Kult: Amazon Investorenbriefe von Jeff Bezos

Tag 1 – mit diesem Mantra wurde Jeff Bezos zum reichsten Mann der Welt. Geprägt wurde dieses durch die Investorenbriefe. Seit 1997 erscheinen diese regelmäßig und beinhalten jede Menge an Insights, Philosophien und strategische Tipps.

1997 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

1998 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

1999 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2000 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2001 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2002 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2003 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2004 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2005 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

„Lassen Sie es nie zu Tag 2 kommen, denn Tag 2 ist Stillstand. Gefolgt von Irrelevanz. Gefolgt von qualvollem, schmerzhaftem Niedergang. Gefolgt vom Tod. Und deshalb ist immer Tag 1.“ - Jeff Bezos

2006 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2007 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2008 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2009 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2010 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2011 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2012 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2013 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2014 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2015 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2016 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

2017 Amazon Investorenbrief – Jeff Bezos

Ist Bitcoin überhaupt noch attraktiv? Was dafür und dagegen spricht…

Der Hype um die Kryptowährungen und insbesondere Bitcoin zum Jahresende 2017 ist dir mit Sicherheit noch im Gedächtnis. Danach kam im Prinzip das, was irgendwann hätte kommen müssen: Es kam bei mehreren Kryptos zu teils erheblichen Kurskorrekturen nach unten – die Euphorie war zunächst gedämpft.

Nun ist die Zukunft von Bitcoin & Co. offen, da die Kurse sich eine relativ gleichmäßige Achterbahnfahrt liefern. Mittlerweile haben sich auch schon Alternativen zur Blockchain wie zum Beispiel Hashgraph entwickelt.

In diesem Artikel möchte ich dir einmal meine Einschätzungen in Form von ein paar Pro- und Kontra-Argumenten wiedergeben, ob es für den Bitcoin noch eine glorreiche Zukunft geben kann.

Pro-Argumente: Was spricht für Bitcoin?

Pro #1: Die technische Weiterentwicklung

Seit der ersten Veröffentlichung des Bitcoin und der dazugehörigen Blockchain hat sich von technischer Seite eine Menge getan. IT-Experten auf der ganzen Welt haben die Technologie hinter dem Bitcoin erheblich weiterentwickelt. Besonders im Bereich der Skalierung konnten durch die sogenannte Lightning Methode Fortschritte beim Transaktionsaufwand erzielt werden.

Der Quellcode ist heute auf einem bereits sehr hohen Niveau ausgereift und wird auch in Zukunft weiter optimiert werden, was wiederum die Effizienz und die Breite der Nutzungsmöglichkeiten verbessert.

Pro #2: Gesellschaftlicher Bekanntheitsgrad

Die Blockchain-Technologie wird von den meisten Experten in höchsten Tönen gelobt. Prognosen behaupten regelmäßig, dass sie unsere heutige Welt noch radikal verändern wird. Damit haben auch Kryptowährungen wie der Bitcoin gute Chancen, vom Wachstum der Technologie zu profitieren.

Mit dem Bitcoin-Hype 2017 fand das Thema auch zunehmend in den „Mainstream-Medien“ statt, sodass im Jahr 2018 eine größere Zahl an Menschen zumindest schon mal etwas von Bitcoin und Blockchain gehört hat. Gerade im Krypto-Bereich kann ein bereits vorhandener Bekanntheitsgrad die Verbreitung erheblich vereinfachen und verschlingt womöglich auch weniger Marketingbudget.

Pro #3: Einstieg von Banken in die Krypto-Szene

Bitcoin hat das Potenzial, weit mehr als nur eine direkte Spekulationswährung darzustellen. Die Einbindung als Finanzinstrument kann bei steigendem Vertrauen eine größere Rolle für Banken und Versicherungen einnehmen.

Zur Hochphase des Hypes wurden die ersten Bitcoin-Futures herausgegeben und somit das Spektrum des Derivate-Geschäfts erweitert. Auch ETFs auf Bitcoin sind bereits in den Planungen, die bisher aber an den Aufsichtsbehörden gescheitert sind.

Es ist aber durchaus möglich, dass diese Blockade irgendwann aufgehoben wird. Damit würde ein neues Anlagefeld für Banken und Pensionsfonds eröffnet, in das jede Menge Kapital fließen kann.

Kontra-Argumente: Was spricht gegen Bitcoin?

Kontra #1: Aufsichtsrechtliche Verbotswellen

Es ist kein Geheimnis, dass Bitcoin leider auch für illegale Zwecke genutzt werden kann bzw. eine Möglichkeit darstellt, Geldbeträge länderübergreifend ohne staatliche Kontrolle zu transferieren. Das löst bei einigen Staaten erhebliche Bedenken aus und so haben unter anderem Russland, China und Bangladesch den Krypto-Handel verboten.

Auch in anderen Ländern betrachten die Finanz- und Aufsichtsbehörden die Kryptowährungen kritisch. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich auch andere Länder dazu entscheiden könnten, den Handel mit Bitcoin & Co. zu verbieten oder mit erheblichen regulatorischen Auflagen zu versehen.

Eine derartige Entwicklung wäre mit Sicherheit nicht im Sinne der Erfinder und könnte das Wachstumspotenzial der Kryptowährungen eindämmen.

Kontra #2: Schwache ICOs und Shitcoins

Der Krypto-Hype 2017 hat dafür gesorgt, dass Startup-Finanzierungen mitunter über Ether oder Bitcoins abgewickelt werden konnten. Darüber hinaus entstanden und entstehen heute noch neue Währungen über Initial Coin Offerings (ICO), bei denen es in der Vergangenheit leider teilweise zu Diebstählen und Betrügereien gekommen ist.

Auch die Finanzierungen sind nicht immer reibungslos verlaufen, haben einfach nicht genug Kapital eingespielt oder zugrundeliegende Startups sind krachend gescheitert. Für die Vertrauensbasis in Kryptos und Bitcoin im Speziellen und den Anlage-Anreiz ist das natürlich wenig förderlich.

