Schnell brauchte ich einen Fotografenleiter, den fand ich unter den Fotografen. Ein user meldete sich ein User, dass er beim Design (bis dahin alles selbst gemacht) helfen könnte. Dann suchte ich mir einen Studentenkollegen, welcher mir beim Programmieren hielf. Am Ende hatten wir 3 feste Programmierer, einen Fotografenleiter, Designer und mich. Plus rund 45 Fotografen. Zwischenzeitlich hatte ich mit LT1 Privatfernseh Gmbh einen kapitalstarken, Reichweiten starken (TV) und Contentstarken (Video, Events)
Wie hast du die Herausforderungen der Skalierung und der Datenbanken gemeistert?
Als ich auf der Uni war hab ich meinen Professor wirklich abgenervt- ständig was gefragt während den Vorlesungen und nach der Vorlesung ihn aufgelauert. Aber auch recherchiert- das war damals noch nicht so leicht. Es gab keine Clouds oder andere Infrastsrukturen.
Welche Schritte hast du unternommen, um die Plattform zu monetarisieren? Also wie war das Verhältnis von Kooperationen und Online-Werbung?
Erstmal war alles nicht so sehr kapitalintensiv, aber als Teenager sind auch kleine Summen relevant. Also hab ich begonnen AdWords einzubauen, waren eher kleine Beträge, aber ein Grundeinkomen. Einmal haben sie – mir bis heute unerklärlich – mir ein Monatsumsatz gecancelt. Dann nur eine Standardantwort in Richtung Fraud erhalten… Das hat mich sehr genervt. 
Also bin ich auf Diskotheken, Veranstalter und lokale Partner zu gegangen. Das hat sich zunehmend bezahlt gemacht. Die haben dann auf der Platform geworben. 
Andererseits habe ich ein Eventkonzept „Communityparty“ kreiert und dann an Diskotheken und Veranstalter verkauft. In Summe bin ich nicht reich geworden, aber so konnte ich ständig die Plattform weiterentwickeln.
Wenn du mit dem Wissen von heute 2002 die Plattform nochmal gründen würdest – was würdest du anders machen?
Ich dachte, dass für den Rollout die Fotografie notwendig ist. Deswegen fokussierte ich mich auf „noch mehr Fotografen zu erhalten“. Aber eigentlich waren es die Features (Messanger, Userprofile, Kommentare unter Bilder, etc) die die User eignetlich wollten. Somit kamen dann die generischen Plattformen, wie studiVZ oder Facebook und sind groß geworden. Rückblickend hätte ich mit der Plattform da mithalten können (Facebook wurde erst 2004 gegründet)… ;o)

Diese Digital-Events der nächsten Jahre darfst du nicht verpassen!

Ich habe eine Frage an dich: Wie fit bist du bei den technologischen Entwicklungen unserer Zeit? Bekommst du immer das Wichtigste mit und kannst darauf reagieren?

Zugegeben, es ist nicht gerade leicht, mit der Geschwindigkeit der Digitalisierung Schritt halten zu können. Viel mehr kommt es darauf an, sich auf die Fortschritte und Neuerungen zu fokussieren, die dein Business unmittelbar betreffen. Nur wo bekommst du diese Informationen her und das auch noch möglichst schnell, bevor alle anderen dir drei Schritte voraus sind?

Die Antwort liegt in Messen, Kongressen und sonstigen Events rund um digitale Themen. Welche globalen Veranstaltungen in den nächsten Jahren auf dich zukommen und für dich interessant sein könnten, habe ich dir in der folgenden Übersicht zusammengefasst.

DMEXCO (Digital Marketing Expo & Conference)

Digitale Marketer und Innovatoren kommen eigentlich kaum an der DMEXCO vorbei. Auf der Kombination aus Ausstellung und Konferenz kommen große Industrienamen mit Medienunternehmen und Start-Ups zusammen, um gemeinsam digitale Geschäftsmodelle zu diskutieren und die Vernetzung untereinander voranzubringen.

Mit 41.000 Besuchern, 1.000 Ausstellern und rund 550 Speakern ist die seit 2009 jährlich in Köln stattfindende Veranstaltung sehr gut besucht und inhaltlich breit aufgestellt.

South by Southwest (SXSW) Conference & Festivals

(Photo by Hubert Vestil/Getty Images for SXSW)

Wenn du mal die Gelegenheit hast, in die USA zu reisen, dann solltest du deinen Terminplan mit dem Zeitraum der SXSW Konferenz abgleichen. Hier treffen Jahr für Jahr die Vorreiter aus der Gaming-, Unterhaltungs- und Musikbranche aufeinander.

Neben Ausstellungen und Konferenzen beinhaltet die SXSW auch Festival-Auftritte, was der gesamten Veranstaltung nochmal einen zusätzlichen Kick gibt. Die Vorträge und Podiumsdiskussionen drehen sich aber nicht nur um reine Medienthemen, sondern decken auch viele Bereiche des digitalen Spektrums ab, wie beispielsweise Blockchain, MedTech oder auch „Cannabusiness“ (das Geschäft rund um Cannabis) ab.

2019 besuchten die SXSW über 73.000 Menschen und circa 4.800 Aussteller waren zu begutachten. Damit gilt die Digitalmesse als derzeit größte der Welt.

  • Name: South by Southwest Conference & Festivals (SXSW)
  • Nächster Termin: 13. bis 22. März 2020
  • Ort: Austin, Texas (USA)
  • Tickets: Ab 1. August 2019 (ca. 800 USD)
  • Webseite: swsx.com
  • Anreise & Unterkunft: Informationen vom Veranstalter

Online Marketing Rockstars

Das Online Marketing Rockstars Festival ist als das größte Digital-Marketing Event Europas bekannt: 50.000 Besucher sehen sich über 400 Aussteller und 300 Speaker zu allen Themen an, die irgendwie mit Online-Marketing in Zusammenhang stehen.

Wenn du also Vorträge, Networking und Mehrwerte im Online-Business suchst, wirst du mit Sicherheit auf deine Kosten kommen!

  • Name: Online Marketing Rockstars Festival
  • Nächster Termin: 12. und 13. Mai 2020
  • Ort: Hamburg Messe
  • Tickets: 40 Euro Expo, 450 Euro All-Inclusive (Stand 2019)
  • Webseite: omr.com
  • Anreise und Unterkunft: Informationen vom Veranstalter

re:publica

Die re:publica findet jährlich in Berlin statt und versteht sich als Zusammenkunft der digitalen Gesellschaft. Neben politischen und gesellschaftlichen Diskussionen gibt es in diesem Rahmen ebenso Platz, um mehr über aktuelle digitale Entwicklungen in Erfahrung zu bringen und wie diese unsere Lebensweise beeinflussen.