Hinzu kommt, dass mit den zahlreichen ICOs auch viele Shitcoins auf den Markt gekommen sind. Damit sind die Kryptowährungen gemeint, die zum Teil aus sinnlosen oder absurden Beweggründen gegründet worden sind.  Bei denjenigen, die diese Coins immer noch halten, haben sich mittlerweile hohe Verluste entwickelt, da die Währungen nicht wirklich zu gebrauchen sind.

Es wird damit gerechnet, dass 2018 mehrere Kryptowährungen bzw. Shitcoins wieder vom Markt verschwinden werden – ein Schicksal, das Bitcoin zwar nicht unmittelbar erwartet, jedoch kein absolut unrealistisches Szenario darstellt. Ähnlich wie bei den Betrugsfällen sind dutzende gescheiterte Kryptowährungen kein besonders starkes Argument für hohe Investitionen in Bitcoin.

Kontra #3: Fehlende Alltagstauglichkeit

Bitcoin existiert nun schon mehrere Jahre am Markt, als Zahlungsmittel hat er sich aber nach wie vor nicht durchsetzen können. Zu groß sind oft die Risiken, die Skalierungsprobleme sind noch nicht umfassend gelöst.

Auch die hohe Volatilität, die 2017 angefangen und bis heute Bestand hat, erschweren die Umsetzung als Alternative zu den nationalen Währungen. Stabile Umrechnungskurse sind für den alltäglichen Kapitalverkehr von entscheidender Bedeutung, der Kurs des Bitcoin hingegen scheint unberechenbarer als nationale Währungen und lässt sich kaum kontrollieren.

Zudem fehlt für eine Alltagsnutzung wie zum Beispiel im E-Commerce oder sonstigem Warenverkehr im Privatbereich noch die breite Masse an interessierten Nutzern. Vor allem die Deutschen fürchten ohnehin schon die Abschaffung des beliebten Bargelds, eine rein digitale Währung löst daher bei den wenigsten hohe Begeisterung aus.

Dementsprechend dünn fällt auch das Angebot an Bezahlmöglichkeiten mit Bitcoin aus. Auch andere Kryptowährungen, die für diesen Zweck zum Teil sogar besser geeignet sind, stehen bei der Verbreitung eher schlecht da. Ein schlagartiger Durchbruch erscheint zunehmend unwahrscheinlicher.

Mein Fazit zur Entwicklung des Bitcoins

An meinen Pro- und Kontra-Argumenten wirst du jetzt wahrscheinlich festgestellt haben, dass ein eindeutiges Urteil zur weiteren Entwicklung von Bitcoin schier unmöglich ist. Es bleibt schwer abzusehen, ob die Chancen die Risiken überbieten werden und der Bitcoin als Pionier der Kryptowährungen einen erfolgreichen Weg einschlagen kann.

Es kann ebenso zu einem langsamen Ende der Krypto-Szene kommen, während sich die Blockchain-Technologie auf andere Weise ihren Erfolgsweg bahnt. Zum heutigen Zeitpunkt sind beide Szenarien völlig offen.

Wichtig aus meiner Sicht ist es, das Thema Bitcoin und Blockchain nicht als hochriskant und komplex abzuschreiben, sondern den Bereich weiter zu beobachten. Ich gehe davon aus, dass es hier weiter spannend bleiben wird.

 

Wie beurteilst du die aktuelle Lage des Bitcoin?

Geht die Kryptowährung ihrem langsamen Ende zu oder haben wir es hier nur mit einer Verschnaufpause zu tun?

Ich bin gespannt auf deine Meinung 🙂

Ich verrate dir meine besten Buchtipps für persönlichen Weiterentwicklung:

Diese Bücher haben mein Finanzdenken geprägt (zum Artikel)

Die aktuellen Buch-Bestseller (zur Übersicht)

Meine Buchtipps zum Thema Bitcoin, Blockchain & Co.:



Meine Linktipps:

Meine Videotipps:

Finanzfluss erklärt das Prinzip von Bitcoins für jeden verständlich

Kolja Barghoorn von Aktien mit Kopf klärt über Bond Futures auf

5 Ideen zu Kryptowährungen von / mit Julian Hosp

Bilder / Grafiken: pexels.com

Warum Führungskräfte niemals Kinder bekommen sollten

Unabhängig vom Alter höre ich des Öfteren die Diskussion um die Frage: „Soll ich lieber Kinder haben oder Karriere machen?“ Zugegeben, die Frage ist nicht neu und wurde auch schon vielfach diskutiert.

Ich beginne mit einer steilen These und bin gespannt auf die Kommentare: Meiner Meinung nach sollten Führungskräfte lieber keine Kinder bekommen. In diesem Artikel werde ich dir erläutern, warum ich diese Meinung vertrete.

Faktor Zeit: Was bleibt für Familie übrig?

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – ein gerne benutzter Begriff in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Stand heute ist diese Vorstellung in vielen Branchen und vor allem in der Management-Ebene leider noch Wunschdenken. Der Hauptgrund, wieso sich beides nicht unter einen Hut bringen lässt, ist die Zeit.

Egal ob du im Management beschäftigt oder als Selbständiger dein eigener Chef bist: Jeder in dieser Position weiß ganz genau, dass es den klassichen „9-to-5“ Job dort nicht gibt. In einem Unternehmen werden sich stetig Leistungsziele und strategische Ziele gesetzt – das Management hat die Aufgabe, diese umzusetzen.

In der Folge investiert ein Manager erheblich mehr Arbeitszeit als der Sacharbeiter, was den Stellenwert seines Berufs nochmals verstärkt. Das führt unweigerlich auch dazu, dass ein Manager kaum noch Zeit für die Familie aufbringen kann.