Für jeden, der es etwas weniger technisch und dafür intellektueller mag, ist die re:publica mit Sicherheit eine Reise wert.

Bits & Pretzels

Image by Kilian Vitt – flickr.com

Wie die Brezn zum Oktoberfest gehören, so ist seit 2014 der Name „Bits & Pretzels“ als Konferenz für Gründer aus der Startup-Szene bekannt. In München treffen sich 5.000 Gründer, Investoren und Unternehmen und stellen sich ihre Konzepte vor, um voneinander zu lernen und sich zu vernetzen.

Neben dem Networking stehen außerdem jede Menge prominente Speaker auf der Bühne, wie man sie selten auf einen Fleck bekommt. Sehenswert!

  • Name: Bits & Pretzels
  • Nächster Termin: 29. September bis 1. Oktober 2019
  • Ort: ICM Congress Center München
  • Tickets: Privatperson 599 Euro, Startup 399 Euro etc.
  • Webseite: bitsandpretzels.com
  • Anreise und Unterkunft: Flug und Hotel buchen

Web Summit

4 November 2018; A general view of the Web Summit sign prior to the start of Web Summit 2018 in Lisbon, Portugal. Photo by Sam Barnes/Web Summit via Sportsfile

Die Web Summit in Lissabon ist eine Pflichtveranstaltung für alle, die die führenden CEO’s und Köpfe in der Digitalwirtschaft hautnah erleben wollen. Etwa 70.000 Besucher werden jährlich erwartet, um sich über die aktuellen technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen durch die Digitalisierung aus erster Hand zu informieren.

Von Data Science über Content Marketing bis hin zur FinTech Branche wird in vielen verschiedenen Events ein branchenspezifisches Thema angeboten. Auf der Web Summit kommt somit jeder online-affine Unternehmer und Interessierte auf seine Kosten.

Hannover Messe

Quelle: https://www.hannovermesse.de/de/news/mediathek/bildergalerien/index-2.xhtml

Auf der Hannover Messe steht die Digitalisierung ganz im Sinne der industriellen Entwicklung im Fokus. Über 6.500 Aussteller bieten den mehr als 215.000 Besuchern Einblicke in die Forschung und Entwicklung bei den Themen Industrie 4.0, Automation, Produktionstechnologie, IT, Mobilität und vielem mehr.


Das war eine erste Auswahl an jährlichen Events und Konferenzen, die definitiv einen Besuch wert sind. Es gibt natürlich noch viele weitere Veranstaltungen; die Liste wird auch in unregelmäßigen Abständen erweitert 😉

Wie sieht es mit dir aus?

Warst du schon mal auf einer dieser Kongresse oder hättest jetzt Lust dort hinzugehen? Welche Digitalevents dürfen auf deiner Liste keinesfalls fehlen?

Schreib es mir in die Kommentare.

PAYBACK – die Killerplattform für CRM?

Als Marketing-Verantwortlicher stellt sich heute mehr denn je die Frage, wie die Kundenbindung und -gewinnung sowohl stationär als auch natürlich online verbessert werden kann. Ein prominentes Mittel dafür sind sogenannte Loyalty-Programme wie beispielsweise PAYBACK. Welche Marktstellung PAYBACK besitzt und ob es für dich interessant sein könnte, Unternehmenspartner zu werden, das zeige ich dir in diesem Artikel.

Was ist PAYBACK eigentlich genau?

Klären wir also zunächst mal die Keyfacts: PAYBACK ist eine Tochtergesellschaft der Loyalty Partner GmbH, die wiederum Teil der American Express Gruppe ist. In Deutschland gibt es das Unternehmen seit dem Jahr 2000, seitdem kamen die Länder Polen, Indien, Mexiko, Italien und Österreich dazu.

Das Geschäftsmodell gestaltet sich folgendermaßen: Über eine PAYBACK-Karte oder die entsprechende App können Kunden im stationären Handel oder online bei den Partnerunternehmen Punkte beim Einkauf sammeln. Im Schnitt werden bei einem Umsatz von 1.000 Euro PAYBACK-Punkte im Wert von 10 Euro ausgeschüttet. Diese können wiederum in Wertgutscheine oder Prämien eingetauscht werden. Unternehmen können zusätzlich auch Rabattcoupons herausgeben und so die Kauffrequenz und Kundenzufriedenheit erhöhen. Die Bezahlung der Punkte erfolgt von Seiten der Unternehmen. PAYBACK liefert im Grunde genommen die Omnichannel-Marketingplattform, um die Kunden überhaupt auf die Angebote der Partner zu locken und verbessert diese kontinuierlich.

Und die Zahlen sprechen für sich…

  • Alleine in Deutschland kommt PAYBACK auf aktuell 30 Millionen Kartennutzer, die dazugehörige App kann sechs Millionen Nutzer vorweisen.
  • Jeden Tag wird die PAYBACK-Karte rund vier Millionen Mal an deutschen Kassen vorgezeigt.
  • Die mehr als 650 Partner haben zusammen über die Karte einen Jahresumsatz von 29,8 Milliarden verzeichnet (2017)
  • 2017 wurden Punkte im Wert von 381 Millionen Euro gesammelt – der Clou: 95% der Punkte werden auch wieder eingelöst!

Das sind äußerst beeindruckende Zahlen wie ich finde. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür ist auch die Bekanntheit: 8 von 10 Deutschen haben in einer Umfrage angegeben, dass PAYBACK ihnen zumindest ein Begriff ist.

Was springt für Unternehmen dabei heraus?

a) Mehr Umsatz.

Ganz entscheidender Punkt. PAYBACK versteht sich als Multikanal Marketingplattform, die einen zusätzlichen Vertriebsweg zu anderen Vermarktungsstrategien darstellt. Ein Kunde, der durch einen Einkauf bei deinem Unternehmen Punkte für attraktive Prämien und am Besten noch einen Rabattcoupon für den nächsten Einkauf obendrauf bekommt – für wie wahrscheinlich schätzt du es, dass der Kunde beim nächsten Mal wieder auf dich zurückkommt?

In Best Practice Cases haben Unternehmen PAYBACK Coupons in ihre Werbemittel integriert. Die Kunden, die dann diese PAYBACK-Coupons eingelöst haben, haben im Schnitt mehr als dreimal so viel Umsatz beschert. Bei so einer Steigerung kann man schon mal hellhörig werden…

b) Weniger Streuverlust.