Auch in Zahlen ist das ganze Dilemma erkennbar: Ein „typischer“ Manager ist männlich, hat zwei Kinder und ist zwischen 40 und 49 Jahre alt. Während es 47% der Manager immerhin schaffen, pro Woche fünf bis zehn Stunden mit ihren Kindern zu verbringen, schaffen wiederum 42% nicht einmal fünf Stunden. (Quelle: Die typische Führungskraft)

An dieser Stelle gilt es reiflich zu überlegen, ob so eine kurze Zeitspanne für die Erziehung eines Kindes für dich persönlich ausreichend wäre.

Faktor Empathie: Wenn die Zuneigung fehlt

Eine Karriere im Management hat zwangsläufig auch unmittelbare Auswirkungen auf unsere Gefühlswelt und damit auf die Art und Weise, wie wir unsere Kinder erziehen würden. Der deutsche Psychologe und Autor Christian Peter Dogs erklärte zum Beispiel, dass Manager häufig emotional entkernt und somit nicht in der Lage sind, Gefühle zu zeigen.

Für die Erziehung von Kindern ist eine solche Entwicklung jedoch fatal. Ein Kind braucht im Leben die Zuneigung seiner Eltern und die Möglichkeit, auch deren Gefühle zu erleben. Die Problematik ergibt nun dadurch, dass es Kindern in der Regel nicht genügt, diese Zuneigung nur von einem Elternteil zu erfahren.

Dieser Fall wird jedoch dann eintreten, sobald ein Elternteil durch seinen Beruf zeitlich kurz gebunden und empathisch abgestumpft geworden ist. Das wäre nur einer der Gründe, warum es im Leben der Kinder zu Schwierigkeiten oder schlimmstenfalls sogar Störungen kommen kann.

Hinzu kommt, dass nach besonders stressigen Arbeitstagen die wenigsten Eltern die nötige Lust oder Kraft aufbringen können, um sich um die möglicherweise noch nervtötenden Kinder zu kümmern. Wenn die Kraftreserven und geistigen Kapazitäten bereits im Job ausgeschöpft sind, ist der Kinderwunsch am besten noch einmal zu überdenken.

Wie lautet also mein Fazit…?

Ich denke ich konnte dir veranschaulichen, warum eine Manager-Karriere sich nicht besonders gut mit einer Familien- und Kinderplanung vereinen lässt. Das wird vor allem am zeitlichen Faktor deutlich, da aufgrund fehlender Zeit und Zuneigung die Kinder nur unnötigen Schaden nehmen würden.

Daher bin ich der Meinung, dass Manager keine Kinder bekommen sollten.

Wie immer wird es hier entsprechende Ausnahmen geben, aber diese bestätigen nur die Regel. Wenn du dich auf eine Karriere im Management konzentrieren, dann sind Kinder dazu nur wenig förderlich und du solltest dir diese Entscheidung wirklich gut überlegen. 😉

Was denkst du über dieses Thema?
Hast du dir schon über Kinder bekommen Gedanken gemacht?

Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Meinung.

Meine Linktipps:

Beitragsbild: pexel.com by kinkate

Hornbach Content-Marketing: Lernen von den (Handwerker-)Profis!

Im Marketing gibt es nicht immer die klar erkennbaren Wege, wie man das eigene Unternehmen von den Mitbewerbern abgrenzen kann. Eine Möglichkeit, die sich in den letzten Jahren langsam aber stetig durchzusetzen scheint, ist das Content-Marketing.

Bei den deutschen Baumarktketten nimmt Hornbach dabei eine Vorreiterrolle ein. Durch ihre Marketing-Strategie lassen sich sehr gute Handlungsempfehlungen ableiten, wie Content-Marketing in der eigenen Branche funktionieren kann. Welche Best-Practices du für dich mitnehmen kannst, das verrate ich dir in diesem Artikel.

Drei Beispiele, wie Hornbach erfolgreiches Marketing betreibt

1) Die Hornbach Meisterschmiede

Egal ob professionell oder als Hobby: Das Hobby-Handwerk lernt man nicht einfach so im Schlaf. Nicht jeder hat aber das Glück, durch den Vater oder Großvater das notwendige Wissen vermittelt zu bekommen – selbst ist der Mann lautet daher die Devise!

Zur Unterstützung liefert Hornbach mit der Meisterschmiede auf Youtube praktische Tutorials zum Nachmachen und Nachbauen. Von der Konzepterstellung, bis zum Materialeinkauf und Tipps zur Umsetzung wird alles veranschaulicht und erreicht zum Teil hohe sechsstellige Klickzahlen.

Hierzu mal ein Beispiel:

2) Das Macher-Magazin

Bei dem Macher-Magazin handelt es sich um eine Online-Plattform, auf der Hornbach als Marke sich selbst eher in den Hintergrund stellt und stattdessen auf den Bereich Unterhaltung und Inspiration setzt. Beispielsweise werden Handwerk- und DIY-Projekte aus der ganzen Welt vorgestellt und geben dem Leser so eigene Denkansätze, ähnliche Projekte auch selbst umzusetzen.

Kombiniert wird das Ganze noch mit verblüffenden und interessanten Wissensartikeln rund um’s Thema Bauen, Garten, Werkzeug und vielem mehr. Humorvolle Videos und Bilder wie „Nachts im Hornbach“ oder Beispiele für Pfusch am Bau runden das Paket einer zielgruppenorientierten Plattform ab.

Zum Macher-Magazin geht es hier entlang.

3) Der legendäre Hornbach Hammer

Es war das Jahr 2012, als sich Hornbach dazu entschloss, einen tschechischen BMT-1 Schützenpanzer zu kaufen und aus dem Material 7.000 limitierte Hämmer herstellen zu lassen.

Damit begann eine kuriose und zugleich sehr erfolgreiche Marketing-Kampagne, die die Marke Hornbach deutschlandweit in das mediale Scheinwerferlicht gebracht hat und heute den Meisten spätestens beim Jingle ein Begriff sein sollte.

Die Hämmer mit dem Panzerstahl und hochwertigem Hickory Holz wurden zu einem Preis von 25€ verkauft und entwickelten sich schnell zu einem exklusiven Kultprodukt, die nach kurzer Zeit bereits vergriffen waren.