Wie umfangreich betreibst du bzw. dein Unternehmen noch Werbemaßnahmen in Print, Radio oder TV? Ich hoffe es ist minimal. Denn wenn du nicht gerade bei einem Top-Konzern beschäftigt bist, ist der hier produzierte Streuverlust schmerzhaft teuer.

PAYBACK bietet seinen Unternehmenspartnern die Möglichkeit, langfristige oder phasenweise Werbeaktionen zu gestalten. Wenn du zum Beispiel für das Firmenjubiläum Rabattcoupons über PAYBACK verteilst, lässt sich aufgrund der Einsatzmessung von App und Karte beobachten, ob diese Aktion von den Kunden wahrgenommen und auch genutzt wird.

Im Vergleich zur ebenfalls messbaren Online-Werbung können die PAYBACK-Aktionen sehr passgenau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden. Wenn man als Unternehmen diese Bedürfnisse kennt und geschickt verpackt, steht die nächste Erfolgskampagne quasi schon vor der Tür. 😉

c) Customer Relationship Management (CRM) auf neuem Level.

Kundenbindung ist und bleibt eine Mammut-Aufgabe für jeden Marketing-Manager. Die Verknüpfung von Online- und Offline-Welt (oder auch Interconnected Retail) ist dafür ein zentraler Aspekt, den PAYBACK in seiner Geschäftsstrategie erfolgreich umsetzt.

Durch die Punkte, die wir über alle Kanäle erhalten können, wird unser Sammeltrieb geweckt und die Coupons geben zusätzlich das gute Gefühl, ein kleines Schnäppchen gemacht zu haben. Dieser Loyalty-Effekt sollte keinesfalls unterschätzt werden: Denn er incentiviert den Kunden , sein Bestellvolumen beim nächsten Einkauf zu vergrößern oder sein Bestellverhalten an die Geschäfte mit PAYBACK Unterstützung auszurichten, um noch stärker vom Punktesystem zu profitieren.

Wann kann sich eine PAYBACK-Partnerschaft lohnen?

Schaut man sich einmal die bekanntesten PAYBACK-Partner an, dann sind es hauptsächlich die sonst auch großen Namen in der Wirtschaft: REWE, dm, Real, Aral, Expedia, Thalia und viele mehr. Bei der Recherche weiterer Partner wirst du schnell feststellen: PAYBACK ist auf B2C ausgerichtet und in erster Linie für die Handelsbranche ein Thema.

Seine volle Wirkung entfaltet PAYBACK für die Unternehmen, die sowohl im stationären als auch im Online-Handel unterwegs sind. Zum einen ist hier eine nahtlose Verknüpfung der Kanäle möglich, die besonders förderlich für die Kundentreue sind. Zum anderen greift im stationären Handel die Mobile-Payment-Lösung PAYBACK PAY als Marktführer in diesem Segment. Dabei kann ganz bequem bei teilnehmenden Händlern über die App bezahlt, Coupons eingesetzt und gleichzeitig Punkte gesammelt werden.

Außerdem sind Unternehmensgröße und durchschnittliche Kauffrequenz Faktoren, die du nicht unterschätzen solltest: PAYBACK lohnt sich aus Kundensicht zum Beispiel eher weniger, wenn man nur gelegentlich bei den Partnerunternehmen einkauft. Das liegt mitunter an der relativ geringen Rabattquote von 1-2 Prozent (bei Aktionen können es auch mal 10% sein). Kauft jemand nur relativ selten ein, kommen auch nicht viele PAYBACK Punkte zustande, die erst ab einer bestimmten Anzahl eingetauscht werden können. Dauert das zu lange, wäre der Mehrwert für beide Seiten in diesem Fall überschaubar.

Zusammengefasst: Bringt dir PAYBACK den Erfolg?

PAYBACK ist zweifelsohne der Platzhirsch unter den Bonusprogrammen. Das Unternehmen versteht es, die verschiedenen Marketing-Kanäle zu kombinieren und den Partnern passgenaue Angebote für deren Kunden bereitzustellen. Ist PAYBACK also für jeden Business Owner und Marketing-Verantwortlichen grundsätzlich zu empfehlen?

Die juristische Standard-Antwort: Es kommt drauf an.

  • Dein Unternehmen ist primär im B2C Handel / E-Commerce tätig,
  • sollte im Idealfall stationär und online unterwegs sein,
  • sollte bereits ein gewisses Umsatzlevel aufweisen und
  • regelmäßige Kauf- und Kundenfrequenz haben.

Mit diesen Kriterien sind schon mal sehr wichtige Eckpfeiler für einen erfolgreichen Einsatz von PAYBACK gelegt. Damit will ich jedoch nicht ausschließen, dass PAYBACK auch in anderer Form funktionieren kann. Es wird dann nur schwieriger sein, den Mehrwert der Plattform in vollem Umfang zu nutzen.

Denn der Mehrwert ist zweifelsohne vorhanden: Hohes Umsatzpotenzial, performanceorientiertes Kostenmodell und ein Vertriebsnetzwerk, mit dem beim CRM nochmal eine Schippe draufgelegt wird. Zusätzlich haben die Unternehmen die Chance, über PAYBACK PAY am starken Wachstum im Mobile Payment Bereich zu partizipieren.

Meine Link-Tipps:

Payback Pay knackt die Nuss: Der Mobile-Payment-Durchbruch kommt (t3n.de)

Mobile Couponing aktueller denn je (Locationinsider.de)

Meine Video-Tipps:

PAYBACK auf der dmexco 2018

Galileo-Beitrag zu PAYBACK

Bildquellen: pexels.com

Booste deinen Start ins Jahr 2019 mit diesen Tools

Hier hab ich dir meine Top-Empfehlungen für den sportlichen und gesundheitsbewussten Start ins Neue Jahr zusammengestellt. Ich will dir anhand einiger persönlicher Empfehlungen aufzeigen, wie ich das mache. Hier findest du eine Auswahl an Produkten und Services, die ich selbst verwende, liebe und dir daher wärmstens ans Herz lege. Mir helfen Anbieter wie diese um ein bewusstes und vitales Leben zu führen. Probiere doch einfach mal was Neues aus 🙂

Hinweis: Bei einigen dieser Links handelt es sich um Empfehlungslinks. Es kostet dich nichts extra, aber ich erhalte eine kleine Provision, wenn du dich zu einem Kauf entscheiden solltest. Ich empfehle diese Tools nur, weil ich sie selbst verwende, sie liebe und weil ich glaube, dass sie dir weiterhelfen können.

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Warum Interconnected Retail für stationären Handel unverzichtbar wird

Beim Lesen mancher Artikel in Fachzeitschriften bekommt man als Händler oftmals den Eindruck, dass sich in Zukunft alles um die Customer Journey im Online-Bereich drehen wird – aber ist das wirklich so?

Wer auf Interconnected Retail setzt, für den lautet die Antwort ganz klar „Nein!“; denn dieser Trend hat das Potenzial, das nächste ganz große Zugpferd für den stationären Handel zu werden.

Warum das so ist, das möchte ich dir anhand verschiedener Beispiele und Use Cases demonstrieren.

Interconnected Retail: Was ist das überhaupt?

Bevor wir in das Thema tiefer einsteigen, erst einmal das notwendige Grundlagenwissen. Interconnected Retail (oder auch Connected Retail) bezeichnet die Verzahnung aller Vertriebskanäle aus der Omnichannel-Strategie.

Bedeutet im Klartext: Es wird nicht mehr strikt in Kanälen gedacht, sondern die digitalen und analogen Vertriebswege werden auf geschickte Art und Weise miteinander kombiniert.

Für Händler heißt das beispielsweise, dass die Customer Journey nun nicht mehr beim Betreten des physischen Geschäftes endet, sondern dort um die digitalen Benefits erweitert wird. Resultat – der Kunde erhält ein umfangreiches und konsequentes Kauferlebnis und wird im stationären Betrieb nicht mehr so alleingelassen wie das bisher vielleicht der Fall war.

Wer kann Interconnected Retail nutzen?

Natürlich ist diese Strategie in erster Linie für die Unternehmen interessant, die über ein ausgeprägtes Netz an physischen Filialen beziehungsweise Niederlassungen verfügen.

Gerade das Handelsgewerbe ist beim Thema Interconnected Retail bereits hellhörig geworden und beobachtet die Entwicklungen hier sehr genau. Teilweise wurde der Bereich auch schon praktisch angegangen und umgesetzt, wie wir später an den Use Cases sehen werden.

Beispiele für Branchen sind unter anderem die Supermärkte und Discounter, Baumärkte, Elektronikfachhandel, Möbelhäuser und viele weitere Geschäfte aus dem Fachhandel.

Zum physischen Filialnetz gehört aber auch ein leistungsfähiger E-Commerce Auftritt, der eine sinnvolle Verknüpfung zwischen Internet und Ladengeschäft erst möglich macht. Mobillösungen sollten im Idealfall ebenso bereits vorhanden sein, da dies in vielen Märkten die Hürden niedriger legt.

Chancen und Risiken im Interconnected Retail

Die Omnichannel-Strategie ist bei den meisten Unternehmen nun allmählich durchgedrungen, auch wenn an manchen Stellen die Umsetzung noch ein wenig hakt. Interconnected Retail ist noch nicht allzu lange reell greifbar, da es in vielen Bereichen auch mit dem Grad der technischen Entwicklung einhergeht.

Die Chancen liegen auf der Hand

Auch wenn das Thema noch nicht alle Chefetagen erreicht hat, so ist es umso wichtiger, dass das zeitnah geschieht. Denn die Nutzungs-möglichkeiten sind je nach Branche zwar unterschiedlich, aber enorm vielfältig und mehrwertstiftend – für Händler und Kunden gleichermaßen.

  • Was die Filter-Einstellungen im Online-Shop sind, können im Laden die Verkaufsflächen sein. Die führen mithilfe von Sensorik, Licht oder Bewegung den Kunden zu einer zugeschnittenen Auswahl an Produkten, die für ihn in Frage kommen.
  • Die meisten Händler tracken ihre Online-Präsenz mit Analyse-Tools. Im physikalischen Geschäftsraum ist davon hingegen wenig zu sehen. Sensorik kann dabei helfen zu erkennen, vor welchen Produkten die Kunden lange stehenbleiben und welche Gänge bevorzugt durchquert werden. Keine ganz unnützliche Information für das Marketing-Team.
  • Ein Kunde auf Produktsuche kann eine kurzen Fragebogen auf seinem Smartphone durchführen und wird daraufhin direkt zu den für ihn passenden Produkten im Markt gelotst. Die darauffolgende Produktwahl des Kunden ermöglicht dann wiederum Analyse-Ansätze, die die Darstellung und Platzierung auf Seiten des Händlers optimieren kann.

Das waren jetzt nur drei ausformulierte Benefits, die Interconnected Retail mit sich bringt. In den Use Cases sehen wir noch ein paar weitere Beispiele, wie solche Lösungen aussehen können.

Aber selbst darüber hinaus wird es noch jede Menge weiterer Optionen geben, die man sich jetzt womöglich noch gar nicht vorstellen kann.

Risiken – hier sollten Händler aufpassen

Das Feld der Chancen von Connected Retail ist groß und zukunftsweisend. Umso wichtiger ist es, auch die Risiken immer im Blickfeld zu haben.

  • Online-Shops sind in weiten Teilen von ihrer Software abhängig. Im Interconnected Retail braucht es aber auch Hardware – und die ist meistens nicht ganz billig. Wer hier mitspielen möchte, muss zwingend ein finanzielles Risiko in Kauf nehmen und ein stattliches Investitionsvolumen bereitstellen, um die Technologie sinnvoll flächendeckend zu testen und einsatzbereit zu machen.
  • Hinzu kommt, dass im Bereich Internet of Things, wozu intelligente Regale oder Sensorik in Verkaufsräumen dazugehört, viele Entwicklungen noch am Anfang stehen. Daher sind viele Möglichkeiten zwar denkbar, technisch jedoch (noch) nicht umsetzbar oder nur unter erheblichem Aufwand. Ein operatives Risiko, das viele Händler aktuell nicht tragen möchten.
  • Geht es um den Datenschutz, ist man in Deutschland gerne etwas skeptischer. Rechtssichere Einwilligungen zur Datenanalyse der Kunden bilden hier die Arbeitsgrundlage. Nutzer müssen jederzeit bestimmen können, welche Daten erhoben werden dürfen und welche wieder gelöscht werden sollen. Nur so lässt sich Interconnected Retail von der Theorie in die Praxis transformieren.

Händler sind also angewiesen, für einen transparenten Datenschutz zu sorgen und gleichzeitig den Einsatz funktionsfähiger und betriebswirtschaftlich sinnvoller Technologie in die Wege zu leiten.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine solche Verknüpfung von E-Commerce und stationärem Handel nicht vollkommen reibungslos verlaufen wird. Technische und finanzielle Hürden machen den Weg zwar nicht unpassierbar, können sich aber unter Umständen zu Hürden entwickeln, die sich nur mühselig beseitigen lassen.