Hornbach kündigte später den Verkauf der letzten 700 Exemplare an und spielte auf einer separaten Webseite nach und nach die ungewöhnlichen Verkaufsorte für den Hornbach Hammer aus. Tatsächlich nahmen einige Kunden lange Reisewege auf sich oder ersteigerten den Hammer auf ebay für Preise von bis zu 200 Euro oder mehr.

Die Kampagne entwickelte sich somit zu einem vollen Erfolg: 15% Follower-Zuwachs bei Facebook und 15 Millionen Interaktionen mit Online-Inhalten sprechen eine klare Sprache. Das folgende Video fasst die ganze Aktion noch einmal zusammen.

Wie geht Hornbach beim Content-Marketing vor?

Die drei gezeigten Beispiele können im Rahmen des Content-Marketings hervorragend kategorisiert werden. Dazu hilft das Konzept von Google aus dem „Youtube Playbook for Creative Advertising“:
Help-, Hub- und Hero-Content.

  • Help-Content beschreibt die Inhalte, die sich voll und ganz auf darauf konzentrieren, die Probleme der Zielgruppe zu lösen. Hornbach löst das unter anderem mit der Meisterwerkstatt, aber auch mit zahlreichen Guides und Inspirationsideen für die eigenen vier Wände oder den Garten. Der Fokus liegt auf der informativen Serviceleistung und nicht primär auf Hornbach und seinem Produktsortiment.
  • Hub-Content hingegen setzt auf unterhaltsame Inhalte, die die Community eifrig verbreitet und mit ihr interagiert. Aktionen wie das Macher-Magazin, aber auch die Video-Reihe „Das Herrenzimmer“ liefern Inspiration und Motivation für all die Themen, die Hornbach mit seinem Angebot abdecken kann.
  • Hero-Content ist insbesondere für eine stärkere Bekannheit der Marke notwendig. Die Aufgabe des Unternehmens oder der zuständigen Agentur liegt darin, besonders ausgefallene und reichweitenstarke Werbekampagnen zu entwickeln, über die viele Leute reden und die Zielgruppe auf die Marke aufmerksam werden lassen. Dass so etwas auch funktioniert, hat die „Hornbach Hammer“ Aktion mit Bravour unter Beweis gestellt.

An den Klickzahlen in allen drei Content-Kategorien merkt man, dass Hornbach mit dieser Strategie tatsächlich Erfolg hat und für die spezifische Zielgruppe eine vertrauenswürdige Anlaufstelle geworden ist.

Diese 4 Prinzipien solltest du beim Content-Marketing unbedingt einhalten

Jetzt kennst du die Möglichkeiten, wie Aktionen im Content-Marketing unterteilt werden können. Hornbach verbindet dies mit ein paar grundsätzlichen Prinzipien, die zu einem guten Content-Marketing einfach dazugehören:

a) Spezifische Zielgruppe

Bevor du große Investitionen in neuen Content tätigst, musst du dir immer bewusst sein, welche Gruppe von Menschen du damit ansprechen möchtest. Was eigentlich zum Marketing-Basiswissen gehört, wird trotzdem immer noch viel zu oft falsch gemacht und kann dich vor allem beim Content Marketing jede Menge Zeit und Geld kosten.

b) Baue eine Webseite mit umfassend Mehrwert und Support

Als erfolgreicher Unternehmer sollte man nie die Wirkungskraft seiner Webseite unterschätzen. Leider wird der eigene Webauftritt nicht selten nur als Visitenkarte verwendet, was das Potenzial nicht mal ansatzweise ausschöpft.

Hornbach bildet auf seiner Webseite zum Beispiel verschiedene Projektbereiche ab und gibt dem Besucher zu jedem dieser Bereiche umfassende Tutorials, Inspirationen und Denkanstöße auf den Weg – das alles völlig kostenlos und ohne Gegenleistung.

Mit ein wenig Brainstorming und der vorhandenen Expertise in deinem Fachbereich lässt sich diese Strategie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch für dein Unternehmen anwenden. Der Kreativität sind hierbei nahezu keine Grenzen gesetzt, solange man immer auch den Mehrwert für den Kunden im Blick behält.

c) Produkt & Marke nicht in den Vordergrund stellen

Gutes Content-Marketing versteift sich nicht darauf, bei jeder kleinen Gelegenheit die Vorteile deiner Produkte oder die Marke im Allgemeinen zu präsentieren.

Das Hauptaugenmerk sollte zu jeder Zeit auf den Informationen und dem Mehrwert für den User liegen – die Serviceleistung entwickelt sich somit ganz allein zu einem zentralen Markenkern. Wenn für den vermittelten Content der User theoretisch nicht mal einen Produktkauf tätigen muss, verstärkt das die Vertrauensbasis, da die kommerzielle Absicht der Inhalte nicht direkt erkennbar ist.

Kleine Ausnahme hiervon bildet der Hero-Content, der ja bewusst dafür sorgen soll, dass die Marke von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

d) Expertenpositionierung und Vertrauen schaffen

Wenn man eigenen Content zur Expertenpositionierung produziert, dann gehört dazu immer auch eine gewisse Uneigennützigkeit. Das knüpft an den vorherigen Punkt an – wichtig ist es, dass man Erfahrungen und Tipps teilt, ohne gleich eine Gegenleistung in Form eines Produktkaufs oder ähnlichem zu verlangen.

Als (potenzieller) Kunde bekommt man dadurch gleich das Gefühl, vom Unternehmen nicht alleine gelassen zu werden. Umfangreiche Anleitungen, spezielle Serviceleistungen oder zum Beispiel Prämien für Kunden-Ideen machen aus Hornbach weit mehr als nur einen DIY-Baumarkt, sondern auch einen Ort, an dem man als Kunde mit kompetenter Hilfe rechnen kann.

Fazit: Was kannst du von Hornbach lernen?

Hornbach zeigt auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise, dass Content-Marketing mehr sein kann als nur ein Buzzword oder arbeitsintensiver Trend. Die Folge darf jedoch kein blinder Eifer sein.