Ich habe hier mal eine Auswahl an Use Cases zusammengestellt, wie Interconnected Retail bereits genutzt wird beziehungsweise wie es sich in Zukunft entwickeln kann.


Use Case Nr. 1: Der vernetzte Baumarkt – Hornbach

Dass Hornbach in Sachen Marketing einige Sachen richtig macht, habe ich in einem anderen Beitrag auf diesem Blog bereits berichtet. Daher wundert es kaum, dass man bei der Baumarkt-Kette die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich auf das neue Retail-Konzept konzentrieren möchte.

  • Der Online-Shop von Hornbach bietet die ganze Produktpalette mit den passenden Filtern und Ratgebern an. Wer die Ware online bestellt, kann sie sich ganz einfach in der nächsten Filiale abholen und gegebenenfalls auch erst dort bezahlen.
  • Services wie zum Beispiel individuelle Farbmischungen oder Zuschnitte können online beauftragt und im Markt abgeholt werden. Mit der Hornbach-App lässt sich noch dazu der Fortschritt von Aufträgen oder Bestellungen tracken, wie man es sonst von den Paketdiensten kennt.
  • Hier läuft die Verbindung von Markt und Online auch andersrum: Mit einem Kundenkonto auf der Webseite können Kunden ihre Einkäufe registrieren und erhalten bis zu 30 Tage nach Kauf Rückerstattungen, wenn der Preis in dieser Zeit günstiger geworden ist.
  • Um sich auf allen Kanälen preispolitisch identisch verhalten zu können, verzichtet Hornbach auf das online gern verwendete Dynamic Pricing, das Nutzern je nach Zeit und Präferenz veränderte Preise anbietet.

Die Filialen genießen ein hohes Vertrauen bei Hornbach und sind trotz Online-Hype von Amazon & Co. ein entscheidender Bestandteil für die eigene Unternehmensstrategie. Sogar weitere Eröffnungen in der vermeintlich gesättigten Baumarkt-Branche sind angekündigt.


Use Case Nr. 2: Mobiles Bezahlen im Supermarkt – REWE

Die Deutschen lieben ja bekanntlich ihr Bargeld. Trotzdem gewinnt das mobile Bezahlen (wenn auch langsam) immer mehr an Zuspruch. Für Interconnected Retail ist es dabei von Vorteil, die Kunden mit eigenen Bezahlsystemen an sich zu binden und sich nicht in die Abhängigkeit von den Tech-Giganten Google und Apple zu begeben.

Hierzu hat die Supermarktkette REWE sich mit Edeka zusammen-geschlossen, um unter dem Projektnamen „Hippos“ eine Instant-Payment-Lösung  an den Start zu bringen. Technisch soll die Lösung sowohl mit QR-Code als auch mit NFC funktionieren. Der Launch ist für 2019 geplant, andere Lebensmittel-Riesen sind ebenfalls interessiert.

Auch die Kombination aus analogem und mobilem Bezahlen hat sich REWE in das Payment-Portfolio gepackt und unternimmt somit weitere Schritte hin zu noch mehr Kundenbindung. Seit Sommer 2017 ist es Kunden von REWE und noch einigen anderen Händlern möglich, mit Payback sowohl klassisch mit der Karte als auch mobil per App Punkte zu sammeln. REWE bietet hier ebenfalls die Varianten QR-Code oder NFC an.


Use Case Nr. 3: Blick über den Teich – Walmart

Der Allrounder-Supermarkt aus den Staaten Walmart hat seine mobile App einmal grundlegend erneuert und daraus ein beispielloses Instrument für Interconnected Retail geschaffen.

  • Betritt man einen Walmart in seiner Nähe, verwandelt sich die App in einen „Store Assistant“, der dann unter anderem Services wie Barcode-Scanner, Kundenbewertungen, Suchleiste oder das Bezahlverfahren Walmart Pay beinhaltet.
  • Des Weiteren ist in der App eine Einkaufsliste integriert, die gleichzeitig in der Lage ist, den Ort des gewünschten Produkts anzuzeigen und man sich somit seine Route durch das Geschäft planen kann. Gerade bei Handels-ketten mit großen Verkaufsflächen stellt das für viele der Kunden eine Erleichterung dar.

Das Beispiel von Walmart zeigt, wie effektiv der Mobile-First-Ansatz mit der Customer Journey im stationären Geschäft ineinandergreifen kann. Ein Smartphone, das als Unterstützer im Fachhandel kaum Wünsche offen lässt, kann das Kauferlebnis zweifellos eindrucksvoller machen und mit Mehrwert füllen.


Interconnected Retail: Lieber nicht den Zug verpassen

Auch wenn der Online-Handel seine dominante Rolle immer stärker ausprägt, manche Dinge erledigen sich mit physischer Anwesenheit immer noch am besten.

Interconnected Retail kann hier primär die großen Handelsketten unterstützen, am digitalen Zahn der Zeit zu bleiben. Aber auch der Einzelhandel in den kleineren Dimensionen wird sich nach und nach mit dem Thema beschäftigen müssen, um in puncto Kauferlebnis nicht noch tiefer ins Hintertreffen zu gelangen.

Im Jahr 2018 sehen wir bereits die ersten Fortschritte, die verschiedenen Kanäle miteinander zu vernetzen und Synergieeffekte zu generieren. Omnikanal ist noch nicht so stark verbreitet wie es sein könnte und so wird es auch noch seine Zeit brauchen, bis die aktuellen Prototypen und Projekte des Interconnected Retail ihren großen Durchbruch feiern können.

Für den Handel sollten die Chancen dieser Strategie auf jeden Fall ein Anlass sein, sich näher damit zu beschäftigen und die eigenen Möglichkeiten und Potenziale festzustellen.

Mit komfortablen Datenschutzeinstellungen für Kunden sowie ein bisschen Geduld und Kapital für die kommenden Technologien kann die Customer Journey in den 2020ern ein bedeutsames Update feiern.