Nimm dir also deine spezifische Zielgruppe zur Hand und überlege ganz genau, welche ihrer Probleme und Bedürfnisse du mit deiner Expertise lösen kannst. Welche Inhalte findet deine Zielgruppe unterhaltsam, auf welchen Kanälen macht der Start einer kreativen Werbekampagne Sinn?

Sind diese Fragen geklärt steht die Content-Erstellung an – je nach Umfang ist es durchaus klug, sich dafür Hilfe von Textern oder Webdesignern heranzuziehen. Wenn du die inhaltlichen Strukturen schließlich geschaffen hast, sind Geduld, kontinuierliche Content-Produktion und bestenfalls eine virale Marketing-Kampagne dein Schlüssel für langfristige Kundenbindung und Umsatzerfolge.

Kennst du noch andere Erfolgsbeispiele im Content-Marketing?

Schreibe sie mir gerne in die Kommentare.

Meine Linktipps

Meine Videotipps

Der Begriff Content-Marketing noch einmal kurz und bündig erklärt:

Jeremy Feyh von Mehr Geschäft erklärt dir, wie du beim Content-Marketing vorgehen kannst:

Meine Buchtipps:

Bilder: pexels.com

DSGVO: Was ändert sich für wen? – Ein Überblick

Das Thema der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist dir mit Sicherheit in letzter Zeit mehrfach begegnet. Dabei handelt es sich um eine einheitliche europäische Regelung zum Schutz von persönlichen Daten und politischen Strukturen, die am 25. Mai 2018 in geltendes Recht umgewandelt wird.

Betroffen sind sämtliche privaten und öffentlichen Organisationen im Rechtsbereich der EU sowie solche, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten.

Auch wenn bereits viel zur DSGVO geschrieben wurde, den ganz großen Durchblick bekommt man dadurch nicht immer. In diesem Artikel stelle ich dir einmal die wesentlichen Änderungen vor, die sich für den Endverbraucher und Unternehmen ergeben.


Die private Sicht – so profitieren die Verbraucher

Einer Datenschutzregelung unterliegt ja in den meisten Fällen die Intention, dass der Endverbraucher möglichst weitreichend vor dem Missbrauch seiner persönlichen Daten geschützt wird. Die DSGVO verfolgt auf dem Papier auch entsprechend diesen Ansatz und räumt dem Verbraucher zukünftig mehr Rechte ein.

Da wäre zunächst die ausgebaute Auskunftspflicht von Unternehmen gegenüber seinen Kunden (und auch Mitarbeitern) zu nennen. So muss das Unternehmen auf Anfrage des Kunden einen strukturierten Export sämtlicher über den Kunden gespeicherte Daten ermöglichen.

Wenn der Kunde es verlangt, sind die gespeicherten Daten auch schnellstmöglich zu löschen bzw. zu sperren. Das „Recht auf Vergessenwerden“ ist dazu ein oft genanntes Stichwort. Bisher war es häufig im Zusammenhang mit Suchmaschinen wie Google & Co. zu hören, es gilt aber genauso für jedes andere Unternehmen, das personenbezogene Daten speichert.

Konkrete Gründe für die Datenlöschung liegen zum Beispiel dann vor, wenn der Betroffene die Einwilligung widerruft, die Datenverarbeitung grundsätzlich unzulässig war oder der Zweck der Datenverarbeitung entfallen ist.

  • Ein neues Recht für die Nutzer ist die sogenannte Datenportabilität. Das bedeutet, dass Verbraucher ihre Daten von einem Anbieter zum anderen übertragen lassen können. Nach Aufforderung ist das Unternehmen dazu angehalten, die Kundendaten in einem „gängigen Format“ entsprechend weiterzugeben.
  • Außerdem muss ein Endverbraucher auf der Grundlage der DSGVO absolut transparent über die Nutzungszwecke seiner Daten informiert werden. Dazu sind die jeweiligen Genehmigungen ordnungsgemäß einzuholen und eine leicht verständliche Art und Weise der Präsentation gewährleistet werden.


Die Unternehmer-Sicht – diese Pflichten solltest du auf dem Schirm haben

Wenn auf der Seite der Verbraucher mehr Rechte entstehen, kommen meistens unweigerlich auch mehr Pflichten auf die Gegenseite der Unternehmen und Organisationen zu – so auch bei der DSGVO.

  • Zum Beispiel benötigt spätestens ab dem 25. Mai 2018 jedes Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern einen eigenen Datenschutzbeauftragten (DSB), der sich um die sachgerechte Dokumentierung von personenbezogenen Daten und Prozessen kümmert.
  • Cookies sind ein sehr häufig verwendetes Tool im Web – auch hier entsteht durch die DSGVO eine bedeutsame Änderung: Statt stiller Zustimmung durch weiteres Surfen wird mit der neuen Verordnung eine explizite Zustimmung des Nutzers zu Cookies erforderlich.
  • Der Strafkatalog für Datenschutzverletzungen wurde recht drastisch verschärft: Zuvor waren die Höchststrafen mit Bußgeldern von rund 150.000 Euro beziffert. Ab dem 25. Mai weitet sich das Strafmaß auf bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Jahresumsatzes aus. Damit will die EU vor allem bei großen Konzernen dafür sorgen, dass die Verpflichtung eines ordentlichen Datenschutzes ernstgenommen wird.

Ebenso verschärft sich die Regulatorik in den Bereichen Datenhandling und Compliance für Unternehmen. Ein Schritt, der aus meiner Sicht für viele Unternehmen tatsächlich notwendig ist, da ich in den letzten Jahren diverse Negativbeispiele bei Unternehmen beobachten konnte.

Weiterhin gilt das Prinzip der zweckgebundenen Erhebung und Verarbeitung von Daten. Zusammen mit der DSGVO wird das dazu führen, dass Unternehmen sich verstärkt um Datensparsamkeit bemühen müssen – sprich nur die Daten erheben und verwerten, die tatsächlich benötigt werden.