Meine Buchtipps zum Thema

Meine Linktipps zum Thema

Der Kampf der Plattformen um die Retail-Vorherrschaft (excitingcommerce.de)

Walmart’s Store Assistant brings in-store value to mobile app (Retaildive)

Das neue Bezahlsystem von Edeka und Rewe (Business Insider)

Die Interconnected Retail Strategie von Hornbach und warum Amazon nicht so stark ist, wie man glaubt (Business Insider)

Meine Videotipps zum Thema

Vorstellung des Wal Mart „Store Assistant“

Ein kleiner Aufwecker für alle, die noch nicht mit Omnichannel angefangen haben:

Bilder: pexels.com

 

Ist der Hype um Amazon überhaupt noch berechtigt?

Wir alle kennen Amazon und mit recht hoher Wahrscheinlichkeit hast du dort auch schon mal etwas bestellt. Der eCommerce Riese hat sich mit rasanter Geschwindigkeit ein Imperium aufgebaut, das bereits weit über den Kosmos des Handelsplatzes hinausgeht und sich vermutlich noch weiter ausdehnen wird.

In der Wirtschaftspresse wird Amazon für seine unternehmerische Stärke gerne in den höchsten Tönen gelobt. Aber auch der Global Player hat einige Baustellen und Schwächen, die man in den Medien eher seltener zu hören bekommt. Auf diese möchte ich in diesem Artikel eingehen und die Frage klären, ob der Hype um Amazon denn noch gerechtfertigt ist.

Vorab: Wo Amazon weiterhin wachsen dürfte

Bevor ich auf die aktuellen Schwachstellen von Amazon zu sprechen komme, darf ich der Fairness halber natürlich nicht die Erfolge und Potenziale des US-Konzerns unterschlagen.

Ein Fakt hat mich dabei besonders überrascht: Wenn es um die Produkt-Suche geht, wurde Google mittlerweile von Amazon überholt. Die Ergebnisse einer Studie von Jumpshot haben gezeigt, dass 54% aller Produkt-Suchen bei Amazon starten und rund 46% bei Google. 2015 war dieses Verhältnis noch umgekehrt.

In der Logistik wurde Amazon leichtfertig überschätzt

Einen ganz besonderen Fokus legt Amazon derzeit auf das Logistikgeschäft. Denn der Versand von Amazon-Paketen ein Eigenregie hat durchaus Vorteile für den Handelsgiganten:

In Hamburg ist der eigene Zustelldienst „Amazon Logistics“ zum Beispiel bereits im Einsatz. Da Amazon ja ganz genau weiß, welche Produkte in den Paketen sind, kann das Zeitmanagement der Zustellung deutlich erleichtert werden. Wenn das Produkt nicht von großem Wert ist, wird ein Übergabenachweis ganz gerne mal vernachlässigt. Geht es verloren, sendet Amazon einfach ein neues Paket. Eine Vorgehen, das bei anderen Paketdienstleistern so nicht möglich ist, die Nachlässigkeiten bei der Zustellung aber trotzdem vermehrt auftreten.

Gerade bei den Transportdienstleistern war man besonders skeptisch, was eine eigene Lieferflotte von Amazon betraf und stempelte diese als äußerst unwahrscheinlich ab. Mit dem Kauf von 20.000 Mercedes Sprintern hat sich der Konzern kurzerhand zum weltweit größten Sprinter-Kunden für Daimler entwickelt. 2020 soll Amazon mit seinen regionalen Transportgesellschaften auch deutschlandweit in der Breite vertreten sein. Und das Wachstum von Prime Air ist seit 2015 ebenfalls positiv und bringt andere Fracht-Airlines zunehmend in Bedrängnis.

Nun komme ich aber zu den weniger erfreulichen Umständen, die Amazon derzeit beschäftigen…

Drei Bereiche, in denen Amazon aktuell schwächelt

Bereich Nr. 1: Ein schwaches Wachstum

Der dritte Quartalsbericht 2018 hatte die Anleger trotz vermeintlich guter Zahlen enttäuscht: Obwohl sich der Konzern in der Breite sehr gut aufstellt, wird das immer langsamer werdende Umsatzwachstum kritisch betrachtet. Vor allem deshalb, weil Amazon in den letzten Jahre eine umfangreiche Expansionsstrategie fährt, die eigentlich hohe Wachstumsraten beim Umsatz erzeugen müssten.

Während Amazon beim Umsatzwachstum also mit einem Durchhänger zu kämpfen hat, bleibt die amerikanische Konkurrenz mit dem Fuß auf dem Gas: Laut Jumpshot verzeichnete die Supermarkt-Großmacht Walmart im Jahresvergleich mehr als dreimal so hohe Wachstumsraten als Amazon über verschiedene Kategorien hinweg.

Bereich Nr. 2: Das Problem mit der Marktmacht

Man könnte meinen, Amazon ist einer Haupttreiber für den langsamen Tod des Einzelhandels, der sich gegen die Übermacht aus den USA kaum wehren kann. Für einige Branchen ist das sogar durchaus der Fall: In mindestens sechs Kategorien nimmt Amazon jeweils mehr als 80% Marktanteil ein. Kaum verwunderlich, dass die Monopol-Vorwürfe immer lauter werden und zum Teil sogar schon die Zerschlagung des Unternehmens gefordert wird.

Das Interessante ist:

Im Bereich Möbel oder Frauenbekleidung liegt der Marktanteil von Amazon gerade mal unter 50%.

Tendenz fallend.

Während in der Möbel-Branche IKEA hervorragende Marktanteilssteigerungen von über 50% allein im Jahresvergleich zwischen 2017 und 2018 einfährt, fällt Amazon im gleichen Zug um knapp 11%. Noch drastischer fällt der Verfall des Marktanteils im Bereich der Frauenklamotten aus: Dort sinkt der Marktanteil von Amazon um 30% innerhalb eines Jahres, während der von H&M um 77% steigt.

Bereich Nr. 3: Schwierigkeiten im Lebensmittelgeschäft

Momentan fährt Amazon im Food-Bereich noch zweitgleisig: Da gibt es zum einen AmazonFresh, das seit 2017 in ausgewählten Städten in Deutschland verfügbar ist und taggleiche Lieferungen frischer Lebensmittel ermöglicht. Je nach Schnelligkeit und Mindestbestellwert kommen zu den 9,99 Euro, die für Prime-Mitglieder monatlich anfallen, gegebenenfalls weitere Zusatzkosten hinzu.

Der Dienst PrimeNow hat außer den Liefergebühren für bestimmte Zeitfenster oder geringwertige Lieferungen keine zusätzlichen Gebühren. Hier können neben Lebensmitteln aber auch andere Artikel in ausgewählten Regionen taggleich zugestellt werden.