Was bedeutet die DSGVO für Unternehmen in Zukunft?

Zweifelsohne führt eine einheitliche Datenschutzgrundverordnung für viele Unternehmen zu einem teils drastischen Mehraufwand. Diejenigen, die sich bereits ausführlich um ihren Datenschutz gekümmert haben, werden hingegen nur überschaubare Anpassungen vornehmen müssen.

Besonders kleinere Unternehmen können aus der Möglichkeit expliziter Zustimmung des Kunden aber auch Vorteile ziehen. Haben sie erst einmal die Einwilligung, können im Rahmen der Zweckbindung mitunter viel bessere personalisierte Services entstehen und angeboten werden.

Spielt man das Spiel noch ein bisschen weiter, dann kann die DSGVO zukünftig auch die Eröffnung neuer Geschäftsmodelle ermöglichen:

So könnten sich Unternehmen beispielsweise als Datenhändler positionieren, bei der Nutzer ihre Daten für Geld, Gutscheine oder andere Vergünstigungen verkaufen können. Die „Databroker“ verkaufen diese Daten mitsamt der entsprechenden Einwilligung dann an interessierte Unternehmen weiter.

Rechtlich sollte dabei immer die Wachsamkeit und Achtsamkeit im Fokus stehen, ebenso wie die Konzentration auf gepflegte und leicht abrufbare Nutzerdaten im jeweiligen EDV-System.


Und wie sieht es mit der Umsetzung aus?

Einen besonders großen Enthusiasmus hat die DSGVO bei den Unternehmen sicherlich nicht ausgelöst. Leider hilft das Jammern nichts, der 25. Mai ist und bleibt der Stichtag der spätestmöglichen Umsetzung der Verordnung, die im Prinzip schon seit 2016 in Kraft getreten ist.

Bedauerlicherweise scheinen viele Unternehmen bei der Umsetzung überfordert zu sein oder haben diese schlichtweg verschlafen. Laut Umfragen aus dem Sommer 2017 waren 9 von 10 Unternehmen noch nicht in der Lage, die DSGVO umzusetzen.

Rund 53% der Befragten gingen sogar davon aus, dass sie die Umsetzung nicht pünktlich zum Stichtag erreichen. Zwei Drittel befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einer „Orientierungsphase“ der Umsetzung, während die Hälfte das Ausmaß und die Herausforderungen der Datenschutzgrundverordnung noch nicht einmal richtig abschätzen konnten (mehr Infos dazu findest du im Whitepaper von Commanders Act).


Es ist zwar möglich, dass sich diese Zahlen knapp einen Monat vor dem Stichtag verbessert haben und heute mehr Unternehmen und Organisationen allmählich den Zugzwang spüren.

Beschwören sollte man es allerdings nicht und das zeigt recht eindeutig, dass die Unternehmen nicht für eine stichtagsgerechte Umsetzung gewappnet sind. Inwieweit größere Abmahnwellen die Zeit nach dem Stichtag bestimmen werden muss sich erst noch zeigen.

Die Devise muss daher lauten: Nicht auf die lange Bank schieben, sondern gleich die notwendigen Schritte einleiten.

Wie sieht es bei dir aus?
Hast du oder dein Unternehmen schon die DSGVO-Vorgaben erfüllt?
Wo gibt es aktuell noch die größten Probleme?

Schreib es mir gerne unten in die Kommentare.

Meine Linktipps

Meine Videotipps

Youtube-Rechtsanwalt Christian Solmecke (Kanzlei WBS) – mehrere Videos zur DSGVO auf dem Kanal

Nikolaus Kolba mit einer umfassenden Playlist zur praktischen Umsetzung vieler Tools

Die DSGVO in der Kurzfassung von explainity

Bildquellen: pexels.com

Wie Enfore beim stationären Point-of-Sale neue Maßstäbe setzt

Du hast es mit Sicherheit schon häufiger gehört: Die Digitalisierung bereitet dem stationären Einzelhandel Probleme. Weniger Umsatz durch wachsenden E-Commerce und weniger Laufkundschaft in den Innenstädten sind nur zwei Gründe dafür.

Preiskämpfe mit Internetanbietern oder großen Unternehmen und Ketten sind selten von Erfolg gekrönt. Punkten kann der Einzelhandel in erster Linie über kompetenten Service und ein möglichst angenehmes Einkaufserlebnis für den Kunden.

Um insbesondere letzteres in hohem Maße erfüllen zu können, hat die enfore AG aus Berlin ein smartes Kassensystem entwickelt, das vor allem an kleine und mittlere Unternehmen gerichtet ist. Da ich das Konzept sehr spannend finde, möchte ich es dir in diesem Artikel einmal kurz vorstellen.

Was ist das Angebot von Enfore?

Enfore hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Point-of-Sale (POS) Modell zu entwickeln, das über die üblichen Funktionen eines Kassensystems hinausgeht. Die Zielgruppe von enforePOS ist dabei recht umfangreich, bezieht sich aber wie bereits erwähnt eher auf die kleinen und mittleren Unternehmen.

Von Restaurants, Cafés oder Hotels über Bekleidungs- und Fachgeschäfte bis hin zu den klassischen persönlichen Dienstleistungen wie Friseur, Wäscherei oder Schlüsseldienst ist das System auf nahezu alle Branchen mit Kundengeschäft anwendbar.

Neben der Software, die auf unterschiedlichen Endgeräten installierbar ist, entwickelt Enfore auch eigene Geräte wie den enforeDasher oder das enforePayPad, die passgenau auf die enforePOS Software ausgerichtet sind. Über „enforeCare“ wird Benutzern darüber hinaus ein entsprechendes Support-Angebot bereitgestellt.

Der kleine Helfer an der Kasse: So sieht das enforeDasher aus.

Was macht Enfore denn so besonders?

Strategisch geht Enfore den Weg der Gesamtlösung – sowohl Software als auch eigene Geräte werden selbst entwickelt. Die Software funktioniert jedoch genauso auf sämtlichen gängigen Endgeräten und Betriebssystemen. Das schont vor allem Unternehmen, die sich von der komplett analogen Geschäftsabwicklung bereits verabschiedet haben und bereits mit Tablets, Smartphones und/oder PC an der Kasse arbeiten.

Bei genauerer Betrachtung der enforePOS Software wird deutlich, dass funktional auch tatsächlich das geboten wird, was ein stationärer Einzelhandel auf jeden Fall benötigt. Dazu gehört neben dem grundlegenden Kassensystem auch Anwendungsmöglichkeiten für Reservierungen, Customer Relationship Management (CRM) sowie einem Inventar- und Einkaufsmanagement für die Prozesse hinter der Ladentheke.

Eine Kurzübersicht der in der Software enthaltenen Anwendungen findest du hier.

Warum Enfore das Zeug zum Big Player hat

Je nach Region geht es bei den verschiedenen Einzelhändlern nur sehr schleppend voran, was Digitalisierung und Verschlankung von Prozessen angeht. Enfore will dieses Problem aktiv angehen und stellt dafür in den notwendigen Bereichen entsprechende Angebote zur Verfügung.

Wenn du dir mal die Köpfe hinter Enfore anschaust, wirst du recht schnell feststellen, dass es sich hierbei nicht um ein blauäugiges Startup handelt. Die enfore AG des deutschen Gründers Marco Boerries ist sein viertes Unternehmen und wurde bereits 2009 gegründet. Erst 2017 wurde die Enfore Produktpalette schließlich gelauncht, zuvor fand eine ausführliche Entwicklungsphase statt.

Marco Boerries sagt dir nix? Seine erste Firma Star Division hat zum Beispiel die bekannten Office Softwares Star Office und Openoffice.org entwickelt. Später konnte er Star Division lukrativ an Sun Microsystems verkaufen und Anteilseigner bleiben. Außerdem hat Boerries 1996 die Star Finanz gegründet und mit Star Money die beliebte Online Banking Software für die Sparkassen herausgebracht.

Die Investoren rund um Enfore

Enfore hat somit nicht nur einen erfahrenen und vor allem erfolgreichen Gründer, hinter ihm stehen auch namhafte Investoren, die an seine Idee glauben. Dazu gehören neben Venture Capital Gebern auch private Investoren. Hier eine Auswahl:

  • T-Venture: Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom
  • Index Ventures: Risikokapitalgesellschaft, die u.a. auch Dropbox, Skype oder Soundcloud unterstützt hat
  • Jerry Yang: Mitgründer von Yahoo! und Gründer von AME Cloud Ventures
  • Lars Hinrichs: Bekannt als Gründer von XING und Business Angel

Du siehst also: Die Chancen für Enfore stehen nicht schlecht, für kleine Unternehmen im Dienstleistungsbereich zum umfassenden Partner im Kundengeschäft zu werden.

Software und technische Geräte machen einen guten Eindruck, die Unterstützung bekannter Investoren in die Erfahrung von Marco Boerries geben ein zuversichtliches Signal. Sofern du selbst in der Branche tätig bist oder andere Unternehmer aus diesem Bereich kennst, kann sich ein genauerer Blick auf Enfore durchaus lohnen.

Ich bin gespannt, wie die weitere Entwicklung für Enfore aussehen wird. Wie sieht es bei dir aus? Findest du, dass Enfore ein gutes Angebot hat oder kennst du Unternehmen, die es aktuell noch besser machen?

Schreib mir dazu gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.

Weitere Informationen zu Enfore

Telekom auf der CeBit 2017 über Enfore und digitale Kassen

Interview mit Marco Boerries über Enfore aus dem März 2017 (vor dem Launch)

Bildquellen:  https://www.enfore.com/de/press ; pexels.com (Beitragsbild)

7 Schritte, mit denen du dein Unternehmen auf die Überholspur bringst

Bestimmt ist es dir auch schon aufgefallen, dass die Zahl der Erfolgs-Gurus im Internet in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Schade nur, dass deren Geschäftsmodell lediglich darin besteht, anderen zu erzählen, wie man erfolgreich wird – die weitere Substanz dahinter lässt hingegen häufig zu wünschen übrig.

Zum Glück lassen sich mit offenen Augen und wachem Verstand die erfahrenen Unternehmer noch von den Scharlatanen unterscheiden. Welche Schritte notwendig sind, um dein eigenes Startup zu skalieren oder dein bestehendes Business auf die nächste Stufe der Profitabilität zu stellen, das hat der Multi-Millionär Dan Lok in 7 Schritten sehr gut auf den Punkt gebracht. 7 Schritte, die ich gerne mit dir teilen möchte:

Schritt 1: Kenne die Anreize und setze sie ein

Als Unternehmer sollte es für dich unerlässlich sein, deine Zielgruppe kennen und auch beschreiben zu können. Viele gehen dabei anhand der sogenannten „Persona“ vor.

Stell dir vor, du könntest deinen absoluten Idealkunden am Reißbrett entwerfen – mit all seinen soziodemographischen Daten und Interessen. Diese Vorstellung von deinem Modellkunden solltest du schriftlich festhalten, schon hast du eine Persona geschaffen.

Die Persona ist Ausgangspunkt der Überlegung, welche Anreize für den Kunden interessant sind und über welche Wegen überhaupt Neukunden generiert werden sollen. Dazu sollte eine gewisse Systematik vorhanden sein. Das bedeutet: Du solltest möglichst genau die Akquisitionskosten pro Kunde kennen, um sie auf dein Produkt oder deine Dienstleistung aufmerksam zu machen.

Andernfalls hast du laut Dan Lok kein Business, sondern allerhöchstens ein teures Hobby.

Schritt 2: Halte den Kundenkontakt aufrecht

Akquirierte Interessenten und Kunden sind zunächst einmal ein Kostenfaktor, sofern sie noch nicht bei dir gekauft haben. Hohe Absprungraten von deinen Vertriebskanälen sind daher bildlich gesprochen wie ein Funken, der deine Werbekosten entzündet und sie ohne weiteren Ertragswert verbrennt.