Für den Kunden bedeutet das zwei verschiedene Konstrukte, die bis auf kleinere Abweichungen im Grunde dieselbe Dienstleistung anbieten. Eine Fusion der beiden Dienste ist daher auf absehbare Sicht kein unwahrscheinliches Szenario.

Ebenfalls Probleme gibt es bei dem Modell der eigenen Supermärkte unter der Flagge Amazon Go. Was bei der Eröffnung in Seattle noch für großen Medienrummel gesorgt hat, ist im Ausland zum Teil bereits gängige Praxis oder auf dem Vormarsch.

In China unterhält der Großkonzern Alibaba „Hema“ Supermärkte, in denen Kunden ihre Waren ohne Mitarbeiterkontakt ganz bequem einscannen und bezahlen können. Bei der niederländischen Supermarkt-Kette Albert Heijn halten die Kunden ihre Kundenkarte einfach an das Preisschild und der Preis für die Ware wird entsprechend gescannt und abgebucht.

Mein Fazit: Eine Euphoriebremse ist angebracht

Es ist unbestritten, dass Amazon auch in den nächsten Jahren ein großer Machtblock im E-Commerce bleibt. Das Unternehmen hat sich in vielen Bereichen Vormachtstellungen erkämpft und wird in Zukunft noch weitere Gebiete erschließen, die das Leben der Kunden immer weiter beeinflusst.

Du siehst an meinen Beispielen aber auch, dass längst nicht alles glatt läuft beim Konzern aus Seattle. Vor allem am Umsatzwachstum und den Marktanteilen einiger Branchen hat man gesehen, dass die Konkurrenz keinesfalls schläft oder paralysiert ist. Amazon kann trotz vermeintlicher Monopolstellung diverse Einbußen gegenüber denjenigen Portalen nicht verhindern, die in ihrem Spezialgebiet eine umfangreiche Experten-Positionierung etabliert haben.

Auch der Einstieg in neue Märkte läuft nicht immer im Handumdrehen – der Lebensmittelbereich ist ein schwieriges Pflaster und es wird wahrscheinlich noch etwas Zeit ins Land gehen müssen, bis eine breite Etablierung bei den Kunden möglich wird.

Bis dahin sollte die Devise lauten, dem Hype um Amazon nicht blind zu folgen. Ein kritischer Blick hinter die Kulissen hat noch keinem Journalisten oder Investor geschadet 😉

Was ist deine Meinung zu dem Thema?

Siehst du den Amazon-Hype für gerechtfertigt oder wo siehst du weitere Schwächen des Mega-Konzerns? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

Meine Buchtipps:

The Four: Die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google

Amazon Marketplace: Das Handbuch für Hersteller und Händler

Meine Linktipps:

Amazons heimlicher Aufstieg zum Airline-Riesen (WirtschaftsWoche)

The Competitive State of eCommerce Marketplaces (Jumpshot Studie)

Meine Videotipps:

Amazon Deutschland wird 20 Jahre alt: Gründungsmitarbeiter berichten von den Anfängen

Jeff Bezos Doku von Aktien mit Kopf

Bilder / Grafiken: pexels.com pixabay.com jumpshot.com

5 knallharte Gründe, warum Gründer immer wieder scheitern

Nenne mir mal spontan ein Startup, das mit seiner Geschäftsidee gescheitert ist und nicht mehr am Markt existiert. Gar nicht so einfache Frage, oder? Viel eher bleiben uns die jungen Unternehmen im Kopf, deren Businessmodell durch die Decke geht und hohe mediale Präsenz genießen dürfen.

Bevor sich ein Gründer im Wettbewerb erfolgreich behaupten und etablieren kann, sind geschätzt ein Dutzend mit ihrer Idee gescheitert. Im Grunde genommen ein trauriges Verhältnis, das sich jedoch oft auf die immer gleichen Gründe zurückführen lässt. In diesem Artikel möchte ich dir einmal fünf dieser eklatanten Fehler aufzeigen.

Fehler Nr. 1: Kein vorhandener Markt

Beginnen wir gleich mal mit dem am häufigsten Fehler, der laut einer Datenbank von CB Insights von frisch gegründeten Unternehmen begangen wird. Du bist Gründer und hast eine (aus deiner Sicht) bahnbrechende und coole Idee, die im besten Fall die ganze Welt revolutionieren kann.

Viele Gründer nehmen sich aber nicht ausreichend Zeit dafür, ihre Zielgruppe genau zu analysieren. Und selbst wenn du deine Zielgruppe soziodemographisch genau ermittelt hast, scheitern im Anschluss viele Unternehmen an der Markt-Frage.

Eine der wichtigsten Fragen für jeden Gründer muss sein: „Welches Problem löse ich für meine Zielgruppe?“ – wenn du hierauf keine klare Antwort findest oder das Problem für deine Zielgruppe keinen besonderen Pain Point darstellt, dann wird der Erfolg mit hoher Wahrscheinlichkeit ausbleiben.

Schnelles Starten ist zwar notwendig, um sich nicht zu lange an der grauen Theorie festzuhalten, gar keine Frage. Gescheiterte Startups beziehungsweise Gründer sind deutlich besser beraten, zum Beispiel durch Mentoren-Coaching in der Frühphase rechtzeitig Probleme bei der Definition von Problemlösung, Markt und Zielgruppe festzustellen.

Fehler Nr. 2: Wenn das Geld ausgeht…

So ein Aufbau eines Unternehmens erfordert je nach Geschäftsidee ein recht stattliches Startkapital und idealerweise einen starken Management-Partner, um überhaupt die Entwicklung und das nachfolgende Wachstum des Business zu gewährleisten. Besonders vielversprechende Startups werden in diesem Zusammenhang regelmäßig über verschiedene Wege (beispielsweise Venture Capital) mit Millionenbeträgen von Investoren beglückt.

Trotz Vorschusslorbeeren scheitern Gründer besonders häufig aufgrund schlechter Finanzplanung. Das Haushalten mit Budgets, ein finanziell angemessener Einsatz von Ressourcen oder schlicht der Überblick über die Liquiditätsplanung: Vieles wird in diesem Bereich eher vernachlässigt, da Gründer sich in die Produktentwicklung vertiefen und den Blick auf die Finanzen aus den Augen verlieren.

Oftmals ist der mangelhafte Umgang mit dem Thema Finanzen darauf zurückzuführen, dass die Kompetenzen des Gründerteams eher einseitig verteilt sind. Wenn die Gründer beispielsweise nur auf dem technischen Bereich entstammen, fehlt in der Regel der Mann (oder die Frau) für die finanziellen und betriebswirtschaftlichen Bereiche.

Gründerfehler Finanzen

Fehler Nr. 3: Kommunikation mit dem Team

Eine ebenfalls häufige Ursache für das Aus junger Unternehmen sind gravierende Probleme und Uneinigkeiten innerhalb des Gründerteams. Aus meinen eigenen Engagements habe ich unter anderem gelernt, dass die Konstellation des Teams und eine gemeinsame Vorstellung über die Entwicklung des Unternehmens von entscheidender Bedeutung sind.

Genau das macht die Zusammenstellung eines Gründerteams auch so schwierig. Jeder Gründer sollte vor allem in der Aufbauphase des Unternehmens die gleichen Vorstellungen verfolgen, sodass das gemeinsame Ziel am Ende auch erreicht werden kann. „Gemeinsam an einem Strang ziehen“ ist hier das Stichwort.

Ein Beispiel: Dein Gründerteam steht und die Arbeit kann eigentlich losgehen. Leider entpuppen sich deine Partner für Finanzen und Vertrieb im weiteren Verlauf als ziemliche Querdenker. In den Meetings für die weitere Wachstumsstrategie stellen sich die beiden Partner gegen die Meinung des restlichen Gründerteams.

Es entsteht eine Blockade und auch menschlich beginnt es unter den Gründern zu kriseln. Konfliktlösungsansätze verlaufen im Sand, das Team wird zunehmend unzufriedener und eigentlich möchte man so nicht mehr miteinander zusammenarbeiten oder beginnt, unterschiedliche Ziele mit dem Unternehmen zu forcieren.

Du kannst dir sicher denken, wie in solchen Situationen der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens in Zukunft aussehen wird…

Fehler Nr. 4: Fehlender USP bei zu starkem Wettbewerb

Jede Branche hat unterschiedlich hohe Markteintrittsbarrieren. Vor allem wenn sich die Teilnahme am Markt grundsätzlich etwas schwieriger gestaltet, ist ein Alleinstellungsmerkmal ein besonders hilfreiches Mittel für die Gründer.

Diese Unique Selling Proposition (USP) ist gar nicht so einfach zu erreichen. Für eine Vielzahl von Gründern wird das jedoch zum Problem, wenn die Wettbewerber bereits eine große Marktmacht ausüben.

Gerade in Wachstumsphasen sind nämlich taktische Mittel wie zum Beispiel die Preispolitik bei fehlendem Alleinstellungsmerkmal eine eher kurzsichtige Lösung, um das Unternehmen vor dem Scheitern zu bewahren.

In jedem Fall ist man gut beraten, wenn man sich bereits in der Entwicklungsphase Gedanken um den eigenen USP macht. Dieser muss aber auch per Definition tatsächlich wirksam sein und sich nicht so einfach von anderen Unternehmen übernehmen lassen.

MM-digital bietet externe Hilfestellungen für Gründer in Form eines Workshops oder einer Beratung und kann dabei helfen, eine unabhängige Sicht auf das Produkt und somit neue Ansätze beim Findungsprozess des USP zu erhalten.

Fehler Nr. 5: Das Produkt selbst

Der wahrscheinlich naheliegendste Grund, warum Gründer mit ihrer Geschäftsidee immer wieder scheitern, ist die Ausgestaltung des Produkts oder der Dienstleistung selbst. Hier sind wiederum mehrere Fehlerquellen möglich:

  • Der entwickelte Prototyp lässt sich nicht wie geplant realisieren und herstellen
  • Die Kalkulation der Kosten für Einkauf, Herstellung, Vertrieb und Verwaltung geht nicht auf und es kann nicht profitabel gewirtschaftet werden
  • Das Produkt erscheint zum „falschen“ Zeitpunkt – Wettbewerber waren schneller und/oder können das qualitativ bessere Produkt anbieten
  • Oder ganz simpel: Das Produkt löst kein Problem und wird zudem schlecht umgesetzt

Es ist grundsätzlich nicht falsch, ein noch unfertiges Produkt in eine Testphase zu schicken und darauf aufbauend weiter zu optimieren. Allerdings passiert es nicht selten, dass das Gründerteam falsche Schlüsse zieht, das Produkt dann eher „verschlimmbessert“ und am Ende die Sales für die weitere Finanzierung des Projekts fehlen.

Im schlimmsten Fall reitet man sinnbildlich ein totes Pferd und programmiert sein Scheitern aufgrund eines überschätzten Produktes bereits vor.

Meine Bitte an alle Gründer da draußen:

Das war jetzt nur eine Auswahl an Ursachen, die dafür sorgen können, dass eine gute Geschäftsidee letztendlich nicht realisiert werden kann und zum Erfolg führt.


Nehmt euch ausreichend Zeit, um eure Geschäftsidee ordentlich zu prüfen und stabile Strukturen in eurem Unternehmen und rund um das Produkt zu schaffen. So könnt ihr verhindern, dass ihr viele unnötige Stunden in euer Projekt investiert, die mit etwas mehr Sorgfalt in der Early-Bird-Phase gar nicht notwendig gewesen wären.

Hinterfragt euch und euer Produkt regelmäßig und verliert nie die Problemlösung eurer Zielgruppe aus den Augen. Stellt ein thematisch ausgeglichenes Gründerteam zusammen, das an der gleichen Vision arbeitet. So stehen die Chancen gut, dass sich euer Unternehmen mit der richtigen Idee auch prächtig entwickeln kann.


MM-digital: Der Lösungspartner für dich als Gründer

Als Unterstützung biete ich allen Gründern mein Know-How und mein Netzwerk an, die Interesse an einem erfolgreichen Wachstum ihrer Geschäftsidee haben. Meine langjährige unternehmerische Erfahrung möchte ich dazu nutzen, engagierten und ehrgeizigen Menschen Power und Inspiration bei der Umsetzung ihrer Vorstellungen mitzugeben. Auch finanziell kann ich dir als Gründer mit einer Seed-Finanzierung unter die Arme greifen.

Unter der Marke MM-digital berate ich Vorstände und Geschäftsführer unterschiedlicher Branchen vor allem in den Themenbereichen…

  • Strategie / Business-Entscheidungen

  • Marketing / Sales / Vertrieb

  • Wirksames Management / Organisation / HR

  • Investment / Finanzen

Mehr Informationen, wie ich dir als Gründer bei deinem Business helfen kann, findest du hier.

Wenn du einen Gründer kennst, der sich gerade in der Aufbauphase seines Unternehmens befindet, dann leite ihm doch diesen Artikel weiter und bewahre ihn vor diesen fundamentalen Fehlern.

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