Damit ist gemeint, dass zu einem skalierbaren Business zwingend dazugehört, deine Kunden auch bei dir zu behalten und sie nicht zum nächstbesten Wettbewerber laufen zu lassen.

Mittel und Wege dazu gibt es viele. Social Media, E-Mail Marketing oder Gratis-Geschenke und Rabatt-Codes sind nur ein paar Beispiele, wie man Interessenten zum Bleiben bewegen kann. Dabei solltest du dir im Hinterkopf regelmäßig die Frage stellen, ob deine Methoden zur Kundenbindung auch tatsächlich der optimale Weg für deine Zielgruppe darstellt.

Schritt 3: Optimieren, optimieren, optimieren

Wenn es darum geht, ein Business zu skalieren und zu optimieren, dann gibt es drei mögliche Wege:

Du kannst die Anzahl deiner Kunden erhöhen, die Kauffrequenz aller Kunden steigern oder bei jedem einzelnen Kunden das Kaufvolumen erhöhen. Diese Stellschrauben sollten die elementaren Fragen für dich sein, wenn du an Skalierung interessiert bist.

Schritt 4: Du hast erst ein Business, wenn du ein System hast

Du merkst, dein Geschäftsmodell funktioniert, aber es will nicht so richtig wachsen? Dann könnte es daran liegen, dass du noch kein System dafür hast. Ein System ist nach Auffassung von Dan Lok dazu gemacht, um zu absehbaren Resultaten zu gelangen und nicht im Dunkeln zu tappen.

Ohne System wirst du als Unternehmer unter Umständen in Gefahr kommen, im Prinzip dein eigener Angestellter zu sein aber nicht in der Lage bist, dein Business zu skalieren.

Dan Lok beschreibt das am Beispiel Franchise: Um bei McDonalds Franchisenehmer zu werden, musst du eine ganze Menge Geld in die Hand nehmen. Einen Geschäftsführer wirst du aber eher nicht beim Boden wischen in der Filiale antreffen, denn das System läuft.

Bei anderen Ketten sind die Franchise-Lizenzen hingegen deutlich günstiger. Warum? Weil du dort als Leiter viel häufiger in das operative Geschäft eingebunden bist – das System läuft hier einfach nicht rund und du hast am Ende genauso viel Arbeit und Stress wie ein „normaler“ Arbeitnehmer.

Schritt 5: Lerne, im System zu delegieren

Die Etablierung eines Systems in Kombination mit einer funktionierenden Geschäftsidee sorgt für die Notwendigkeit, irgendwann auch mal Mitarbeiter oder größere Teams zusammenzustellen.

Dein Ziel sollte es dabei sein, die Stärken deiner Mitarbeiter an den richtigen Stellen in deinem System zur Geltung kommen zu lassen. Wenn dir das gelingt, wird auch dein System erfolgreich laufen. Vorausgesetzt natürlich, dass das System im Vorfeld ordentlich konzeptioniert und durchgeplant worden ist.

Erwarte jedoch nicht von deinen Mitarbeitern, dass sie in jeder Hinsicht die gleiche Denkweise verfolgen wie du. Deine Aufgabe besteht darin, die richtigen Tätigkeiten an die passenden Mitarbeiter zu delegieren. Wenn ein Team nur aus mentalen Führungskräften besteht, würden diese nicht lange für dich arbeiten.

Schritt 6: Automatisierung bringt dich auf die Schnellstraße

Der Weg bis hier war schon nicht ganz einfach, aber mit Automatisierung kommt die Skalierung deines Start-Ups oder Unternehmens erst so richtig in Fahrt.

Leider gibt es dazu keinen pauschalen Pfad, den du branchenunabhängig und zu jeder Zeit beschreiten kannst. Automatisierung kommt jedoch so gut wie nie ohne technische Unterstützung aus. In beinahe sämtlichen Bereichen findest du mittlerweile Apps, Tools oder Geräte, die dich bei der Produktion, dem Vertrieb, der internen Organisation oder der Bereitstellung deiner Dienstleistung unterstützen.

Ein offener Blick auf den Markt der Automatisierungstools kann dir gegebenfalls eine Menge Arbeit ersparen. Wenn zum Beispiel Kundenbeziehungsmanagement für dich ein Thema ist, dann solltest du dir meinen Artikel zu CRM Spy einmal genauer anschauen.

Schritt 7: Next big thing – Zeit für Expansion!

Wenn du all die vorherigen Schritte umsetzen konntest, dann kannst du mit dem Wachstum erst so richtig loslegen: Neue Filialen bauen, mehr Mitarbeiter einstellen, größere Werbebudgets für das Online Marketing… Möglichkeiten zur Expansion gibt es viele.

Verschaffe dir also einen Überblick darüber, an welchen Stellen dein System in Zukunft Verstärkung gebrauchen kann, sodass es noch effizienter für dich arbeitet und Umsatz generieren kann. An diesen Stellen setzt du mit deiner Expansion zuerst an.

Was solltest du aus diesen 7 Schritten für dich mitnehmen?

Fassen wir die Ausführungen von Dan Lok nochmal kurz zusammen: Bevor du überhaupt ein Start-Up oder Unternehmen skalieren kannst, musst du über deine Zielgruppe Bescheid wissen. Recherchiere die Anreize deiner Persona und halte den Kundenkontakt aufrecht.

Damit dein Unternehmen auch dann vorankommt, wenn du mal 5 Wochen abwesend bist, musst du dich zwingend um die Entwicklung eines Systems kümmern, in das du deine Mitarbeiter integrierst und Aufgaben entsprechend delegierst.

Automatisierung und Expansion vollenden am Ende das, was man unter erfolgreichen Menschen als Business verstehst. Ein System senkt die Abhängigkeit von Personen – ohne System hast du hingegen nur einen Job.

Meine Videotipps

Das besagte Video von Dan Lok:

Wie funktioniert das mit der System Entwicklung? Dan Lok zeigt es dir hier:

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